50 Jahre IBC, ARRI & UFA werden 100

VON Dr. Wolf SiegertZUM Sonnabend Letzte Bearbeitung: 23. September 2017 um 21 Uhr 27 Minutenzum Post-Scriptum

 

In diesem Jahr, dem 50. Jahr der IBC, gilt es, sich in der Tradition der Entwicklung dieser Branche an weitere Jubiläen zu erinnern:

Die 100 Jahre ARRI, die am 13. September mit einem kleinen aber feinen Fest gefeiert wurden. Ein Ereignis, das bereits zu Beginn des Jahres am 26. Januar 2017 angekündigt wurde, mit den Worten "Eine der größten Feiern findet im Umfeld der International-Broadcast-Messe IBC in Amsterdam statt und bildet einen Höhepunkt des Jubiläums" [1], also in München und nicht auf der IBC in Amsterdam.

Zwei Tage später, am 15. September 2017, wurde in Berlin-Brandenburg das 100jährige Jubiläum der UFA gefeiert [2]

Über den ARTE / rbb - Film, der aus diesem Anlass enstanden ist, wurde bereits am Tag seiner Kino-Premiere im Babylon in Berlin berichtet: [Les 100 ans de la UFA ].

[Wird fortgesetzt]

P.S.

Einen guten Überbllick über Important IBC demos you may have missed gibt John Moulding in der videonet-Ausgabe vom 20. September 2017, zusammen mit den Editor’s take-aways from IBC2017 vom gleichen Tag, die mit den Sätzen beginnen:

The threads of the next revolution, the next big-bang, are now visible. UHD, artificial intelligence and machine learning, super-charged data analytics, Virtual Reality, 360-degree video, conversational user interfaces, a voice presence on digital home assistants, cloud-based microservices software, data-driven advertising, massively enriched metadata: the foundations are being built and when they mature and then converge, that is when we will have our next revolution.

Anmerkungen

[1

26. Januar 2017, München – ARRIs großes Jubiläumsjahr beginnt. Aus diesem Anlass blickt das Unternehmen auf seine Geschichte zurück, auf die Werte und Prinzipien, mit denen dieser Meilenstein erreicht wurde – und nimmt dabei die Zukunft fest in den Blick.

2017 stellt das 100-jährige Jubiläum dar, seitdem August Arnold und Robert Richter in der Münchner Türkenstraße einen kleinen, ehemaligen Schuhmacherladen mieteten und darin eine Filmtechnikfirma gründeten. Die beiden jungen Freunde begannen mit einem einzigen Produkt: einer Filmkopiermaschine. Diese errichteten sie auf einer Drehbank, die Robert Richter von seinen Eltern zu Weihnachten geschenkt bekam. Den Firmennamen setzten Arnold und Richter aus den ersten beiden Buchstaben ihrer Nachnamen zusammen: ARRI.

Noch heute befindet sich der Hauptsitz der Firma am selben Ort. Allerdings wurden die Räumlichkeiten erweitert und nehmen mittlerweile einen ganzen Häuserblock ein – und das ist wiederum nur einer von zahlreichen Standorten weltweit. Als echter Global Player mit Niederlassungen in Europa, Nord- und Südamerika sowie Asien und Australien ist ARRI heute in allen internationalen Märkten tätig.

ARRI verkörpert in vielerlei Hinsicht den deutschen Mittelstand: Es ist eines jener mittelgroßen Unternehmen, die in ihrem Bereich marktführend sind und dauerhaft Erfolg haben, weil sie auf grundsolide Werte setzen. In vielen Fällen sind diese Firmen noch im Familienbesitz, werden von Generation zu Generation weitergegeben und von Menschen geleitet, die emotional mit der Marke verbunden sind – so wie bei ARRI.

Das Unternehmen legt großen Wert auf jugendliche Begeisterung und leidenschaftlichen Einsatz – heute wie vor 100 Jahren: „Ich finde es immer noch erstaunlich, dass dieses Unternehmen von zwei Teenagern gegründet wurde”, sagt Dr. Jörg Pohlman, einer der beiden Vorstände der ARRI AG. „Sie waren so jung, dass ihre Eltern die Gründungsurkunden unterzeichnen mussten. In erster Linie waren sie Filmliebhaber, angetrieben von einer Begeisterung für visuelles Storytelling und Technik. Wenn man sich heute bei ARRI umsieht, spürt man denselben Enthusiasmus und dieselbe Leidenschaft – das definiert, wer wir sind und was wir tun.”

Bevor Arnold und Richter die erste Kamera bauten, waren sie als Kameramänner und Filmproduzenten tätig und verliehen Ausrüstung. Von Beginn an arbeiteten sie eng mit den Filmemachern zusammen. Die Einblicke, die sie dabei erhielten, halfen ihnen bei der Entwicklung von Produkten, die ganz auf die Anforderungen am Set zugeschnitten waren. In der heutigen Zeit, in der sich der technologische Wandel mit rasender Geschwindigkeit vollzieht, ist diese Philosophie wichtiger als je zuvor: zuzuhören, was Filmemacher wirklich wollen, anstatt es ihnen vorzugeben.

„ARRI ist stolz darauf, der weltweiten Filmindustrie ein langfristiger professioneller Partner zu sein”, betont Vorstand Franz Kraus. „Wir haben uns Herausforderungen immer gestellt. In schwierigen Zeiten haben wir unsere Anstrengungen sogar verdoppelt und noch stärker in Forschung und Entwicklung investiert. Dass wir so vielfältige Produkte und Dienstleistungen anbieten und alle Bereiche der Filmindustrie abdecken, gestattet uns eine einzigartige Sicht auf die Branche und erlaubt allen unseren Abteilungen, vom Fachwissen der anderen zu profitieren. Zum Beispiel half uns unsere Arbeit in der digitalen Postproduktion beim erfolgreichen Übergang von Film- zu Digitalkameras.”

Die Qualität und Zuverlässigkeit, für die ARRI berühmt ist, bleiben auch künftig wesentliche Eigenschaften. In allen Bereichen der Filmindustrie sind langlebige, bedarfsgerechte Produkte gefragt, die langfristige Rendite ermöglichen. Doch heutzutage sind nicht mehr nur Qualität und Langlebigkeit entscheidend, sondern auch eine flexible Systemarchitektur für die Kameras und Beleuchtungssysteme, die im Grunde Computer sind. Außerdem sind regelmäßige Software-Updates erforderlich, die auf veränderte Bedürfnisse reagieren und die Funktionalität der Hardware ständig erweitern.

Der 100. Gründungstag von ARRI an sich liegt im September 2017, doch während des ganzen Jubiläumsjahres finden zahlreiche Feiern statt. Alle 1300 ARRI-Mitarbeiter sind daran beteiligt und machen sie zu etwas ganz Besonderem. Eine der größten Feiern findet im Umfeld der International-Broadcast-Messe IBC in Amsterdam statt und bildet einen Höhepunkt des Jubiläums.

Der größte Teil von ARRIs langer Geschichte liegt in der Ära des Zelluloids, und das ist ein wunderbares Erbe. Heute im digitalen Zeitalter ist das Unternehmen größer als je zuvor, beschäftigt mehr Mitarbeiter, bietet ein breiteres Produktportfolio an und hat höhere Marktanteile weltweit. Im zarten Alter von 100 Jahren blickt ARRI auf eine vielversprechende Zukunft.

[2

2017 feiert die UFA ihr 100-jähriges Bestehen. Damit verbunden ist ein Jahrhundert wechselvoller Filmgeschichte und eine Unterhaltungsmarke, die sich im Zusammenspiel von Tradition und Innovation immer wieder neu erfunden hat.

Das Jubiläumsjahr 2017 ist für uns nicht nur Anlass zu feiern, sondern auch Gelegenheit, Rückschau zu halten und noch einmal neue Perspektiven auf eine bewegte hundertjährige Historie zu gewinnen. Als größter deutscher Programmkreateur prägt die UFA heute die Fernsehlandschaft mit TV-Events, Movies, Kinofilmen, Reihen, langlaufenden und täglichen Serien sowie Shows und Realityformaten. Unsere Programme begeistern und inspirieren täglich Millionen Zuschauer. Als Macher dieser Programme sind wir vor die Aufgabe gestellt, das Publikum mit neuen Ideen immer wieder zu überraschen. Gleichzeitig sind wir uns der damit verbundenen Verantwortung bewusst, denn die Macht der Bilder hat immer auch eine gesellschaftlich-soziale Dimension. Jede fiktionale Erzählung, jedes Unterhaltungsformat nimmt Einfluss auf die Art und Weise, wie wir die Welt wahrnehmen und welche Haltung wir zu ihr entwickeln. Mit den Geschichten, die wir tagtäglich erzählen, wollen wir Brücken schlagen zwischen den Welten – getragen vom Wertekanon einer offenen und toleranten Gesellschaft.

Die UFA hat in den vergangenen 100 Jahren unvergessliche Bilder geschaffen. Allen Epochen unserer Unternehmensgeschichte gemein ist die Marke UFA, die auch in Zukunft für Leidenschaft, Kreativität und unverwechselbare Programme stehen wird.

Wolf Bauer Co-CEO UFA, Nico Hofmann Co-CEO UFA


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