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BP: Apple->AI->?
Mittwoch 1. April 2026, von
Die Digitalisierung, befreit vom Home-PC, wird mobil, "sozial" - und "befreit" seine NutzerInnen?
Dazu eignen sich diese Schritte mit Rückblicken, aktuellen Ansagen und dem ABC der Zukunft, hier noch mit einem "?" und einem "!" passend verortet:
APPLE
Dazu auch an dieser Stelle bis zum 26. März 2028 an dieser Stelle abrufbar die dreiteilige ARD-SWR-Produktion:
Die Apple-Story – Eine Vision verführt die Welt
Vor 50 Jahren wurde Apple gegründet – die dreiteilige Doku erzählt Apples Weg von der Gegenkultur zum Weltkonzern. Und den atemberaubenden Aufstieg des eigensinnigen Visionärs Steve Jobs, der seinen Traum trotz erbitterter Konkurrenz, seines zerstörerischen Perfektionismus und sogar der Verbannung aus dem eigenen Unternehmen nie aufgab. Interviews mit Wegbegleiter*innen zeigen, dass auch deutsches Know-how in Apple steckt: Designer Hartmut Esslinger aus dem Schwarzwald schafft Apples legendäres „Snow White“-Design und Typograph Erik Spiekermann entwickelt bahnbrechende Schriften. Aus den USA erzählen Daniel Kottke, ehemaliger Mitbewohner von Steve Jobs und einer der ersten Apple Mitarbeiter sowie Andy Cunningham, die insgesamt fünfmal von Jobs gefeuert wurde, vom Innenleben des legendären Teams. Der Film erzählt die Geschichte einer technologischen Revolution, die unsere digitale Gegenwart formte – mit all ihren Chancen aber auch Schattenseiten. Wurde aus dem Werkzeug der Befreiung ein Instrument der Kontrolle?
Folge 1: Der erste Biss
25.03.2026 ∙ Die Apple-Story – Eine Vision verführt die Welt
1976 bauen Steve Jobs und Steve Wozniak den ersten Apple-Computer. Der junge Jobs sieht darin ein Instrument der Befreiung, "ein Fahrrad für den Geist". In Deutschland reagieren die Menschen zu diesem Zeitpunkt noch skeptisch. Doch Apple versteht es, seine Vision in Gefühle zu übersetzen. Im legendären Werbespot von 1984 positioniert Apple sich als Rebell gegen das Establishment.
Folge 2: Der Fall
25.03.2026 ∙ Die Apple-Story – Eine Vision verführt die Welt
1984 stellt Steve Jobs mit dem Macintosh einen neuen Personal Computer der Welt vor - doch der Erfolg bleibt aus, und Jobs muss 1985 das Unternehmen verlassen. Mit NeXT entwickelt er einen legendären, aber nicht massentauglichen Computer. Doch der Kauf von Pixar zahlt sich für ihn aus. Apple ist inzwischen kurz vor dem Ende - Jobs soll das Unternehmen retten, aber er will nicht zurückkommen.
Folge 3: Das Comeback
25.03.2026 ∙ Die Apple-Story – Eine Vision verführt die Welt
Steve Jobs kehrt 1997 doch zu Apple zurück - und holt sich finanzielle Unterstützung ausgerechnet von Bill Gates. Der iMac wird ein Erfolg, und mit dem iPod stellt Apple die Musikindustrie auf den Kopf. 2007 stellt Jobs mit dem iPhone ein Gerät vor, das unseren Alltag fundamental verändert, und das auch Schattenseiten mit sich bringt. Als Steve Jobs 2011 stirbt, hinterlässt er einen Weltkonzern.
AI
Um ein Riesenthema in diesem kleinen Zitat im Bildverweis zur zweiten Staffel auf den Punkt zu bringen, lesen wir:
?
Um aber in die Zunkunft jenseits der Digitalisierung Ausschau halten zu können, müssen wir weiter zurückgehen in die Geschichte, auch am Beispiel des Apple-Themas. Dazu zunächst das hier:
The Apple II Age
April 1, 2026
In The Apple II Age, historian Laine Nooney tells the story of the computer that helped launch Apple, and reshape personal computing. Introduced in 1977, the Apple II became a cultural phenomenon not just because of its hardware, but because of the vibrant software ecosystem that grew around it, from classroom staples like The Print Shop to early games and creative tools that defined a generation’s first encounters with computers. Historian Finn Brunton speaks with Nooney about how the Apple II helped create the culture of personal computing and the broader historical impact of this influential machine.
Laine Nooney: The Apple II. Released in 19 77, 7 years before the Macintosh, the Apple II would become one of the most iconic personal computing systems in the United States.
Defining the cutting edge of what you could do with a computer of one’s own like the founding of Apple Computer Company in 1976. The development of the Apple II is often presented as a collaboration between Steve Jobs and his lesser known partner, Steve Wozniak. In truth, the product was almost entirely a feat of wozniak’s prodigious talent in electrical engineering.
[...]
The history of personal computings is as much social, geographic, cultural, and financial as it is technical or driven by human genius. It’s a story of hardware and software, children and investment bankers, hardcore hobbyists, enthusiastic, know nothings and resistant workers. The letter of the law and the spirit of the code.
[...]
We’ve been told over and over again in countless forms by myriad voices, that personal computing was from the moment of its invention, instantly recognized as a revolutionary technology and eagerly taken up by an American public. This is not true. The 1970s and eighties were not a period of mass consumer adoption in consumer households.
[...]
Software is an essential part of this story because it is through software that the hypothetical use case of the computer materialized. Through software consumers began to imagine themselves and their lives as available to enhancement through computing.
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Strange to me that we always wanna instrumentalize history to be useful to the present and that we have very little like language or affinity or like ability to relate to it on its own terms.
[...]
That’s my wild historical method. The question of what I’ve learned about the future is that like, you know, I was writing big chunks of this book at the same time, like the Metaverse was popping off. It felt very similar in some ways in that I think we could make an easy argument that sort of the engines of late capitalism really fire up in the late seventies, early eighties, and you do see this ravenous investment discourse that kind of shapes around computing and about its inevitability, about the fact that it’s going to save us about all of these magical things it’s going to do.
[...]
And why do our histories so often feel the same? Right? What is the repetition compulsion that we’re sort of stuck in when it comes to the history of computing? And I say at the very end that the book is, it’s intended to make you uncomfortable, and it’s intended to give you a history of computing that does not suit or fit our idea of the way that history is supposed to make us feel.
[...]
And so I’ve been teaching history of computing to, you know, 18, 19, 20 year olds for quite a while now, and there is a real. Public literacy problem with what young people understand computers are. They do not understand how they actually work. They don’t understand what they do. They don’t, they don’t even understand how they function at a basic technological level, differences between hardware and software.And they don’t understand where they come from.
[...]
!
Das in diesem Zitat geäusserte Unverständnis darüber, worum es sich bei einem Computer eigentlich handelt, zeigt deutlich, dass die Entwicklung, die bisher immer von der Frage nach der Digitalisierung geprägt war, in der aktuellen Wahrnehmung als solche schon gar nicht mehr dem technischen Rechen-Apparat gilt, das dieser als solcher gar nicht mehr wahrgenommen wird.
Und damit erst recht nicht mehr als solcher zur Kenntnis genommen wird, sondern als selbstverständlich genutzt und vernutzt, als Teil der aktuellen Existenz. Aus der Digitalisierung ist das Digitale geworden, aus einer Entwicklung ist ein Zustand hergestellt worden. Aus einer dynamischen Entwicklung hat sich ein zunehmend statischer Zustand herauskristallisiert. Sich noch einstellenden Entwicklungen werden eher als eine Störung denn als eine Bereicherung empfunden, der Zwang, an ihnen teilhaben zu müssen, wirkt zunehmend dominierender als der Wunsch, sie haben zu wollen.
Vielleicht kann man sogar sagen, dass die Suche nach neuen Horizonten nicht mehr von den Versprechen der virtualisierten Potenziale erfüllt werden kann. Das Digitale de-generiert immer weiter zu einem Erfüllungsgehilfen, aber nicht mehr zu einem Geburtshelfer, der - oder die (sic!) - aus sich selbst heraus etwas Neues zuwege bringt.
Um es mit dieser überspitzten Formulierung auf den Punkt zu bringen, ist selbst die sogenannte künstliche Intelligenz nichts mehr als die hochpotenzierte Verdichtung und Ökonomisierung des bis heute Eingeübten. Und könnte sich in Zukunft sogar als ein Hemmschuh, anstatt als ein Beschleuniger neuer Prozesse erweisen.
Der Zuwachs an Beschleunigung und Effizienz, den man sich durch den Einsatz dieser Methoden verspricht, mag zwar als eine sogenannte neue Qualität empfunden, gepriesen und vielleicht als solche auch nachgewiesen werden. Aber je intensiver sich dieser Prozess etablieren wird, desto schwieriger wird es werden, sich dieser Art dieses neuen elektronischen Establishments zu widersetzen, ihm zu widersprechen, ihm andere Werte entgegenzuhalten.
Gilt diese Annahme, wird es umso schwieriger sein, in diesem Buch genau nach ebendiesen anderen Werten zu fragen und sie in das Scheinwerferlicht des öffentlichen Interesses zu rücken.
Aber nach den bisherigen Erfahrungen des Ringens um sein Zustandekommen, stellt sich immer mehr heraus, das gerade jene an diesem Punkt mitzudenken bereit sind, für die das Thema der Digitalisierung längst ’Schnee von gestern’, sondern das Digitale ’nur’ noch ein simpler Existenzzustand ist, auf dem und über den hinaus sich neue Perspektiven entfalten könnten und sollten.
Neun Tage nach der Freigabe dieses Artikels erschienen am 09.04.2026
– um 16:43 Uhr auf Netzpolitik.org von
Timur Vorkul: Widerstand gegen Big Tech: „KI wollen wir in unserer befreiten Welt nicht haben“
KI sei verfänglich für faschistische Ideologien und gehe mit autoritären Machtzentren einher. Große Plattformen wie ImmobilienScout24 und Doctolib machen Profit mit Grundbedürfnissen der Menschen. Zwei Aktivist*innen schlagen im Interview konkrete Schritte hin zu einer demokratischen digitalen Teilhabe vor.
– um 18:40 Uhr im "Hintergrund" im Deutschlandfunk der Beitrag von Niklas Ottersbach und Nadine Lindner:
Radikaler Umbau
Die AfD und ihre Regierungspläne für Sachsen-Anhalt
Der AfD-Programmentwurf für die kommenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt skizziert einen radikalen politischen Umbruch in allen Gesellschaftsbereichen. Unter anderem sollen geförderte Vereine ein patriotisches Bekenntnis ablegen.
In diesem Beitrag hören wir im O-Ton, mit welcher Verve - mit Bert Brecht als Referenz (sic!) - sich AfD-Funktionäre für den Einsatz von KI "statt kulturfremder Fachkräfte" stark machen: