"tm" to end 1984: "flash dungeon"

VON Dr. Wolf SiegertZUM Sonntag Letzte Bearbeitung: 20. Februar 2018 um 20 Uhr 15 Minutenzum Post-Scriptum

 

Zumeist werden an Sonntagen an dieser Stelle nur Bilder gezeigt. Dieses Versprechen wird auch an diesem Sonntag erfüllt: Mit einem einzigen Handyfoto von der Bühne der Aufführung "Plague". [2]

Diese Aufführungen vom Freitag und Samstag dieser Woche gaben Anlass für eine Vielzahl von Reaktionen, die hier in der Gestalt von Stimmen festgehalten wurden. Von Menschen, die am Samstag, den 3. Februar 2018, diese zweite Aufführung im grossen Saal des Hauses der Kulturen der Welt erlebt haben und bereit waren, im Anschluss an die Aufführung von ihren Eindrücken zu berichten. Alle Antworten, bis auf die in der zuletzt eingestellten Aufzeichnung, wurden in Englisch gegeben.

Es folgt ein Interview, ebenfalls in englischer Sprache, mit dem künstlerischen Leiter dieses Festivals: Dr. Kristoffer Gansing. Das mit einem Gespräch über diese Aufführung seinen Ausgang nimmt und dann einen grösseren Rückblick sowie Ausblick auf dieses Festivals erlaubt:

Abschliessend hier noch ein längerer Auszug aus einem Gespräch mit einer Teilnehmerin aus Taiwan, die im Anschluss an die hier besprochene Aufführung die geringe Beachtung der Entwicklungen in Asien bemängelt.
Sie geht am Ende des Gesprächs so weit zu sagen, dass es heute nicht mehr nur an den Chinesen sei, die Vorlagen und Vorgaben aus den westlichen Kulturen zu kopieren, sondern dass der Zeitpunkt gekommen wäre, dass man im Westen beginnen sollte, auch die in China inzwischen dominierenden Entwicklungen zu kopieren:

P.S.

Zitate vom Abschlusspanel: "Confronting Social Cybernetics" [3]:

"Ich bin noch nie zum Preis von 80 Euro so wenig gehört und so viel allein gelassen worden, wie auf diesem Festival."

"Das hier ist eine Veranstaltung von und für weisse Intellektuelle, die sich gegenseitig zu ihren Werken gratulieren."

"Is there a linguistic discrimination for those who do not know how to speak English that well?"

Kristoffer Gansing: "We should forget McLuhan." "Why am I here?"

Die Welt: "Auf der transmediale gewesen, einen Alptraum gehabt."

"Thank you transmediale for discomforting ’Die WELT’".

"This is a sub-cultural counter-event"

"Where is the art. Perhaps it is dead?"

"Transmediale should be a discomforting place"

"Diese Diskussionsformate mit den Panels sind Kommunikationsmuster, die wir aus den alten Zeiten noch bislang hinübergerettet haben."

"English is an imperial language - but we still like it to talk to each other."

Anmerkungen

[1Diese Abschlussveranstaltung untersucht, ob unser Verständnis von vernetzten Medien noch von materialistischen Analysen der Medientheorie profitieren kann. Zu diesem Zweck wendet sie Erkenntnisse von Größen wie Harold Innis und Marshall McLuhan auf die Ökologien heutiger sozialer Kybernetik an. Ziel der Diskussion ist, die Analyse der diesjährigen Festivalthemen aufzufrischen: Wie kann der gegenwärtigen Krise von Institutionen und Demokratie sowie dem wiederkehrenden Rechtsextremismus und der Unterdrückung sozialer Bewegungen begegnet werden? Wessen Agenda wird zum Paradigma, und was sind die Potenziale und Grenzen der vernetzten Computerberechnung?

[2Auf der Presse-Seite der transmediale finden sich eine ganze Reihe weiterer und weit besserer Fotos von dieser Aufführung. Das Ziel hier war es eher, ein Art von dokumentarischer Einsicht zu ermöglichen, die vom Zuschauerraum aus gewährt wurde - falls nicht gerade die Stroposkop-Licht-Kanonen auf beiden Seiten der Bühne diese Einsicht auf intensive Weise torpedierten.
© "Plague"-Artwork by Nate Boyce
Als einziges Bild aus dieser Reihe hier eine Aufsicht auf einen Moment jenes Video-Teils, in dem Nate Boyce optisch umsetzt, was von dem Protagonisten auf der Bühne gesagt wird, als er von einem "flash dungeon" spricht - hier ein kurzer Auszug aus dem Monolog des untoten Steve Jobs:

Und - interessant allemal - dass Reverse-Image-Search-Engines wie "TinEye" dieses Bild auch anhand seiner mehr als 25 Milliarden Bildvorlagen nicht wiedererkennt. Auch in der Google-Bilder-Suche führt weder die iconografische Abbildungskopie noch der Eintrag "dutch portrait jung man" zu einem Ergebns (sic! WS.):
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[3Diese Abschlussveranstaltung untersucht, ob unser Verständnis von vernetzten Medien noch von materialistischen Analysen der Medientheorie profitieren kann. Zu diesem Zweck wendet sie Erkenntnisse von Größen wie Harold Innis und Marshall McLuhan auf die Ökologien heutiger sozialer Kybernetik an. Ziel der Diskussion ist, die Analyse der diesjährigen Festivalthemen aufzufrischen: Wie kann der gegenwärtigen Krise von Institutionen und Demokratie sowie dem wiederkehrenden Rechtsextremismus und der Unterdrückung sozialer Bewegungen begegnet werden? Wessen Agenda wird zum Paradigma, und was sind die Potenziale und Grenzen der vernetzten Computerberechnung?


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