re:publica 24 (II)

VON Dr. Wolf SiegertZUM Dienstag Letzte Bearbeitung: 7. Juli 2024 um 16 Uhr 57 Minutenzum Post-Scriptum

 

Es gibt über diesen Tag wesentlich mehr zu erzählen, als was diese Programmankündigungen andeuten. Aber es ist zu viel passiert, um das alles ad hoc aufzuarbeiten. Daher bitte Geduld. Oder schon mal einen Blick werfen auf den Beitrag: DIE re:publica "DAS Woodstock der Demokratie"

Einladung:

Das Media Lab Bayern, das Journalismus Lab der Landesanstalt für Medien NRW und das Medieninnovationszentrum Babelsberg laden ein zu einem Networking-Frühstück zum Thema Die Rolle von Medieninnovationen im Superwahljahr 2024.

https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:7193163819802619904/

Anmeldung:

https://www.eventbrite.de/e/media-innovation-breakfast-tickets-875846439277

Die Sendung wird sicherlich alsbald auch online einsehbar sein, hier für die ganz Neugierigen schon mal der Soundtrack dieses Vormittags:

Agenda

09:00
Begrüßung
Volker Bach – Alex Berlin und MIZ Babelsberg
Simone Jost-Westendorf – Journalismus Lab NRW
Lina Timm - Media Lab Bayern

Moderation: Vivian Perkovic

09:05
Was hat Innovation im Lokaljournalismus mit Demokratieförderung zu tun?
Anne Lena Mösken [1]

09:25
Secure Research Hub: Technologie für Datenrecherchen besser zugänglich machen
Simon Wörpel [2]

09:35
Mehr Journalismus dank innovativer KI-Tools: NewsHub im redaktionellen Alltag
Sascha Devigne [3]

09:45
Future of News - mit Research und Innovation gegen News Avoidance
Johannes Klingebiel, Bianca Kriel [4]

10:00
Get-together & Networking

Auch wenn im Nachgang an diese Sendung eine regengetränkte Motorradtour zum ersten re:publica-Termin bevorstand, haben sich Sascha Devigne vom Studio 47 und der Urahn der Bürgermedien die Zeit für das nachfolgende Gespräch genommen:

Programmpunkte

ARD Perspective Lab 11:15 - 12:15
Ask me anything – Intendantinnen-Talk mit rbb-Chefin Ulrike Demmer [5]
Ulrike Demmer, Konrad Spremberg

Es gibt einen Audiomitschnitt dieser QnQ-Session am Ende des Medienmagazin-Podcasts vom 1. Juni 2024. Hieraus wiederum dieser Auszug mit der Frage, ob zwischenzeitlich das rbb-Leitmotiv "nur nicht langweilen" abgeschafft worden sei (mit der Antwort: "JA") :

Stage 2 11:45 – 12:15
Bernhard Pörksen Aufmerksamkeitscrash. Kurzfristiges und langfristiges Denken [6]

Stage 2 17:30 – 18:30
Terra X Lesch & Co. – Klimafreundliche Mobilität, ein Gewinn für alle?
Harald Lesch, Claudia Kemfert, Luisa Neubauer, Jasmina Neudecker

ZDF Meet Up Corner 18:45 – 19:45
Terra X Lesch & Co Blaupause: So gelingt (d)ein YouTube-Video mit Harald Lesch! [7]
Harald Lesch, Jasmina Neudecker, Jana Steuer, Victor Riley

P.S.

Aus technischen Gründen noch nicht dargestellt werden eine Reihe von LinkedIn-Beiträgen, die noch bearbeitet werden müssen. WS

Anmerkungen

[1

Der digitale Wandel stellt Lokaljournalisten vor riesige Herausforderungen – und birgt gleichzeitig eine große Chance: Wir müssen uns neu erfinden, wenn wir auch in Zukunft unsere zentrale Rolle in einer immer stärker polarisierten Gesellschaft erfüllen wollen. Wie schaffen wir es, Innovation in die Redaktionen zu tragen? Welchen Lokaljournalismus braucht es jetzt und was kann er auch in Zukunft für die Demokratie leisten? Anne Lena Mösken ist seit Sommer 2022 stellvertretende Chefredakteurin der Freien Presse in Chemnitz. Davor hat sie viele Jahre als Reporterin in der Lokalredaktionen der Berliner Zeitung gearbeitet, ehe sie als Redakteurin ins Wochenendmagazin wechselte. Zuletzt war sie dort Reporterin im Dossier. Ihre Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Newcomerpreis der Otto-Brenner-Stiftung und mit dem Theodor-Wolff-Preis. Im Sommer 2021 war sie als Arthur-F.-Burns-Fellow Gastredakteurin bei The Verge in San Francisco.

[2

Was brauchen Teams und Redaktionen – speziell im Lokaljournalismus – um datengetriebene, investigative Recherchen umzusetzen? Wie kann Technologie sie dabei unterstützen und wie können wir diese Technologie zugänglicher und bezahlbarer machen? Antworten gibt Simon Wörpel, der mit Förderung des MIZ Babelsberg aktuell das Projekt „Secure Research Hub“ umsetzt. Er hat bereits zahlreiche große, investigative Datenprojekte umgesetzt und arbeitete bis 2019 als Datenjournalist für das gemeinnützige Recherchezentrum CORRECTIV.

[3

Mit der Entwicklung und Implementierung von KI-Tools wie „NewsHub“, „BotCast“ und „ClipSense“ sorgt der Duisburger TV-Sender STUDIO 47 dafür, seine Redaktion zu entlasten und mehr Raum für wertschöpfende journalistische Arbeit zu schaffen. Bei einem sorgfältigen, transparenten und verantwortungsvollen Einsatz wird so nicht nur die publizistische Qualität gesteigert, sondern auch eine entscheidende Ressource geschaffen, um lokalen und regionalen Journalismus zukunftsfähig zu machen – und ihn als „Basislager der Demokratie“ zu stärken. Sascha Devigne ist Chefredakteur von STUDIO 47, dem einzigen privaten regionalen TV-Sender in NRW. Nach seinem Studium der Anglistik und Germanistik war er unter anderem für die Rheinische Post tätig und volontierte beim Deutschen Ärzte Verlag. Devigne ist Absolvent der Akademie für Publizistik in Hamburg und der London School of Journalism.

[4

Die Herausforderungen der Medienbranche sind vielfältig, und nicht alle können allein mit Technologie gelöst werden. Deshalb hat das Media Lab Bayern das Future of News Fellowship ins Leben gerufen. Bianca Kriel stellt als Fellow des Förderprogramms ihr Projekt vor, in dem sie untersucht, wie News Avoidance und Konsum konstruktiver Nachrichten zusammenhängen, wie mehr Menschen für konstruktive Nachrichten-Newsletter gewonnen und wie Nutzende dabei einbezogen werden können.

[5

Ein Heimatsender im besten Sinne mit einem Programm für alle in Berlin und Brandenburg. Kleiner, regionaler, digitaler und fest verwurzelt in der Region, weltoffen und unentbehrlich für die Demokratie – so stellt sich Ulrike Demmer die Zukunft des Rundfunk Berlin-Brandenburg vor. Auf der re:publica beantwortet sie eure Fragen: Ob zu ihren Plänen, zum Drahtseilakt zwischen linearem Erfolg oder der Anforderung, nonlinear auszubauen. Dazu, was öffentlich-rechtlichen Journalismus auf allen Ausspielwegen ausmachen sollte und dazu, was ein Heimatsender denn eigentlich sein soll – und zu allem, was euch sonst noch so einfällt. Ask her anything!

[6

Die öffentliche Aufmerksamkeit steckt im Angesicht der aktuellen Gegenwartskrisen – Artensterben, Klimawandel, Pandemien, der Aufstieg des Populismus – in der falschen Zeitsphäre fest, so die zentrale These. Wir reagieren im Modus der Kurzfristigkeit auf Gefahren, die den Modus der Langfristigkeit erfordern. Eben dieses paradoxe Phänomen – je dramatischer die Langzeitbedrohungen, desto hektischer, getriebener, populistischer und zukunftsvergessener scheinen die medialen Debatten – nennt der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen Aufmerksamkeitscrash. Und schildert anschaulich aktivistische Interventionen, Technologie- und Kunstprojekte (z. B. The Clock of the Long Now) und konkrete Utopien (z. B. die Vision eines planetarischen Journalismus), die kürzer werdende Aufmerksamkeitsspanne und die allgemeine Atemlosigkeit inmitten von hektisch zuckenden Nachrichtenzyklen aufzubrechen, also den Kult der Kurzfristigkeit durch andere, konträre Anreize zu kontern, die das Denken in Richtung sehr viel längerer Zeiträume ausrichten

Workshop 1 16:15 – 17:15
Oskar Vitlif Tool Time [[

Künstliche Intelligenz, vor allem generative KI, bekommt momentan viel öffentliche Aufmerksamkeit. Die Technologie hat das Potenzial, unseren Alltag zu verändern. Auch im Journalismus findet KI schon Anwendung. Auf dem Markt gibt es aber auch viele Tools, die eher ein Marketing-Gag sind.

Journalist Oskar Vitlif sucht für seinen KI-Newsletter OSKAR.TOOLS jede Woche nach neuen KI-Anwendungen. Er weiß, welche Tools tatsächlich eine Lösung für den Arbeitsalltag sind und welche überhaupt nicht funktionieren.

In diesem Workshop schauen wir uns verschiedene Einsatzszenarien der Technologie an und bewerten, wie sinnvoll der Einsatz von KI-Tools konkret sein kann. Ihr lernt verschiedene Tools kennen, probiert sie gemeinsam aus und bekommt Tipps, wie sie diese in der journalistischen Praxis nutzen können.

Um am Workshop teilzunehmen, brauchst du einen eigenen Laptop und Accounts bei OpenAI, Microsoft, Google und Perplexity.

[7

Du wolltest immer schon ein Video über schlafende Schwarze Löcher, E-Fuels oder die Krise der Kosmologie drehen – und Harald Lesch soll moderieren? Dann bist du hier genau richtig! [...] Wir zeigen, wie du Themen findest, ein Konzept schreibst und Harald davon überzeugst, dass K-Zwerge wirklich der "heiße Scheiß" beim Exoplanetensuchen sind. Kurz: Hier erfährst du, wie "Terra X Lesch & Co" funktioniert! Kanalverantwortliche, Autoren und Hosts nehmen euch mit: "behind the scenes" des ZDF-YouTube Kanals.


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