"The Daily" follows "DaybyDay"

VON Dr. Wolf SiegertZUM Mittwoch Letzte Bearbeitung: 16. Januar 2015 um 13 Uhr 22 Minuten

 

Jetzt ist es soweit: Nach dem Start dieser Publikation "DaybyDay" zu Beginn des Jahre 2004 wird es nun eine voll elektronische "richtige" Zeitung für die reine digitale Nutzung in englischer Sprache geben: zum Preis von 99 US-Cent pro Woche bzw. 39,99 US-Dollar pro Jahr.

Rupert Murdoch, Chairman and controlling shareholder of News Corporation und Eddy Cue Apple vice president [1] präsentierten zu Beginn der Woche das neue Produkt auf der Bühne des Solomon R. Guggenheim Museums.

Die hier gesetzten Links stehen im Zusammenhang mit einem Artikel von JEREMY W. PETERS und BRIAN STELTER, der - nach wie vor kostenfrei - unter der Überschrift News Corporation Introduces The Daily, a Digital-Only Newspaper abgerufen werden kann.

Natürlich berichten auch alle grossen deutschsprachigen Zeitungen wie die Süddeutsche und die FAZ aber auch Spiegel-Online über dieses Thema.

Wie Jordan Mejias für die FAZ aus New York in seinem letzten Absatz schreibt:

Aber trotz laufender Aktualisierungen soll ein Produkt angeboten werden, dass zumindest einen Tag lang einigermaßen von Bestand ist. Ein Hauch von Halt soll den User doch umwehen. Als supertrendiger Digitaltransporteur trägt „The Daily“ ja auch einen geradezu rührend altmodischen Namen. Mit vollem Bedacht hat „Die Tägliche“ sich nicht „Die Stündliche“ oder gar „Die Minütliche“ genannt. [2]

Follow-up

Staci D. Kramer berichtet am 23. Februar 2011 auf paidContent.org:
Clayman: The Daily’s Free Trial Run Will Continue

Peter Kafka berichtet am 23. Februar 2011 auf All Things Digital. in seinem Media Memo:
The Daily’s Apple-Only Days Are Numbered: Android Coming This Spring

Und der VDZ berichtet in einer Aussendung vom 24. Februar 2011 von einer Studie zum Thema Zahlungsbereitschaft für digitale Inhalte.

Laut der Studie „Digital Journalism Study 2010“, an der 774 Journalisten aus 21 Ländern teilnahmen, nimmt die Relevanz für Geschäftsmodelle mit Bezahlinhalten stark zu: Fast drei Viertel aller Journalisten gibt an, dass ihr Verlag neue Erlösmodelle untersucht oder bereits einsetzt, wie beispielsweise Apps (22 Prozent). 16 Prozent beschäftigen sich bereits mit vergleichbaren Umsetzungen für Tablets und E-Book-Reader. Weitere 25 Prozent denken über das Angebot kostenpflichtiger Web-Inhalte per Abonnement nach.

Die weiteren Aussagen sind allerdings noch hypothetischer: Die sogenannte W3B-Studie käme zu dem Ergebnis, dass die meisten Leser (36 Prozent) das Abonnement präferieren würden, dass fast jeder vierte Leser von Online-Zeitungen und -Zeitschriften bereit wäre „bei angemessenen Preisen“ auch zu zahlen. Und dass im Vergleich zu älteren Untersuchungen die Zahl der "Zahlungsverweigerer" immer weiter zurückgehe. [3]