5-Stunden-Regel: Das Geheimnis der Erfolgreichen!

VON Dr. Wolf SiegertZUM Dienstag Letzte Bearbeitung: 10. Februar 2022 um 12 Uhr 20 Minutenzum Post-Scriptum

 

Jetzt macht Macron dort weiter, wo die ehemalige Deutsche Kanzlerin Merkel aufgehört hatte: mit Putin zu reden. Über fünf Stunden lang [1], nachdem es zuvor die beiden Aussenminister aus den USA und Moskau in Genf nicht länger als eine Stunde miteinander ausgehalten hatten, ein Fortschritt.

Ein Fortschritt? Dazu Stephan Laack und Deminan von Osten vom Westdeutschen Rundfunk aus Moskau:

Beide Seiten hatten vor dem Treffen vereinbart, sich Zeit zu nehmen. Putin und Macron redeten miteinander unter vier Augen. Mehr als fünf Stunden - [...] Der Ton zwischen beiden war freundschaftlich, Putins Wortwahl am Ende aber deutlich.

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Am Tag zuvor wurde in den 20-Uhr-Nachrichten der ARD-tagesschau dieses Bild - in einem weiteren Beitrag von Demian von Osten - gezeigt:

P.S.

Vielen Dank für die weiteren Hinweise auf diese Begegnung. Zuvörderst auf das Gespräch von Julius Stucke mit Michael Klemm im Studio 9 vom Deutschlandfunk Kultur vom 8. Februar 2022: „Das ist eine Männer-machen-Geschichte-Inszenierung“.

Macron am langen Tisch, Scholz vor Kaminfeuer: Die politische Inszenierung
Es gelten die Regeln des Urheberrechts Deutschlandradio Kultur/PRIMETIME (2022)

Auch Arno Frank ist in seiner SPIEGEL-Glosse vom 9. Februar 2022 (14:14 Uhr) auf das Thema eingegangen unter der Überschrift. "Macron an Putins Tisch. Die endlosen, beinahe sibirischen Weiten der politischen Unvereinbarkeit": Er schreibt:

Es ist der reine Tisch, auf dem »alle Optionen liegen«. Immerhin ohne Tischtuch, das zerschnitten werden könnte. [...] Der Tisch in der Politik, er taugt also wieder als Tableau für Träume wie für Tacheles.

und geht danach auch auf die Ein-Treffen von Putin in der VR-China und von Scholz in Washington DC ein.

Was aber in diesem Zusammenhang in keinerlei Kommentar zur Sprache kommt, ist der Umstand, dass in den USA der US-Präsident vom Boykott der Nord Stream 2-Pipeline spricht, nicht aber der Deutsche Bundeskanzler, der sich nach wie vor "alle Optionen offen" hält.

WS.