bitkom-VR-Konferenz: LIVE

VON Dr. Wolf SiegertZUM Montag Letzte Bearbeitung: 27. November 2017 um 18 Uhr 29 Minutenzum Post-Scriptum

 

Hier ist das Programm des bitkom events der Virtual Reality Conference 2017, die über diesen LINK als Livestream auch online mitverfolgt werden kann:

11:30 — 11:40
Welcome

Es ist 11:38 Uhr. Beim Klicken auf den Link wird diese Seite sichtbar:
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Und verschwindet nach wenigen Augenblicken wieder zu Gunsten von auf YouTube platzierten anderen Programmangeboten [1].

11:40 — 12:05
Opening Keynote: Building Safety into Social VR

Ashley Woolheater, Policy Lead, Oculus

Beim nächsten Öffnen spricht bereits Ashley... aber sie ist kaum zu verstehen, da der Ton von ihren Ausführungen von einem dicken Brummen überlagert wird.

Lustig: in einem ihrer Anwendungsbeispiele ist von einer geplanten Boattour die Rede. Interessant, dieses Planungen mit den gerade selber durchgeführten in Vergleich zu setzen [2]

2018: Occoluis Rooms. Das hier im Ansatz vorgestellte Konzept erinnert doch sehr deutlich an die Startphase von 2nd. Live & Co. "bad behaviour" soll dabei unterbunden werden. Wie soll das gehen? "We are creating values"... wer ist "We"? Wie sehen diese "red lines" aus?

Interessant, dass es bei dieser Präsentation nicht länger nur um technischen Fortschritte geht, sondern um die Entwicklung und Einhaltung von sozialen Normen.

Das Oculus-Account muss mit dem Klarnamen angemeldet werden, dieser muss aber nicht für die Entwicklung der eigenen virtuellen Figur und ihrer Darstellung gelten. Zur Zeit ist das Mindestalter 13 Jahre.


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Der Oculus Code of Conduct bestimmt die Diskussion, auch bei den Entwicklern. SDK’s sollen noch im Verlauf "dieses Sommers" (???) ausgegeben werden.

12:05 — 12:40
Panel: VR & Society

Dr.-Ing. Ralf Schäfer, Bereichsleiter Video, Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut

im Gespräch mit Daniel Finger.
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Dr. Schäfer ist der einzige verbleibende Gesprächspartner [3] und berichtet von dem TIME-Lab-Projekt, das vor inzwischen 8 Jahren gegründet wurde. Seine Aussage mangelt nicht an Selbstbewusstsein: "I think, we’ve done the job allmost."

In der Kinemathek am Potsdamer Platz kann die erste UFA-Präsentation zu dem Thema "100 Jahre UFA" bewundert werden, die in ihrem neuen Studio entstanden ist. Aber es gibt auch viele andere potenzielle Anwendungen, nicht nur im Medienbereich, sondern auch in der Medizin, in der Konstruktion, ...

In der Zukunft? "I’m not so shure for VR" - was den Unterhaltungsbereich angeht (mit der positiven Ausnahme der Gaming-Industrie).
Und heute... hat jetzt schon die Unterhaltungsindustrie die Nase vorn und nicht mehr, wie früher, das Militär.

12:40 — 13:00
The needs for and in VR collaboration

Dr. Ralf Rabätje, CTO, vr-on

Nach VW und ART hat er seine eigene Firma im Jahr 2016 gegründet... aber bevor er darüber mit Hilfe seiner Slides spricht, muss erst einmal "Mathias mit dem USB-Stick" kommen, damit die Präsentation nachgeladen werden kann... as time goes by... [4]


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Zur Sache: In der Entwicklung sind Unreal, und Unity die grossen "gamechanger" - jetzt geht es darum, die Datenvolumen zu verringern und dennoch den Eindruck der "natural interaction" zu verbessern, auch für jene, die keine VR-Anwendungsexperten sind.

Und so werden alle Teilnehmer an einem solchen virtuellen Meeting zu einem Avatar. Aber hier geht es im Gegensatz zur Oculus-Perspektive nicht um einen C-to-C- oder B-to-C- Kontext sondern um eine reine C-to-C-inhouse-Anwendung. Und das unter Sicherung der Daten, die dabei preisgegeben und diskutiert werden.

14:00 — 14:30
Welcome to Mixed Reality

Discover how the Microsoft HoloLens can help customers and organizations optimize and speed up processes.

Michael Zawrel, Senior Product Manager Mixed Reality & HoloLens, Microsoft

Es geht um neue Möglichkeiten der Informationsverarbeitung in den Bereichen der Medizin, der Bildung, der Produkt-Präsentation, für Simulation und Training, 3D-Modelling and Product-Design,
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Spacial mapping and planning, Vermessung und Produktion, alles Beispiele aus dem B-to-B- Bereich.

Ja, es gibt auch Pläne für eine Consumer-Version, aber der Zeitraum der Vermarktung werde (zur Zeit) nicht veröffentlicht [5] .

14:30 — 14:50
Lernen mit Virtueller Realität – ein Prototyp

Dr. Susanne Rupp, Head of Education Consulting, Cornelsen Verlag


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Vom ersten Workshop bis zur Umsetzung in der Schule - und darüber hinaus:

Die 5 Ziele der ersten Kooperation mit Samsung: Cooperation, Intergration, Visualization, Evaluatiion, Communication werden alle erreicht, es gibt sowohl von den Schülern als auch von den Lehrern positive Reaktionen, die ermutigen, auf diesem Weg weiter voranzugehen.

Selbst, ja gerade komplizierte Themen - hier ging es um die Funktion des Verdauungsprozesses - lassen sich besser vermitteln. Es gibt eine sehr viel höhere Lernmotivation, obwohl hier (noch) nicht von gamification gesprochen werden kann.

Dennoch bleiben viele Fragen offen, von der Finanzierung bis zur Fortbildung. aber diese sollte nicht davon abhalten, weitere Versuche zu unternehmen und aus der Praxis zu lernen.

14:50 — 15:10
Digital worlds for analog success

Dr. Andreas Kohne, Business Development Manager, Materna TMT

Seine Themen: VR erklärt, wie Maschinen, in diesem Fall eine Kaffeemaschine, arbeiten. Letztendlich sei aber auch der menschliche Körper nichts anderes als eine sehr komplizierte Maschine. Die Anwendungsfelder sind: "Research", "Training", "Simulation". [6], sowie Virtual Showrooms und Architektur:
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Das hier war nicht mehr - aber vielleicht auch nicht weniger - als ein reiner Salespitch...

15:10 — 15:30
Holographic Retail Experiences

Kevin Prösel, Geschäftsführer, SAINT ELMO’S Berlin


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Aus dem Web-TV-Kanal für BMW entwickeln sich neue Anwendungen in den Verkaufsräumen, jetzt zur Promotion des BMW X2. Das Ziel sei "immersive storytelling" mit der These: "Be the One who Dares" in eine Mixed Reality Situation zu verwandeln. Damit seien die Händler in der Lage, einen Wagen - zusammen mit dem Kopiloten, dem Verkäufer - zu zeigen, der erst im Folgejahr auf den Markt kommen wird.

Und das werde die Konsumenten-Erfahrung "revolutionieren"... heisst es, die Orientierung werde sich vor allem an einem jugendlichen Publikum ausrichten, heisst es. Aber, so die Fragen, die nicht gestellt wurden: kommt diese Klientel überhaupt noch in einen Verkaufsraum, wollen diese jungen Leute überhaupt noch ein eigenes Auto kaufen, geht es hier nicht um "alten Wein in neuen Schläuchen"?

16:15 — 16:35
Warehouse Management with SAP and Smart Glasses

Uwe Pfisterer, P&I Industry Cloud – Mobility, SAP


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Sein Vortrag beginnt mit einem Video über die Visionen des Hauses von Bechtle in Heilbronn, und präsentiert dann eine der Android-App-Anwendungen als Live-Demo. Dafür setzt er eine Brille auf, durch die er ohne Behinderungen durchsehen kann und die ihm Zusatz-Informationen einspielt, wenn er den Kopf senkt. Das Ganze dient dazu, um eine Bestellung aus einem Lager herauzusuchen.

Seine These: die AR-Anwendungen wie dieser sind "industry-business-ready". Mit VR sei man noch am experimentieren.

Kommentar: Gut, dass es endlich einmal möglich ist, den Arbeitsprozess als eine live-demo vorzuführen. Aber Hallo: Wie lange wird es so eine Anwendung noch geben? Wann werden Maschinen diesen gesamten Prozess übernommen haben?

16:35 — 16:55
Mixed Reality in the industrial sector: use cases and challenges

Dennis Ahrens, Business Solution Manager, Zühlke Engineering


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Er erläutert die Aufgaben von Zühlke und gibt Beispiele von VR- und AR-Anwendungen preis. Zum Beispiel kann man an Hand einer holografischen Abbildung eines Instruments das reale Instrument bedienen. Remote Support kann nun auch mit "Holo-Skype" durchgeführt werden.

Das Ziel ist letzendlich klar und simpel: mit qualifizierterem Personal in kürzerer Zeit mehr Umsatz zu machen.

16:55 — 17:30
Panel: Starting in VR

Anna Rojahn, Serial Entrepreneur, FAST FORWARD IMAGING
Boris Goldshteyn, Founder & CEO, ALLVR
Sascha Poggemann, COO / Gründer, COGNIGY


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Daniel stellt zunächst im Interview die drei Protagonisten mit ihren Firmen und den von diesen geförderten Anwendungen vor.

Und einmal mehr wird deutlich, dass es immer mehr auf die second-layer-Ebenen geht. Das Thema ist nicht mehr länger (nur) die Visualisierung, sondern die Zusammenarbeit (Collaboration). Das Thema ist nicht länger nur Information, sondern intuitives Arbeiten. Es geht nicht länger darum, nur ein Ding zu machen, und das richtig, sondern einen recht komplexen Prozess zu bewegen und zu steuern.

Die Zeit der Silos sei vorbei, aber damit wachsen auch die Herausforderungen für die start-ups noch weiter an.

Alle drei sagen, mit unterschiedlichen Schwerpunkten: Die deutschen Investoren sind sehr zögerlich, solange nicht ein fertiges Produkt und ein erprobtes Business-Modell vorliegt.

Und viele Firmen wollen zu Beginn lieber mit "Visibility" bezahlen als mit realem Geld. Bis dass sie einen echten geschäftlichen Vorteil für sich sehen.

Die Investoren, die von dieser "Regel" abweichen, sind viel mehr "hypegesteuert" als die Firmen. Denn die Rahmenbedingungen für Erfolg und Misserfolg sind nach wie vor zu unscharf, um daraus konkrete Leitlinien ableiten zu können, die sich in einem Excel-Sheet festhalten liessen.

Das Schlusswort von Julia Hagen vom Bitkom und vom getstarted-Team im O-Ton, der am Ende der Veranstaltung zumindest so gut ist, dass man ihn hier für diese kurze Aufzeichnung zum Einsatz bringen kann:
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Das war’s [7].
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P.S.

Hinweis: Während am 13. Dezember 2017 in Toronto der Microsoft Tech Summit stattfindet, findet bei Microsoft-München eine Veranstaltung zum Thema VR / AR statt, zu der alle Teilnehmer eingeladen sind - so Daniel Finger.

Anmerkungen

[1Technik-Kommentar: Ein verspäteter Start ist nicht so schlimm, aber, dass dieser Kanal ab 11:30 Uhr nicht offen bleibt, ist nicht die beste Lösung :-(

[3Torsten Fell, Expert Corporate Learning/Business Transformation, Torsten Fell Academy ist erkrankt.

[4Technik-Kommentar: Im Verlauf seines Vortrags kann - endlich - das Brummen abgestellt werden, aber der Ton wird immer noch über das Saalmikro abgegriffen und ist und bleibt suboptimal...

[5Hier ein LINK auf die aktuellen im Microsoft-Store vorliegenden VR - Angebote.

[6Technik-Kommentar: Im Verlauf dieses Vortrages wird vom Saal-Mikro auf das Mikroport umgeschaltet. Das Echo verschwindet, das samfte Brummen stattdessen ist wieder da... und da der Techniker auch dieses mitbekommt, wird wieder auf das Saalmikro umgeschaltet.

[7Die Brezen liegen nicht nur bei Microsoft, sondern auch in der eigenen Küche bereit und müssen jetzt daran glauben :-) WS.


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