Das afghanische Jugendorchester in Berlin

VON Dr. Wolf SiegertZUM Sonntag Letzte Bearbeitung: 21. August 2025 um 00h15minzum Post-Scriptum

 

Afghanistan Af­ghan Youth Or­ches­tra im Exil [1]

Hier das heute tatsächlich an einem Sonntag entstandene ’Sonntagsfoto’ aus dem Konzerthaus Berlin:

© SIP

Und hier der zu dieser Veranstaltung in der Sendung "Fazit" im Deutschlandfunk Kultur ausgestrahlte Beitrag von Luise Samman kurz vor Ende dieses Tages, vom 17. August 2025, ab 23:38 Uhr, Moderation Gabi Wuttke:

4 Jahre Taliban: Das afghanische Jugendorchester spielt im Exil

4 Jahre Taliban: Das afghanische Jugendorchester spielt im Exil

P.S.

Hier eine Konzertaufzeichnung aus New York vom 8. August 2024:

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Hier der Autor nach dem Konzert auf dem Gendarmenmarkt ...

© SIP

... vor dem 1871 enthüllten Schiller-Denkmal von Reinhold Begas, samt drei der vier allegorischen Figuren, die für Lyrik, Dramatik, Philosophie und Geschichte stehen. Im Hintergrund der französische Dom: "für Miriam".

Anmerkungen

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Programm

TRADITIONELL · „Naghmay-e Chahartuk in Rag-e Yaman“ für Rubab-Quintett und Tabla
MAS’HOR JAMAL · „Melody of the Heart (Nawa-e Dil)“ für Qawwali-Ensemble
MIKIS THEODORAKIS · „My Beloved Afghanistan” arr. Tiago Moreira da Silva
THE LAST TORCH · „Together We Rise” arr. Mohammad Qambar Nawshad und Tiago Moreira da Silva
FAZEL AHMAD ZEKRIA · „O Reed, Song of Eternity (Ay Nay Naway Jawedan)” arr. Tiago Moreira da Silva
USTAD ZAKHAIL · „On the high Mountains (Pa Loyo Ghro)” arr. Tiago Moreira da Silva
DIVERS · „Nawroz-Medley: A Celebration of Resilience and Renewal” arr. Tiago Moreira da Silva
USTAD ZAKHAIL · „Schreite sanft (Pa Roro, Ro Qadamuna)” arr. Tiago Moreira da Silva
AHMAD ZAHIR · „Like a Tree in Spring (Choo Darakht-e Farvardin)” arr. Tiago Moreira da Silva
Zum Programm

Das Afghan Youth Orchestra stammt aus einem Land, in dem Musik verboten ist. Nach der Machtübernahme der Taliban 2021 mussten die jungen Musiker:innen fliehen. Ihre Musikschule wurde geschlossen, Instrumente zerstört. In Portugal fanden sie Asyl – von dort aus arbeiten sie gegen das Vergessen. Ihr Programm erzählt von Verlust, Unbeugsamkeit, Hoffnung. Jedes Werk ist tief verwurzelt in den Kulturen Afghanistans und steht für Menschlichkeit und Resilienz: Von Sufi-Gesängen bis hin zu kraftvollen Arrangements für Symphonieorchester und traditionelle afghanische Instrumente. Das Konzert kulminiert in der Vertonung eines persischen Frühlingsgedichts, als Botschaft der Hoffnung.


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