DLD 2017: Titel - Themen - Temperamente (1)

VON Dr. Wolf SiegertZUM Sonntag Letzte Bearbeitung: 16. Januar 2017 um 01 Uhr 47 Minuten

 

LeserInnen, die das Format dieser Publikation kennen, wissen - und erwarten, dass an einem Sonntag wie diesem immer ein Foto im Mittelpunkt diese Publikation steht.

Diese Erwartung wird heute nur insoweit erfüllt, als in der Präsentation des Verlaufs des ersten Tages von DLD 2017 immer wieder Screenshots von dem Livestream dieser Veranstaltung gezeigt werden.

Hier, als "kick-off" ein Blick auf die Hauptbühne des diesjährigen DLD - Events im sogenannten "MAXSAAL"
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Das, was auf dieser Bühne geschieht, hat sich in den Jahren seit dem Bestehen dieser Veranstaltung sehr deutlich verändert. Das ist sowohl den Zeichen der Zeit geschuldet, als auch dem - inzwischen internationalen - Erfolg dieses Format.

Wie die Erfahrungen aus den ersten Jahren der Berichterstattung gezeigt haben, ist das Wichtigstes dieser Veranstaltung die Möglichkeit, untereinander aber auch mit all jenen Menschen zu reden, die auf dieser Bühne zu sehen und zu hören waren.

Heute ist das Ganze eine grosse "Familie" geworden, die sich selbst feiert und kritische fragen lassen muss, ob nicht inzwischen dieser ganze Treffpunkt selbst schon wieder das Zentrum einer "Blase", einer "Bubble" geworden ist, doch dazu später mehr.

Von dem Programm mit seinen zwei parallel verlaufenden Tracks

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wird zumindest einer von diesen aus dem "MAXSAAL" als Livestream im Internet "der ganzen Welt" live zugänglich gemacht [1] - und genutzt, da auch in diesem Jahr nur eine Teilnahme als Zaungast möglich ist.

Wir beginnen mit der Beobachtung dieses Streams zu dem Zeitpunkt, als Christopher Schläffer auf die Bühne tritt - einst einer jener von vielen Chief Product & Innovation Officers der Deutschen Telekom [2] [3].

Da diese Streams auch später werden nachverfolgt werden können, werden an dieser Stelle immer nur ein oder zwei Punkte aus diesen Statements herausgegriffen und - je nach Bedarf - auskommentiert werden.

Enjoy!


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The Contextual Internet – The User Strikes Back
Christopher Schläffer, VimpelCom,
Jürgen Schmidhuber, IDSIA,
moderated by Amy Wilkinson, Author “The Creator’s Code”

Zur Zeit "zahlt" der Nutzer mit seinen Daten. In Zukunft wäre es möglich, stattdessen mit seinen Daten aktiv auf dem Markt aufzutreten, um sie zu verkaufen und damit selber über deren Verwendung zu entscheiden.
Jürgen Schmidthuber, IDSIA (im Screenshot rechts)
- In Zukunft wird man nach anderen Modellen suchen, damit die Services nicht länger nur über Werbung verkauft werden müssen, oder persönliche Daten eingelöst.
"Ich bin Optimist - und ich glaube weiter an die Kraft des Humanismus"
Christopher Schläffer, VimpelCom

Klar wird an diesem Gespräch, dass die Titel-These "The User Strikes Back" sich durch Nichts und Niemanden bestätigt wird. Noch interessanter ist es im Verlauf dieses Gespräch zu hören, dass beide Protagonisten endlich verstanden zu haben scheinen, wie wichtig, ja entscheidend, die Märkte in Asien - und hier vor allem in der VR China - für die Zukunft der hier aufgeworfenen Fragen sein werden.

Es wäre der Veranstaltung im nachfolgenden Jahr 2018 zu wünschen, dass es dann auch endlich eloquente Persönlichkeiten aus dieser Region geben wird, die ihre Sicht der zukünftigen Entwicklungen zur Darstellung bringen.


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The Future Through
Creative Collaboration
Pier Paolo Righi, Karl Lagerfeld, Nadja Swarovski, Swarovski,
moderated by Hans Ulrich Obrist, Serpentine Galleries

"The Future is always invented by the traces of the past"
Nadja Swarovski, Swarovski (im Screenshot rechts)
"Without partnering up, you can not achieve anything."
Pier Pialo Righi, Karl Lagerfeld (im Screenshot mitte)

Weder die Welt der selbstfahrenden Autos noch die des Mode-Schmucks stehen im Zentrum des Interesses des Autors. Und dass die Zusammenarbeit von Kreativen und Institutionen, privaten wie öffentlichen, das A&O einer erfolgreichen Arbeit sei, das ist, sorry folks, eine Binse.

Schön, wenn das alles hier so wunderbar auf der Bühne erzählt und mit Fotos und Filmeinspielungen zur Geltung gebracht wird [4]. Und es mag ja durchaus sein, dass der Wiener Opernball auch für "die Jugend dieses Landes" immer noch bedeutsam sein mag. Und nichts gegen die Anerkennung der Tradition, aus der sich das Brand bis heute seine Referenzen zu ziehen vermag... Dennoch. Hier mögen Andere den ersten Stein werfen, oder die besten Steine aus der Sammlung des Hauses zu würdigen wissen.


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Beyond Technology And Data
Ian Goldin, Oxford Martin School,
Timotheus Hoettges, Deutsche Telekom,
Niko Mohr, McKinsey & Company,
moderated by David Kirkpartrick, Techonomy

Die Zeit der aktuellen "Renaissance" verlangt von uns die Perspektiven neu zu bestimmen, um nicht unterzugehen. Ja, wir sitzen in Silos. Und die politischen Entscheidungen über das Internet werden nicht in Brüssel oder in Berlin gefällt.
Ian Goldin, Oxford Martin School

25% aller Menschen in Deutschen haben Angst vor der / vor ihrer Zukunft. Sei es die Digitalisierung, sei es, dass man nach dem Studium keinen Job bekommt, sei es, dass man nicht mehr 50 Jahre für das gleiche Unternehmen, auch nicht für die Deutsche Telekom, arbeiten kann. "I’m an advocate of a basic income. We need at least a discussion." [5]

Als Junger Mann waren wir "really political", dann wurde die Welt "really cleaner". Und jetzt? Jetzt sitzen die Top-Leute vom Silicon Valley plötzlich dann doch mit einem Schlips um den Hals dem President-Elect Donald Trump gegenüber? Wir sollten in Europa politischer denken. Auch wir, als Unternehmenslenker.
Die 3 wichtigen Themen, "dimensions", die angesagt sind: "Dignity" | "Substitution of Work" | "Connectivity is a Human Right"
Wir leben alle in einer Blase, in einer "Mono-Kultur", ich auch, die Diversifikation ist immer schwächer. Was aber bedeutet das für das Thema des Wandels?
Wir brauchen Philosophen, die nicht immer nur "but" sagen. Wir wollen nicht die Kolonie von anderen Ländern werden. Wir wollen das Recht haben, Fehler zu machen - und sie zu korrigieren.
Timotheus Hoettges, Deutsche Telekom

50% aller aktuellen Jobs können von aktuell funktionalen Technologien ersetzt werden.
"Our report is a wake-up-call". Aber diese Entwicklung bedeutet nicht, dass das eine Katastrophe sein muss. Das Problem ist aber das immer noch mangelnde Problembewusstsein. Wir haben alle noch viel zu lernen. Wir brauchen eine offene Diskussion.
Niko Mohr, McKinsey & Company,

Eine Teilnehmerin verlangt, mehr Philosophen auf das Panel zu holen, denn die haben gelernt, zu denken! Höttges antwortet, dass die Rolle dieser Leute aber nicht länger darin liegen dürfe, immer nur mit ihren "Aber..."-Zwischenrufen zu intervenieren.

Interessant in diesem Zusammenhang nicht nur, was Timotheus Hoettges an dieser Stelle zu sagen hat, sondern auch wie. Im Gegensatz zu allen den mit viele "Äh’s" immer wieder unterbrochenen Aussagen auf den Aktionärsversammlungen, spricht er hier lebhaft, flüssig und engagiert. Seine auf diesem Sitz vorgetragenen Gesten und Haltungen machen deutlich, dass es ihm um weit mehr geht, als seine Haus in einem guten Licht da stehen zu lassen. Es scheint, als wenn ihm in der letzten Zeit klar geworden ist, dass es nicht reicht, mit den Grossen und Guten an einem Tisch zu setzen um die Segnungen eines Silicon Valley auch in unserem Umfeld zur Geltung zu bringen. Gerade erst hat sein Haus zum Thema "Europa" einen eigenen Vorstandsbereich geschafften und es wird an dieser Stelle klar, warum dieser Schritt vorgenommen wurde.

Und dann, ohne dass davon im Programm zu lesen war, wird Michele Mosca auf die Bühne geholt, um über Quantum Computing zu sprechen.

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Seine These, auf die er Wetten annimmt: Im Jahr 2031, wird keine kryptographische Sicherung mehr sicher sein vor den An- und Eingriffen der Quantum-Computer.


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Unlocking Europe’s Digital Economy For The Future
Marc Al-Hames, Cliqz
Willem Jonker, EIT Digital
Werner Vogels, Amazon
moderated by Vivane Reding, European Parliament

"Edge-Computing" erlaubt ein direktes Suchen im Browser - ohne persönliches Profil. "Here" habe schon heute verloren, gegen die 2 Millionen Menschen mit ihren mobilen iOS- und Android-Aufnahmegeräten.
"Technology can create, Politics may regulate..."
Marc Al-Hames, Cliqz
Er erläutert die Rolle seiner Organisation. Früher habe er lange für Philips gearbeitet. Und dort habe man als Fernsehgeräte-Hersteller verloren, als das Vakuum dem Bildschirm entfleucht sei...
Willem Jonker, EIT Digital
"Die Sicherheit der Kundendaten ist die absolut höchste Priorität. Und diese Verpflichtung gilt für den gesamten, weltweiten Markt.
Der grösste Unterschied zwischen den europäischen Unternehmen und jenen in den USA ist die Tatsache, dass in den USA viel mehr Geld in die IT-Entwicklung gesteckt wird.
"There are not walls in the digital world..." (sic!)
Werner Vogels, Amazon

Dieses letzte Zeit von Werner Vogels macht all das obsolet, was er zuvor mit grosser Verve und Überzeugungskraft zur Sprache gebracht hat. Wie wichtig es seinem Unternehmen sei, dass die Daten ihrer Nutzer auch nur allein diesen zustehen würden. Dadurch, dass Vivane Reding vom European Parliament als Moderatorin auftritt, wird ihr die Chance genommen, diese Position in Frage zu stellen. Viel spannender wäre es gewesen, wenn diese drei Herren hätten Reding befragen können, was denn nun aus ihrem Bemühungen um die europäische Agende geworden sie, was nicht, und warum nicht. Dass dies, ihre Ziele nicht alle erreicht worden wären, für diese Bremser-Politik, sagt sie, seien vor allem die Position der Deutschen verantwortlich zu machen. Sagt es und schweigt sich dann weitestgehend darüber aus.

Ein so wichtiges Thema - und eine vertane Chance.


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The Elephant In The Room:
How To Cope With A New Reality
Tammy Haddad, Haddad Media,
Megan Murphy, Bloomberg Businessweek, Hilary Rosen, SKDKnickerbocker, moderated by Kara Swisher, ReCode [6]

Werden "die Medien" ihn, Donald Trump, von seinem Tun zurückhalten? Und die Demokraten, die sich engagieren werden, werden auch nichts ändern. Es sind die Goldman-Sachs-Leute in seinem Kabinett, die die Dinge regeln werden. Aber, vielleicht, können die AmerikanerInnen einen Unterschied machen. Mit ihren eigenen Aktivitäten, die auch dem White House zu Ohren kommen könnten. "Trump is reading twitter, not his clips...".
Tammy Haddad, Haddad Media

Ihre "FT-" Erfahrungen mit dem Brexit hat ihr erlaubt, sehr früh die aktuellen Entwicklungen vorherzusehen. "He makes companies step on his tunes". Das Problem im Verlauf der Vorwahlen: Clinton hat ihre Nachricht nicht verändert, auch nachdem sich abzeichnete, was passieren würde. "Stop beeing surprised...!"
Megan Murphy, Bloomberg Businessweek [7]

Mit einer totalen Kontrolle kann er alles machen, was er will, theoretisch. Aber seine Aussagen über die USA... sie werden Praxis. Man muss da jetzt durch, um das Problem lösen zu können. " ’Triangulation’ will be the methode".
Hilary Rosen, SKDKnickerbocker,

Zu Recht wurde dieses Panel schon vorab als einer der Höhepunkte dieses Tages angekündigt. Und die Drei plus Eins Frauen machten klar, warum sich ein President-Elect vor Stimmen wie diesen in Acht nehmen muss. Dabei ging es gerade bei diesem Thema um Fragen, die in vielen Fällen bislang immer nur Ratlosigkeit hinterlassen hatten. Das gilt selbst für die so herausragenden Protagonisten Megan Murphy [8]. Ihre simple Antwortet auf die Frage, welche Rolle die Medien jetzt noch ausüben könnten: "We have to do our job - even better."


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It’s Personal!
Your Real Relationship With Data
Dr. Alexander Tayler, Cambridge Analytica,
in conversation with Steven Haft, Indyworks

Als sie begonnen haben, für das Trump-Team zu arbeiten, so wie zuvor für Ted Cruz, bestand das Team aus gerade mal 30 Leuten, die sich einer Riesen-Wahl-Maschine der Clintons gegenübersahen. Und dabei hatte er es vermocht, bis zu diesem Zeitpunkt die Prime-Time im Fernsehen zu bekommen, ohne dafür bezahlen zu müssen. Jetzt aber war die Aufgabe plötzlich eine ganz andere, es ging darum, die Präsidentschaft zu erringen. Und die Firma "wusste", eine Woche zuvor, dass es eine Chance für DT geben werde, diese Wahlen tatsächlich zu gewinnen.

Seine Antwort auf die Frage, was das für die nächsten Wahlen in Europa bedeuten würde? Wir sind 1/2 US 1/2 European, sagt er. Und: Es gibt auch Kunden, für die wir nicht arbeiten würden. Und: Viele der Methoden, die wir in den USA haben anwenden können, wären in Europa nicht einsetzbar.

Dieses Interview war eine gute, aber auch mutige Marketing-Opportunity für Cambridge Analytica, sich in Szene zu setzen, aber auch, um Auskunft zu geben. Mehr noch, als es jedes Promo-Video vermocht hätte. Sich das anzuschauen, lohnt dennoch. Allein um der Aussage willen, dass die Firma im Schnitt zwischen vier- bis fünftausend "Datapoints" von jedem US-Wähler zur Verfügung gehabt habe...


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Who Makes The Rules For The Global Digital Economy?
Brad Smith, Microsoft,
in conversation with David Kirkpatrick, Techonomy

"Nobody never died because of humanity"
"We have to stand up for our principles."
Aber es gibt kein "global law" für Amazon, Apple, Facebook, Google. Wir brauchen eine neue Genration von Regierungen und Regeln. 1986 war das Jahr, in dem viele neue Gesetze in den USA beschlossen wurden... und keine Fortschritte seitdem.

Und dann greift Kara Swisher, ReCode, aus dem Publikum ein, sobald Fragen zugelassen wurden. Und sie stellt eine ganz entscheidende Frage: Auch er, Brad, habe an dem Gespräch mit Donald Trump teilgenommen. Und auch von ihm habe man bisher nichts hören können, was auf diesem Treffen besprochen worden sei. Brad bestätigt dies ebenso wie die Tatsache, dass er bisher den Mund gehalten habe, dass er aber jetzt dennoch einige outlines zu benennen bereit sei:
- Wie können wir als Industrie zum industriellen Wachstum beitragen? So haben bis heute 34 Millionen Amerikaner keinen Zugang zum Breitbandnetz.
- Welche Herausforderungen gibt es in den Fragen der Aus- und Fortbildung? Und: Warum gibt es in Deutschland und in der Schweiz eine so geringe Jugend-Arbeitslosigkeit?
- Welche Bedeutung hat die "high-scilled-imigration" für die USA?
- "What is the role of the ’dreamers’" in the Tech-Companies?


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Vita Activa –
Thoughts On The Future of Work
Reinhard Kardinal Marx, German Conference of Bishops
Yonca Dervisoglu Brunini, Google,
Carl Benedikt Frey, Oxford Martin School,
Janina Kugel, Siemens,
moderated by Dominik Wichmann, DLD

 [9]

Die neue Welt ist nicht virtuell, sie ist real.
"My European view: ’Our life is a gift... and a task’"
"Global responsibility: Who... Who... Where... Where?"
Welche Zukunft hat unsere "free society"?
"Who has the power, who has the money?"
Ist ein Leben ohne Arbeit erstrebenswert?


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Investing In The Future Of Work
Joey Low, Star Farm Ventures,
in conversation with Yossi Vardi, DLD Chairman

Zu diesem Dialog gibt es keine Kurzfassung mit den wichtigsten Aussagen. Aber es wird spannend sein, nachzuverfolgen, ob im Nachhereich auch dieser Teil der Veranstaltung zur nochmaligen Einsicht online gestellt werden wird.

Denn: Auf der einen Seite mag es an Genialität grenzen, wenn es dem Moderator gelingt, gleich von Anfang an zu sagen, dass das angesagte Thema, das von der Zukunft der Arbeit, nicht das Thema sei, das ihn interessieren würde. Und als Joey Low ihm zustimmt, steigt die Spannung und spitzt sich auf die Frage zu, was denn jetzt wohl passieren wird.

Aber: Was dann passiert, das spottet jeder Beschreibung. Yossi inszeniert sich selber weiterhin nicht nur gegenüber seinem Gesprächspartner, dem er fortwährend ins Wort fällt, sondern in dem er seine Buddys, Pals, ... im Publikum aufruft und sie auffordert, sich dem Publikum /vor/zu stellen.


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Respekt, dass Low all das mitmacht, dass er dennoch dazu kommt, in Andeutungen von seinen Themen zu sprechen, als "Business-Angel". Und als "Trader". Als Unterstützer afrikanischer Flüchtlinge. Und als Vater von 4 Kindern: Daniel, Tania, Mathew, und Julia. Ja, er verweigert - anders als die Folks im Publikum - nicht einmal die Antwort auf die Frage, welches von den vier Kindern das ihm liebste sei...
Und - zum guten Schluss - darf Joey dann seine 90jährige Mutter in Berlin grüssen (sic!). Fehlte nur noch, dass Yossi ihm am Schluss dieses Gesprächs als den "Super Jew" verabschiedet hätte...

Während schon die nächste Session beginnt, hat dieser Dialog noch eine Menge Fragen und Überlegungen ausgelöst, die bis dato nicht alle geklärt sind.

Denn der Autor hatte das Glück, Vergnügen und die Ehre, in Folge früherer DLD-Begegnungen auch bei Talma und Yossi Vardi eingeladen in ihrem Zuhause eingeladen zu sein und so die ganze Famile kennenzulernen. Und auf seine Vermittlung am Tag zuvor den - damals noch neuen - AOL-Chef Tim Armstrong.

Aber nach dem Erlebnis heute stellt sich ernsthaft die Frage, ob er es nicht Hubert Burda gleichtun sollte... [10]

Preparing For The Age Of Robots

Sami Haddadin, Leibniz University Hanover

Joe Schoendorf, Accel Partners

Limor Schweitzer, RoboSavvy

moderated by Stephan Scherzer, VDZ

Statt einer Inhaltsangabe hier drei Sound-Files, in denen die drei Protagnoisten jeweils für sich selber und ihre Sache sprechen. Dass Stephan sich ausgerechnet dieses Themas angenommen hatte - oder warum er dafür ausgesucht worden war - bleibt im Dunkeln. Aber er hat sich sichtlich bemüht, Licht in das Dunkel auch dieses Thema zu bringen.

Vor allem war es gut, dass der Joe Schoendorf als Erstem die Möglichkeit gegeben hat, aus seinem Herzen alles andere als eine Mödergrube zu machen, sondern ihn sprechen zu lassen aus einem tiefen und lange zurückreichenden Erfahrungsumfeld. Und mit der Forderung, die "Zukunft" hier und jetzt umzusetzen. Gemäss dem Motto und der Verpflichtung, die da lauten: "Every human being has a self worth".

Am Schluss dieses Tage zeichnen sich nach dieser Intervention Antworten auf die mehrfach getroffene Feststellung ab, dass man sich auch hier in diesem Umfeld in eine ganz eigenen Art von "Bubble" befände. Und dass man sich dieses Umstandes erst jetzt nach und nach bewusst werden, wo sich zu den Segnungen des Internett auch zunehmend die Gefahren hinzugesellten. Und dies mit einer Deutlichkeit, ja Brutalität, die das eigene ach so welt-offen gedacht Denken immer mehr in Frage zu stellen beginnt.

Es wird spannend sein am Tag morgen die These weiter zu untersuchen - oder zumndest als Frage mitlaufen zu lassen - die da lautet: "genie is out of the bottle" - oder "the death of Humpty Dumpty".

Mehr dazu demnächst - oder on stage auf einer der nächsten DLD-Konferenzen? Denn es gibt auch Philosophen, lieber "Tim" Höttges, die nicht mit einem "Ja, aber..." antworten, sondern mit einem "Aber Ja...", die um ihre Rolle wissen, wenn es um die Frage geht: Was kommt nach der Digitaliserung?

Anmerkungen

[1Diese Aussage ist so nicht korrekt: Erst bei der Schlussredaktion am Folgetag fiel auf, dass die Unterzeile "Load livestream MAXSAAL" sich nicht auf die darüber befindlichen Abbildungen bezieht, sondern auf die Möglichkeit, sich auch einen Livestream aus dem anderen Saal ausspielen zu lassen. Es wurden also an dieser Stelle NICHT die Präsentationen aus dem Maxsaal zum Thema gemacht, sondern die aus dem Grossen Artrium sic!). WS.

[2Und es wäre interessant herauszufinden, ob es im Verlauf dieses Tages zu einer Begegnung zwischen Schläffer und Höttges gekommen ist. Und - wenn ja - was die Themen gewesen wären...

[3Siehe dazu der Eigenbericht zum 23. November 2010: "Preview: Palomar5 Summit 2009".

[4Aus der eigenen Arbeit als Dozent für Ästhetik & Design Thinking wird einmal mehr klar, warum sich bislang in jedem der Kurse eine der Studentinnen für ein Produkt aus dem Hause Swarovski entschieden hatte, als es darum gibt, das "liebste Ding" zu präsentieren.

[6(zuvor: All things Digital )

[7... sehr beeindruckende Argumentation, als "UK-citizen" und "US-citizen". WS.

[8HIer nochmals ihr Profil, so wie es auf der Bloomberg-Seite zu finden ist.
Bei allem Respekt vor all denen, die auf der Bühne waren, ist sie mit diesem Profil jemand, der / die auf Dauer nicht auf der Position einer Journalistin verbleiben wird.

Ms. Megan Murphy serves as Washington Bureau Chief and Executive Editor at Bloomberg News since July 2015. Ms. Murphy served as the Washington Bureau Chief of The Financial Times Ltd. since January 1, 2015. Ms. Murphy joined the Financial Times in December 2007 and has also served as the law courts correspondent, investment banking correspondent and chief media correspondent. Prior to joining the FT, she was the legal affairs correspondent at Bloomberg News and a securities lawyer at Wilson Sonsini Goodrich & Rosati in Palo Alto, CA. She contributed to the Financial Times and ProPublica’s ‘Tax Wars’ series which earned an award for best online investigation by the Overseas Press Club in 2011, and received two awards in the “investigative” and “creative use across multiple platforms” categories from the Society of American Business Editors and Writers Awards in 2012. She was a leading correspondent on the FT Understanding Libor series which received an EPPY Award as the best news feature. She holds a bachelor’s degree from Yale University, a master’s degree from Columbia School of Journalism and a Juris Doctor from Northwestern University School of Law.

[9
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An der Diskussion mit...
Yonca Dervisoglu Brunini, Google,
Carl Benedikt Frey, Oxford Martin School,
Janina Kugel, Siemens
... hat der Autor nur zeitweise teilnehmen können; schade, da sich Dominik im Verlauf dieses Tage als ein wirklich guter Moderator herausgestellt hat.

[10Jener Mann, der dem Autor "damals" die Chance ermöglicht hatte, für das "Zugmieze"-Projekt die erste Online-Bild-Datenbank-Strecke zwischen Paris und München aufzubauen und erfolgreich in Betrieb zu nehmen. Dank dafür - noch heute.


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