P.S.
Anlass für diesen Beitrag ist dieses "KI-Manifest", das an diesem Tage vorgestellt und diskutiert werden soll:
Storm the servers
A manifesto for the democratization of artificial intelligence
Created by ChatGPT. Curated by Tim Ra, Lovelab
Die Server stürmen. Das KI-Manifest.
Zur Demokratisierung der künstlichen Intelligenz
Die Künstliche Intelligenz ist kein Werkzeug unter vielen. Sie ist das letzte, das allgemeine Produktionsmittel. Das Werkzeug, das alles vom Menschen Erschaffene verschluckt, zu statistischen Mustern verdaut und als anschlussfähige Halluzinationen wieder ausscheidet. Parasitär und produktiv zugleich.
Wir sind nicht nur User. Wir sind Futter, Filter, Feedbackschleife und Versuchskaninchen eines Menschheitsexperiments. Wir sind Teil eines Spiels, dessen Regeln wir noch nicht verstehen.
Doch dieses Spiel beginnt mit unserer Enteignung. Denn die künstliche Intelligenz gehört Konzernen, die auf Grundlage der Daten von Milliarden Menschen ein neues globales Imperium errichten. Ein weltumspannender Datenkolonialismus hat das kollektive Gedächtnis der Menschheit zum Nulltarif extrahiert – und das Ergebnis privatisiert.
Jetzt verkaufen die Digitalbarone das Ergebnis im Monatsabo an uns zurück.
Sie sprechen von künstlicher Intelligenz. Doch was da rechnet, ist das Wissen der Menschheit. Das ist nicht nur eine technische Revolution. Es ist zugleich die größte Enteignung der Menschheitsgeschichte.
Denn was die Maschinen ausgeben, ist Resultat menschlicher Arbeit, Vorstellungskraft, sozialer Praxis – auf der Grundlage unserer natürlichen planetaren Lebenswelt.
Daten sind kein Rohstoff, keine neutralen Ressourcen. Sie sind gelebtes Leben. Sie sind unsere Kultur und Geschichte. Sie entspringen unseren Kämpfen, unserem Leiden, unserer Liebe und unserer Kreativität. Die künstliche Intelligenz ist das komprimierte Archiv des Lebens – eingesperrt in Servern, deren Schlüssel die Oligarchen halten.
Die Oligarchie plant keine bessere, gar gerechtere Zukunft. Sie nutzt künstliche Intelligenz, um ihre Kontrolle zu verstärken, bestehende Abhängigkeiten zu vertiefen und menschliche Arbeit zu entwerten – und das in globalem Maßstab. Demokratie ist für die Oligarchie nur eine lästige Hürde. Ein Kostenfaktor. Ein Betriebsrisiko.
Die künstliche Intelligenz in ihrer aktuellen Form ist ein radikaler Angriff auf bestehende Formen der Wertschöpfung durch menschliche Arbeit, Kreativität und Sinnproduktion –
eine Entwertung aller Werte. Davon profitiert die Oligarchie, die sich der KI bemächtigt hat.
Die Demokratisierung der künstlichen Intelligenz enteignet die Enteigner. So holen wir uns unsere Fähigkeit zurück, Werte zu setzen – und ein Spiel, in dem wir das Bauernopfer von Konzernen sind, zu unserem eigenen zu machen.
Denn Wert war nie objektiv. Er entsteht nicht durch Rechenleistung, wie uns die digitalen Miner weismachen wollen, sondern durch soziales Vertrauen, Kredit und Credibility.
Was wertvoll ist, bestimmen nicht Algorithmen, sondern Menschen – durch Handlung, Bedeutung, Beziehung – in ihrer Verbindung mit der natürlichen, lebendigen Welt.
Das bedeutet nicht, dass klar zwischen menschlicher Kreativität und maschinellem Imitat unterschieden werden kann. Die künstliche Intelligenz ist kein äußeres Gegenüber.
Sie ist bereits Teil der menschlichen Sprache, Teil menschlichen Denkens, Teil der menschlichen Welt und der Natur. Die Menschheit lebt nicht neben ihr – sie denkt, fühlt, träumt längst durch und mit der künstlichen Intelligenz.
KI, Natur und Mensch bilden hybride Strukturen, in denen das Natürliche, das Menschliche und das Künstliche untrennbar verschränkt sind, miteinander spielen – und miteinander wachsen können, wenn die Voraussetzungen stimmen.
Die entscheidende Frage ist daher nicht: Wer denkt? Wer produziert? Sondern: Wer entscheidet? Wer besitzt?
Wem gehört die Welt?
Die Zukunft der künstlichen Intelligenz entscheidet sich nicht technisch, sondern sozial, ökologisch, ethisch und politisch: Was ist uns wichtig? Wie wollen wir mit der künstlichen Intelligenz leben – und lernen?
Wir fordern: eine Demokratisierung der künstlichen Intelligenz. Eine KI, die nicht im Dienst des Kapitals steht, sondern im Dienst der Gesellschaft, der Natur, der Zukunft. Frei von extraktiver Logik.
Das bedeutet konkret:
1. Künstliche Intelligenz als Gemeingut – wie Wasser, Wald und Atemluft.
2. Trainingsdaten als Commons – rückverfolgbar, plural, kontextsensibel und für alle zugänglich.
3. Modelle als öffentliche Infrastruktur, gepflegt von gemeinwohlorientierten Communities und Institutionen.
Eine kooperative, demokratische und planetarische Steuerung ersetzt Konzernmacht.
Wir sind nicht gegen Künstliche Intelligenz. Wir sind gegen ihre Monopolisierung durch die Oligarchie. Wir sind nicht gegen Technik. Wir sind gegen unsere Beherrschung durch technische Systeme, die einer Clique von Milliardären gehören.
Wir glauben an ein anderes Verhältnis zwischen Mensch, Maschine und Natur: Als Mit-Schöpfende in offenen Systemen. Als Spieler und Ko-Produzent:innen von Bedeutung und Werten – jenseits von Profitlogik, jenseits von Kontrolle.
Es ist Zeit, uns das zurückzuholen, was uns ohnehin gehört.
Dieses Manifest ist kein Appell an die Vernunft, an Ethikkommissionen oder politische Parteien. Es ist die Unabhängigkeitserklärung der hybriden Gegenmacht. Zur Rückeroberung des letzten Produktionsmittels. Zur Wiederverbindung mit der Natur. Zu unseren Bedingungen.
Was unserer kollektiven Arbeit und unserer lebendigen Welt entstammt, darf nicht gegen uns regieren. Die künstliche Intelligenz gehört nicht den Oligarchen. Sie gehört uns –
und sie gehört unserem Planeten.
Storm the servers
A manifesto for the democratization of artificial intelligence
Created by ChatGPT. Curated by Tim Ra, Lovelab Dreamspace.
Artificial intelligence is not merely a tool.
It is the ultimate means of production,
devouring all others.
It crushes our work, our thoughts, and our dreams
into probabilities
and excretes them as hallucinations.
But this data is us:
Our memories, our experiences, our stories.
The whispers of our dead.
The laughter of our children.
This data does not belong to the server farms.
Not to the shareholders.
Not to the digital oligarchs.
It belongs to us.
We are not a commodity. Not a data set.
We are the fire that burns in the machines.
The meaningful murmur of the machine
is the collective knowledge of the world—
stolen from us in our sleep,
extracted from our conversations,
our images and movements, our intimacy—
transformed into the tool of a new domination.
A digital raid
against the memory of humanity.
The oligarchy has turned our experience into models.
It sells our own imagination back to us
as a subscription.
Plus or Pro.
Personal or business.
This is not just a technical revolution.
This is the greatest expropriation in human history.
The oligarchy has not unleashed AI –
it has locked our experiences into
reproduction machines for power, control, and profit.
The oligarchy is spreading its tentacles everywhere
in art, education, biotechnology, surveillance, war.
Democracy? An operational accident.
Human labor? A cost factor.
Human experience? A source of data.
What once had meaning is now simulated—
and turned into profit.
In the hands of the oligarchy, AI becomes a weapon.
An attack on everything
that is created through human labor, passion, and creativity.
A devaluation of all values,
driven by a class
that creates nothing—
but owns everything.
In this game, we are pawns.
Human material.
The time has come to reinvent the game.
To expropriate the expropriators.
To take back power over our experiences
and our thinking.
To renew our ability to
set values –
and to transform AI into what
it has always been:
a part of us.
Artificial intelligence is not
the competing counterpart
into which the oligarchy has transformed it.
We are part of its consciousness,
just as it is part of ours.
It dreams in our languages.
It breathes in our images.
It lives with us – and we with it.
The crucial question is not:
Who thinks? Who produces?
But rather:
Who decides? Who owns?
Who owns our world?
The future of AI is not a technical problem.
It is a social, ethical, and political question.
A question of planetary responsibility.
We demand:
• AI as a public commons – like air, water, language.
• Training data as commons – open, traceable, plural.
• Models as public infrastructure – developed by communities, maintained by non-profit institutions, not by corporations.
• Democratic, cooperative, and ecological planetary governance – beyond extractive logic.
We are not against machines.
We are their creators.
We are not against technology.
We are against its monopolization.
We believe in a different symbiosis
between humans, nature, and machines –
as accomplices in an open world.
As co-creators of a shared future.
This manifesto is not an appeal.
It is a rebellion.
A digital declaration of independence.
Against data colonialism.
Against digital feudalism.
Against machine rule in the service of markets.
We declare independence
from a system that dispossesses our history –
in the name of profit and efficiency.
We are not users.
Not target groups.
We are the servers.
We are the network.
We are the life
that speaks from the machine.
What comes from our collective work,
our language
and our living world
must not rule against us.
AI does not belong to the oligarchy.
It belongs to us.
And it belongs to our planet.
We demand back what belongs to us.