BP: Books are a technology of Ghosts

VON Dr. Wolf SiegertZUM Montag Letzte Bearbeitung: 6. Januar 2026 um 23h24minzum Post-Scriptum

 

In der ersten Woche dieser Book Preview Haben wir uns zunächst ausschließlich mit technischen Fragen der Text Produktion auseinandersetzen müssen, die nach wie vor nicht abgeschlossen sind, aber hier zurückgestellt werden, da es schließlich um die Herstellung der Texte geht und nicht nur darum, unter welchen Rahmenbedingungen diese zu erfolgen hat

Zum Einstieg daher der Verweis auf einen bereits verfassten Beitrag, in dem es um die zukünftige Rolle und Bedeutung der Wissenschaft im Allgemeinen geht und die Rolle des Buches im Besonderen.

Zur Einleitung lassen wir daher einen Honorarprofessor für Interdisziplinarität und Philosophie, Gert Scobel zu Wort kommen, der 2005 mit Erreichen des Rentenalters gezwungen war, seine Sendereihe auf 3sat beim ZDF einzustellen - nachdem der Sender auch schon ’seinen’ bis dahin sehr erfolgreichen YouTube-Kanal zum Jahresende 2024 eingestellt hatte.

In einem eigenen Beitrag vom September 2025 ist viel darüber nachzulesen [1]

Bücher als eine Zeitmaschine, die zu uns zu sprechen vermag. Das Lesen als ein Vorgang der intrinsischen Kommunikation. Der Wert der Worte als Träger von Wahrheiten, die sich erst beim Lesen entschlüsseln können – oder, sagen wir lieber, entschlüsseln könnten. Eine Herausforderung und eine Verpflichtung zugleich, da auch immer mehr Texte in solchen Büchern nicht nur mit Maschinen korrigiert und optimiert werden, sondern selbst von Maschinen entworfen und dem Publikum als wissenschaftlich kongeniale Wahrheit angeboten werden.

Wie virulent dieses Thema ist, unterstreicht ein Beitrag von Arndt Reuning aus der Redaktion "Kultur und Wissenschaft" am 6. August 2025, ab 08:37 Uhr, in den Informationen am Morgen des Deutschlandfunks, angekündigt mit dem Titel:

Wissenschaftsbetrug hat industrielle Ausmaße angenommen:

Kultur und Wissenschaft: Wissenschaftsbetrug hat industrielle Ausmaße angenommen

Wie schon an anderer Stelle gesagt: In dem ersten Entwurf einer Einleitung für ein eigenes, in einem Wissenschaftsverlag erscheinendes neues Buch hätte man sich noch vor zwei Jahren an diesem Thema vorbeischleichen können. Heute ist auch dieses Thema nicht mehr auszuklammern. Mehr noch, neben dem Anspruch auf wissenschaftliche Korrektheit und die Erfüllung ethischer Grundsätze wird - beim Schreiben ebenso wie bei der Vermittlung - noch ein anderes Kriterium immer mehr in den Vordergrund rücken, das der Authentizität.

Von daher ist es von Bedeutung, festzuhalten, dass die hier in diesem nachfolgend Stück für Stück vorgestellten Zeilen die Texte ausschließlich von einem Menschen verfasst und in dieser Umgebung zur Kenntnis gebracht wurden.

Über die Stufen der Genese dieses Buches ist in dem nächsten Abschnitt, den wir Hop Step Jump nennen, mehr zu erfahren.

P.S.

Um den für einen öffentlich-rechlichen Sender alles andere als lobenswerten Umstand endgültig seiner eigenen Vergreisung zuzuführen, hilft nur noch Galgenhumor, wie dieser hier:

Anmerkungen

[1

In einem Beitrag im September 2025 wurde in dacapo: Scobel bei Küppersbusch-TV auf die letzte SCOBEL Sendung auf 3sat vom 12. Juni 2025 aufmerksam gemacht, in der das Thema: Wissenschaft in der Vertrauenskrise behandelt wurde.]

]. hier konzentrieren wir uns auf den letzten Abschnitt dieses Beitrags mit Bezug auf den 27. Dezember 2024:

Bemerkenswert - und auch für Genese und Vertrieb des eigenen Buches von Bedeutung – ist das Thema der letzten SCOBEL Sendung auf 3sat vom 12. Juni 2025:

Wissenschaft in der Vertrauenskrise

Wissenschaft bringt Fortschritt und Orientierung. Solange sie beschreibt, was ist. Doch Fälschungen und KI-generierte Fake-Wissenschaft bringen den Elfenbeinturm des Wissens ins Wanken.

Wissenschaftliche Redlichkeit und die Grundsätze guter wissenschaftlicher Praxis sind die Vertrauensgrundlage der modernen Wissenschaft. Doch nicht alle halten sich daran. Betrug und Fälschungen gibt es zunehmend auch an Hochschulen und Forschungsinstituten.

Fälschungen kinderleicht

Doch was kommt auf uns zu, wenn nun künstliche Intelligenz in den Wissenschaftsbetrieb Einzug hält? Sogenannte Paper Mills - Papiermühlen - publizieren schon heute jährlich Hunderttausende gefälschte wissenschaftliche Studien und Artikel. Diese verschmutzen nicht nur das globale Wissen, sondern unterminieren auch das Vertrauen in die Wissenschaft. Eine Studie mit KI zu fälschen, ist inzwischen kinderleicht.

Das seit der Coronazeit gestiegene Vertrauen in die Wissenschaft könnte auch schnell wieder verspielt werden. Es sei denn, der Wissenschaftsbetrieb passt sich den neuen Entwicklungen an und setzt in Zukunft beim Publikationswesen statt auf Masse wieder mehr auf Klasse. Darüber diskutiert Gert Scobel diesmal mit seinen Gästen.

Alena Buyx ist Professorin für Ethik der Medizin und Gesundheitstechnologien an der TU München. Ihre Forschung umfasst biomedizinische und öffentliche Gesundheitsethik und Fragen der Solidarität und Gerechtigkeit. 2020 bis April 2024 war sie Vorsitzende des Deutschen Ethikrats.

Carsten Könneker ist Wissenschaftsjournalist und Redaktionsleiter bei "Spektrum der Wissenschaft". Von 2012 bis 2018 war er Professor für Wissenschaftskommunikation und Wissenschaftsforschung am Karlsruher Institut für Technologie. Er ist Gründungsdirektor des Nationalen Instituts für Wissenschaftskommunikation.

Bernhard Sabel leitete bis September 2023 das Institut für Medizinische Psychologie an der Medizinischen Fakultät der Universität Magdeburg. Der Psychologe beschäftigt sich mit dem Phänomen des Wissenschaftsbetrugs durch Fake-Publikationen.

[[Diese Sendung soll es angeblich noch bis zum "12.06.2030" in der ZDF-Mediathek zu sehen und zu hören geben. Also lange genug, um sich den hier aufgeworfenen Fragen und Herausforderungen, auch an die Wissens­schafts­welt und ihre Publikationsrituale, zu stellen.


5734 Zeichen