Himmelfahrts-Kommando nach 1929 & 2009

VON Dr. Wolf SiegertZUM Donnerstag Letzte Bearbeitung: 16. Januar 2015 um 01 Uhr 03 Minuten

 

I.

Wenn wir in die Medien schauen, schauen wir in das virtuelle Abbild eines Abgrundes, den wir faktisch überhaupt nicht erfassen können.

Die Refinanzierung der Banken durch öffentliche Gelder ist gerade erst abgeschlossen, da werden neue Summen aufgerufen, die uns schwindlig werden lassen.

Wurde uns noch vor wenigen Jahren erzählt, dass die staatlichen Institutionen bis zum Übermass verschuldet seien, sind die VertreterInnen eben dieser gleichen Institutionen heute bereit, Kapitalmengen als Bürgschaft, Kredit oder investive Mittel bereitzustellen die in ihrer Höhe alles überschreiten, was wir je hätten annehmen können.

II.

Vor wenigen Monaten waren die systemrelevanten privaten Institutionen noch Gegenstand hoher Förderung aus öffentlich rechtlichen Mitteln.

Und schon kurz danach haben Ratingagenturen die Rolle staatlicher Kontrolle und Bewertungen übernommen, werden die privaten Finanz-Häuser zu den potenziellen Totengräbern ganzer Volkswirtschaften.

Wer hat die Macht in der Welt? Die Finanzmärkte oder die Regierungen?

Die Politik hat nicht die "Chance", jenseits der Moral zu agieren. Wenn sie es dennoch tun würden, die Zeit nach 1929 in Deutschland hat es gezeigt, ist sie in der Lage die Bedrohungen aus dem Finanzsektor einzuschränken, die Allianz Schacht - Hitler hat funktioniert. Der Aufbau einer Kriegsindustrie war DIE Rettung aus dem ökonomischen Desaster jener Jahre.

III.

Das muss man sich vor Augen halten, um zu erkennen, dass offensichtlich die aktuell wirkenden politischen Eliten immer noch nicht die Tragweite der Probleme verstanden, die sie zu bewältigen hätten.

"Davos" hat da trotz aller Bemühungen bislang ebenso wenig bewirken können wie das Bestreben, mit den neuen Breitbandnetzen die Datenautobahnen von Morgen zu bauen.

Wenn es keine Wunder gäbe, wie es sich damals durch die Kriegsindustrie abgezeichnet hat, um heute ebenfalls eine hohe Investitionsbereitschaft auszulösen, wird es viele viele Jahr dauern, um aus diesem tiefen Tal der Verschuldung und des Defizitmanagement wieder herauszukommen.

Die Antizipation von Zukunft hat ebenso versagt wie die Aufforderung, aus der Geschichte lernen zu sollen. Und jetzt ad hock über Geschichte und Zukunft zu reden ist nur eine schwacher verbaler Reflex auf die Unfähigkeit, Erfahrungen in Handlungen umzusetzen, obwohl diese nur als wissenschaftliche Erkenntnis vorliegen und nicht eine bittere Pille, die wir in Wirklichkeit längst haben schlucken müssen.

IV.

Wer wird als Garant für eine solche Herausführung aus eben dieser selbst verschuldeten Unfähigkeit auftreten? Jetzt, wo sich zeigt, dass selbst ein Hoffnungsträger wie der aktuell im Amt befindliche US-amerikanische Präsident nicht darüber hinwegsehen lassen kann, dass Vieles von der aktuellen negativen Dynamik in den USA ihren Ausgang genommen hat.

Für ein solches Himmelfahrtskommando eigenen sich nicht einmal der wichtigste Politiker noch der wichtigste Banker der Welt - wenngleich auch Barack Hussein Obama wie ein Berserker auf die Banker losgeht und ein George Soros diese Entwicklung schon vor einem Jahrzehnt glaubte vorhersehen zu können

Werden wir also auf ein "blaues Wunder" warten müssen?

WS.


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