Abschied von der ZERO Moto

VON Dr. Wolf SiegertZUM Donnerstag Letzte Bearbeitung: 13. Januar 2018 um 12 Uhr 02 Minuten

 

Bekanntlich soll(te) man immer aufhören, wenn es am Schönsten ist: Also wird die im Dezember bereitgestellte ZERO Moto Maschine wieder aus der Hand gegeben. Übergeben an Remo Klawitter von StadtRad, Prenzlauer Berg in Berlin [1].

Hier noch einmal in der Zusammenfassung die bislang zu diesem Thema erschienen Texte, samt einem Folgebeitrag für die nächste Woche:

vom 07. Dezember: "Zum Nikolaus ein ZERO Moto"
vom 14. Dezember: ZERO Moto Einführungs-Videos
vom 21. Dezember: ZERO Moto: Erste Fahrtberichte
vom 28. Dezember: ZERO Moto: Anstatt Festtagsfahrten
vom 04. Januar: ZERO Moto: Neue Erfahrungen
...
vom 18. Januar: Keine Förderung für ZERO Moto?

Was in diesen Berichten nicht oder zu kurz vorkommt, das sind die Beschreibungen der in dieser Maschine zum Einsatz gekommenen Technik und eine Reihe von Verbesserungs- / Veränderungs-Vorschlägen [2] und das sind die Tests im Rahmen von eher extremen Fahrsituationen. Auch ist die Maschine nicht zum grossen Schaulaufen an einem der dafür bekannten Treffpunkte vorgeführt worden, wie etwas der Spinnerbrücke.

Was stattdessen geleistet wurde ist das schlichte und bescheidene Fahren eines ultimativen Gefährts, das im Verlauf dieser letzten Woche in verschiedenen Begegnungen und Gesprächen immer wieder als ein "Tesla auf zwei Rädern" beschrieben wurde.

Was Anlass gab, dieses Foto in der Nähe vom Bahnhof Spandau zu machen:
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Zum guten Schluss daher an dieser Stelle noch ein ganz besonderer Fahrt-Bericht vom Dienstag, den 11. Jänner 2018, gegen 17:30 Uhr, auf dem Kaiserdamm in der Nähe des Theodor-Heuss-Platzes in Berlin-Charlottenburg.

Gleich nach dem Verlassen des Platzes und kurz nach dem Einbiegen in den Kaiserdamm wird mit der roten Keller gewinkt und der Testfahrer damit eindeutig dazu aufgefordert, rechts auf die Parkspur zu fahren und die Maschine dort anzuhalten.

Dort hat sich hinter einem grossen Polizeiwagen eine Vielzahl von Beamten eingefunden, deren Ziel es ist, aus dem vorbeifahrenden Strom von Kraftfahrzeugen immer wieder einzelne Kandidaten herauszufischen und einer Überprüfung zu unterziehen.

Wie auch in diesem Fall: Papiere? Fahrzeugschein und Führerschein bitte!

Nachdem zunächst die Maschine geparkt, und schliesslich auch der Rucksack geöffnet worden war um alles zusammenzusuchen, hatte sich nunmehr der ganzer Pulk von PolizistInnen und Polizisten eingefunden - während der Chef der Truppe schon sehr schnell ein Gespräch begonnen hatte, das über die rein formale Prüfung des Gerätes und der Papiere alsbald hinaus zielte.

Ja, er würde Motorräder aus der ZERO-Baureihe kennen, aber diese Maschine, die habe er ja noch nie gesehen. Und so wird dieser Dialog, beim Herausnesteln des Führerscheins aus der Geldbörse, fortgesetzt und in dieser Zeitspanne der Erlkönig aus dem neuen Jahrgang 2018 zur Besichtigung freigegeben.

[...]

Es wurde eine recht lange Prüfung. In deren Verlauf es nichts auszusetzen gab und die am Schluss mit der Übergabe eines Prospektes der 2017er Modelle ihren krönenden Abschluss fand.

"Weiterhin eine gute und sichere Fahrt", so die letzten Worte. Und dann hatten sich auch schon zwei der Kollegen daran gemacht, ein Zeichen zu geben, sobald die Ausfahrt aus der Standspur wieder möglich war, ohne dabei den laufenden Verkehr zu gefährden - und damit sich selber.

Anmerkungen

[1Hier das nach einem gemeinsamen Mittagessen von einer Passantin gemachten Handy-Foto von der Übergabe der technisch im einwandfreien Zustand aus der Hand gegebenen Zero DSR ZF 14.4
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[2So sollte zum Beispiel die Warnblinklicht-Funktion auch dann in Gang gesetzt werden können, wenn keine Zündung aktiviert ist und damit auch sogleich alle stromfressenden Lichter. Auch kann wohl schon jetzt ohne allzu grosses Risiko vorhergesagt werden, dass für die Modellreihe 2019 die Leuchtkörper von stromsparenden LED-Lampen ersetzt werden.


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