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Karfreitags-Film-Vorführungs-Verbote
Freitag 30. März 2018, von
Zu Beginn des Jahres 2016 hatte die PIRATENPARTEI die Liste all jener Filme veröffentlicht, die an sogenannten "stillen Feiertagen" nicht öffentlich gezeigt werden dürfen. Dazu gehören, neben dem Karfreitag, auch der Volkstrauertag und der Totensonntag.
Es sei denn, bei der FSK wird - gegen Gebühr - die Genehmigung der "Feiertagstauglichkeit" beantragt und von dieser erteilt [1].
Hier eine Alternative: Für diesen Abend ist die zweite ISM Hexadome: Live-Performance angesagt, die gemeinsam vom ISM, dem Institute for Sound & Music in Zusammenarbeit mit dem ZKM, dem Zentrum für Kunst und Medien, der Pfadfinderei, dem IRCAM und Norient vorbereitet wurde [2].
Heute, am 30. März 2018, wie gesagt, die zweite Aufführung einer Installation von Brian Eno, ab 18 Uhr.
Ein besonderer Hinweis gilt der Ankündigung eines Gesprächs, Artist Talk genannt, von Thomas Oberender mit Brian Eno [3] am Samstag, den 31. März 2018, ab 19:00 Uhr.
Obwohl auf der EnoShop-Seite behauptet wird, dass es von Brian Eno keinen Tweets gäbe, findet sich dann doch eine Seite die auf die Sentenz "More Dark Than Shark" zurückgeht. Und an diese Adresse wird nach dem Ende des auf der Folgeseite kommentierten Dialoges dieser Text abgesetzt:
Weitere Vorführungs-Termine sind Samstag und Sonntag jeweils 10 - 22 Uhr, sowie die nachfolgende Woche, Montag bis Donnerstag, jeweils ab 18 Uhr.
Als Vorgeschmack ist - wenn auch mit schlechter Tonqualität - diese Präsentatiion vom 23. März dieses Jahres zu sehen, in der Eno nach gut 5 Minuten der hier vorgesellten Aufzeichnung von seinem grossen Ziel spricht, dem "basic universal income":
Und hier - als Kontrapunkt - der Auszug aus einem Radio Interview, das in Schweden im April 1974 ausgestrahlt wurde:
Der gelungenste Radio-Beitrag aus der aktuellen Berliner Zeit ist der von Marlene Melchior auf KCRW-Berlin vom 31. März 2018: Rooting for the optimists and pessimists: Brian Eno’s Empty Formalism opens Berlin’s ISM Hexadome:
Mehr über diesen - vielen vielleicht (noch) nicht bekannten - Sender gibt es nachzulesen in dem Beitrag vom 27. März 2018: "Einladung zum "Medienfrühstück""
[1] Dazu der Tagesspiegel am 23. März 2018: Monty Python "Das Leben des Brian" darf in Bochum an Karfreitag trotz Grundsatzverbots gezeigt werden.
[2] Dazu auch dieser Eintrag auf der dark_shark-twitter-Seite von Brian Eno vom 29. März 2018:
Tom Rogerson jamming with Brian Eno on March 28, 2018 in Berlin ahead of the opening of Eno's Empty Formalism installation at Gropius Bau pic.twitter.com/G50AgsswXd
— Brian Eno (@dark_shark) March 28, 2018
[3] "Thomas Oberender, Kurator und Künstlerischer Leiter der Berliner Festspiele, spricht mit dem englischen Musiker, Komponisten, Plattenproduzent, Sänger, Künstler und Gründungsvater der Ambient Musik Brian Eno" - so der Ankündigungstext.
Daher wurden auf dieser Seite zwei Interviews als Link beigefügt, in denen die beiden Protagonisten dieses Abendes individuell zur Sprache kommen.
Diese Interviews haben beide ihren besonderen Reiz:
— das mit Brian Eno "About Ambient Music", in dem er mit dieser Erfahrung konfrontiert wurde:
I was listening to your 1993 album Neroli and noticed that it’s in the same key as Reflection. I had them both running at the same time—the album on my laptop and the app on my phone—and it turns out they work really nicely together.
— das mit Thomas Oberender „Ich töte gerade den Musterschüler in mir“, in dem er u.a. gefragt wurde:
Wie viel Verantwortung tragen die Medien?
