... en travaux: Video

VON Dr. Wolf SiegertZUM Montag Letzte Bearbeitung: 3. August 2016 um 21 Uhr 23 Minutenzum Post-Scriptum

 

... und bis wir ein Ergebnis haben, vorab diese beiden twitter-Einträge vom Wochenende, zur Überbrückung:

"O" oder "Null", das ist die Frage

Ausgangspunkt des Problems ist eine Datenbankdarstellung in dem für diese Seite zum Einsatz gebrachten Systems, in der nach der booleschen Logik eine Reihe von Einträgen mit dem Wert "O" ausgewiesen sind. Damit ist in diesem Fall die Höhe und die Breite eines Videos auf diesen Seiten definiert worden.

Zu bemerken war zunächst lediglich, dass alle abgespielten "Videos" zwar noch durch einen Funktionsbalken als solche gekennzeichnet waren, und dass über diesen auch noch ein Ton aussgepielt werden wurde, dass aber keine Bewegtbilder mehr anzeigt werden konnten. Noch genauer gesagt: Da die nun aufgerufene Bewegtbilddarstellung die Höhe und die Breite von jeweils "0" hatte, wurde sie zwar angezeigt, war aber dennoch nicht zu sehen.

Das klingt nach Unsinn, macht aber durchaus Sinn, nachdem das Problem erkannt und auch von uns behoben wurde. Auch wenn bis dato noch nicht klar ist, wie es dazu hat kommen können. Im Verlauf eines Updates oder einer anderen Operation? Auf jeden Fall wurde der Fehler weder von der Redaktion noch beim Programmieren sofort bemerkt.

Das hatte zur Folge, dass wir zunächst an vielen anderen Ecken und Enden herumschraubten (im übertragenen Sinne): Verschiedene Player wurden erprobt, verschiedene Codecs nacheinander eingestellt... und nach alledem bei dieser Gelegenheit sogleich auch schon überlegt, welches der eleganteste und effektivste Weg sei, ab spätestens Ende des Jahrs alle Flash-Dateien mit einem neuen Format ersetzt zu haben - wohl wissend, dass es ein neues Standard-Format, das immer und überall läuft und in Zukunft noch die nächsten, sagen wir mal 10 Jahre, noch laufen wird, dass es ein solches Format (noch) nicht gibt.

Damit aber zurück zur Aufgabenstellung und zu der Frage, wie sich diese fälschlicherweise in der Datenbank etablierte "0" durch einen anderen Wert ersetzen lässt, der ungleich "0" ist, also zum Beispiel 500 Pixel Brelte und 281 Pixel Höhe.

Zunächst war das Ziel, diese "0" verschwinden zu lassen. Da geschieht, in dem dieser Eintrag durch einen echten Nullwert in Form des Wortes "NULL" oder "NIL" zu ersetzen. Das gelang.

Was dann aber nicht mehr klappte, war der nachfolgende Versuch, nun einen neuen Wert einzustellen, der kleiner oder grösser als "NULL" ist. Da dieser "NULL"-Eintrag eben per Definition eben keinen Wert mehr hat, also tatsächlich für ein "Nichts" steht, für etwas also, das es dann auch nicht mehr gibt.

Was also tun?

Der nachfolgende Diskussions- und Arbeitsprozess sei jetzt an dieser Stelle nicht im Detail wiedergegeben. Wichtig daran ist es aber festzuhalten, dass die Lösung dieser Problemstellung den besonderen Reiz hatte, sowohl eine philosophische Seite anzureissen, als auch zugleich nach einem ganz konkreten Ergebnis zu verlangen.

Und hier ist das Ergebnis.

Erst nach der Vernichtung des "Nichts" war es möglich, den Videoformaten wieder einen Wert zuzumessen, der grösser war als Null. Und das bedeutete, dass schlussendlich 261 Videos wieder in ein Format versetzt wurden, in dem sie in einer Grösse von 500 mal 281 Pixel (bei einem Seitenverhältnis von 3 zu 4) gezeigt werden können.

Flash oder html 5, das ist die Frage

Mit diesem ersten Schritt wird es also nun möglich sein, die auf all diesen Seiten eingestellten Bewegtbilddateien auch wieder als Video sichtbar zu machen - unter der Voraussetzung, dass wir auch weitere obsolet gewordene sogenannte systemeigene "Multimedia"-Player" aufspüren, ersetzen, und dass wir nach wie vor einen aktuellen Flash-Player vorhalten.

Aber, einmal angeregt durch diese Debatte, ging die Diskussion weiter: ob es vorteilhafter sei, die bis dato generierten ".flv"-Dateien auf einen externen Server zu packen und von dort aus in ein Format konvertiert auszuspielen, das für den jeweils genutzten Browser kompatibel und akzeptabel ist, oder aber alle bestehenden Files in einen MPEG-4 Container mit einem H.264er Format zu überführen? Oder gleich in das Nachfolgeformat H.265/HEVC?

Versuch macht klug, dachten wir und begannen, die ersten Proben einer Formatwandlung zu fahren. Und erlebten dabei gleich eine doppelte Überraschung:
— für eine Reihe von ".flv"- Files stand bzw. steht das "Original"-Format gar nicht mehr zu Verfügung
— diese oder auch andere ".flv" Files wurden von den Konvertierungsprogrammen nicht als solche akzeptiert.

Das gilt nicht nur für solche Softwarepakete, die eher für die Nutzer aus einer Prosumer-Welt zugeschnitten sind, selbst bei den Adobe-Programmen gibt es zum Teil deutliche und nicht so leicht aufhebbare Konversionsverweigerungen, so wie zum Beispiel in dem nachfolgenden Screenshot zu sehen:

JPEG

Die Probe auf’s Exempel

Um auch an diesem Punkt nicht zu sehr ins Detail zu gehen, der Hinweis auf eine der aktuell avisierten Lösungsstrategien: wenn man sich nicht auf eine der kommerziellen Plattformen - wie zum Beispiel vimeo - verlassen will und nicht auf noch weiter zu entwickelnde Angebote - wie zum Beispiel Media-SPIP - warten will, bedarf es einer Softwarelösung, die eine möglichst breite Basis an Flash-Formaten zu verarbeiten in der Lage ist. Und die dieses in Form von Batch-Dateien macht. Also in der Lage ist, nach und nach eine ganze Reihe von Jobs abzuarbeiten, ohne dass man da immer noch dabeisitzen muss.

Die an diesem Tag getroffene Vorentscheidung lautet: sorenson SQUEEZE. Zur Verfügung stehen eine noch ganz alte Version 4.5, die so alt ist, dass sie sich nicht einmal mehr für ein Update eignet, und einer Version 8.5, mit der die folgenden hier in zwei Ausschnitten zur Darstellung gebrachten Versuche durchgeführt wurden.

Zu Anfang wird jeweils die Flash-Datei gezeigt. danach die jeweils beiden kleinsten von vier erstellten MP4-Versionen, die in unterschiedlicher Güte ausgespielt wurden: 240p, 480p - 720p und 1080p liegen auch vor, werden hier aber nicht eingespielt.
Als vierter Versuch folgt eine angeblich H.265 kodierte Version im AVC High@L1.3 Format, das mit dem Programm Convert_V3 hergestellt wurde.

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P.S.

Im nachfolgenden Beitrag vom Mittwoch dieser Woche gibt es auch einen kurzen Auszug aus der ARTE.tv-Sendung Xenius vom 1. Juli 2016, in der Linus Neumann vom CCC über die vielen Sicherheitslücken im Flash-Player berichtet und dazu rät, diesen ganz zu deinstallieren...

... und aktuelle Backups anzulegen!


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