Mekong Cruise bis Pakbeng

VON Dr. Wolf SiegertZUM Donnerstag Letzte Bearbeitung: 4. November 2017 um 19 Uhr 16 Minuten

 

6 Uhr Abfahrt aus Chiang Rai:

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Auf der Fahrt viel Nebel, der Sonnenaufgang, ein Hund vor jeder Haustür, viele Überholmanöver, und ein total unterkühlter Van. Europäer, so wurde dem Fahrer offensichtlich eingeschärft, wollen es kalt. Das sei ihre Art von Luxus.

Ja, wir lernen viel über uns, wenn wir auf das Achtgeben, was über uns gesagt wird. Dass wir uns lieber in eine Lodge zurückziehen mögen, die noch in der traditionellen Bauweise errichtet wurde und ohne Glasfenster auskommt, ist für diese Menschen nur schwer nachvollziehbar. Aber sie haben sich darauf eingestellt. Und bedienen uns mit aller Sorgfalt und Freundlichkeit, die nicht nur aufgesetzt ist - und daher vor allem den US-amerikanischen Gästen gefällt.


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Damit sind der Anfangs- und der Endpunkt dieser Tagesreise markiert.

Der Übergang von Thailand nach Laos funktioniert reibungslos und mit all dem zerimoniellen Pomp, den nun mal diese Staatsdiener so an sich haben. An beiden Seiten der Grenze.

Und nun sind wir plötzlich eine offizielle Reisegruppe samt Reiseleiter [1]. Das Alles auch mit all den potenziellen Nachteilen [2], aber auch Vorteilen, die so ein Arrangement mit sich bringt. Du wirst vorne und hinten umsorgt. Und alles klappt - solange man bereit ist, sich dieser Art von Ritual zu unterwerfen.

Und das Boot ist das Boot ... ist das Boot [3]

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Wir sind nur 16 Leute auf einem Schiff, das normalerweise auf gut 40 Personen ausgelegt ist. Und eben das verleiht der Reise einen weiteren Vorteil, soweit es dessen angesichts der überwältigenden Landschaftsbilder überhaupt noch gebraucht hätte:
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Gemäss der Erzählung "Three Men in a Boat" von Jerome K. Jerome wäre es nun an den Frauen, diese Geschichte einer Bootsfahrt weiter zu erzählen:
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Anmerkungen

[1
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[2So wird die Fahrt plötzlich unterbrochen, um alle Teilnehmer die hohe Böschung hinauf in ein Dorf zu führen, in das die Menschen aus den unzugänglichen Bergregionen umgesiedelt wurden, um sie auf diesem Wege vom Drogenanbau abzuhalten und zu nützlichen Mitgliedern dieser Gesellschaft umzuerziehen.
Von diesem erschreckenden Ausflug, in dem uns die Einwohner dieses Dorfes wie in einem begehbaren Zoo vorgestellt und sogar zum Foto-Abschuss freigegeben wurden, sind neben dieser einen hier ausreichend verfremdeten Aufnahme
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keine weiteren Fotos gemacht worden.
Nicht einmal in dem Moment, wo uns die Schmiede vorgeführt wird, in der auch Bombenfunde zu nützlichen Hausgeräten neu zusammengefügt wurden.

[3Sicherlich zeigt dieses Foto eines der benachbarten Schiffe in überdimensionierter Überlänge,die sich nur durch eine Panorama-Technik herstellen lässt. Aber nur so lässt sich erahnen, über welche Dimensionen wir hier reden. Hier daher, ganz ohne Verfälschung das Foto eines echten Lasten-Bootes, das am hinteren Ende ein ganzes Haus für die Besatzung mit sich führt:
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