Einladung: Der Film geht weiter!

VON Dr. Wolf SiegertZUM Donnerstag Letzte Bearbeitung: 25. Juni 2016 um 22 Uhr 58 Minuten

 

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde,

gerne laden wir ein in den
n.b.k. - Neuer Berliner Kunstverein / Chausseestr. 128/129 / 10115 Berlin

Donnerstag, 23. Juni 2016, 19 Uhr
"Über Holger Meins – ein Versuch, unsere Sicht heute (1982)"

Filmprojektion und Diskussion mit den Regisseuren
Gerd Conradt und Hartmut Jahn
moderiert von Siegfried Zielinski
(Medientheoretiker, Rektor der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe)

In deutscher Sprache
Eintritt frei

web links:
DE: http://www.nbk.org/diskurs/_conradt.html
EN: http://www.nbk.org/en/diskurs/_conradt.html

Über Holger Meins – Ein Versuch, unsere Sicht heute (1982) wurde gemeinsam von Gerd Conradt und Hartmut Jahn realisiert und beschreibt im Gesamtwerk der beiden Filmemacher eine Hinwendung zum Experimentellen und ein Neudenken der Möglichkeiten des Dokumentarfilms. Dieser Übergang vollzieht sich auch im Umgang mit den Inhalten des Films. Neben der Recherche in Archiven diente das Medium Video – zu dem Zeitpunkt erst ca. zwölf Jahre handhabbar – zur Abgrenzung vom Fernsehen und zur Anlage eines eigenen audiovisuellen Archivs. Eines Archivs auch der Zeitzeugen, hier vornehmlich der Vater von Holger Meins. Der als „Spurensuche“ verstandene Film legt dabei Interpretationsansätze und Erzählkonzepte offen und ermöglicht so einen neuen Blick auf Zeitgeschichte.

Das Screening findet im Rahmen der Werkschau Gerd Conradt der Deutschen Kinemathek, dem Bundesplatz Kino und dem ORWOhaus statt.

Gerd Conradt (*1941), aufgewachsen in der DDR, ist Regisseur, Kameramann, Künstler, Autor und Dozent. Gemeinsam mit Holger Meins gehörte er zu den ersten Studenten der 1966 gegründeten Deutschen Film- und Fernsehakademie (dffb) in Berlin. Seine Werke gestalten sich als Installationen, Fernsehspiele, Filme und Videoprogramme, die sich oftmals dokumentarisch und häufig in Form von Porträts mit Zeitgeschichte auseinandersetzen; zudem gehört er zu den Pionieren der Video-Poesie. Zu seinen Arbeiten zählen u. a.: Farbtest Rote Fahne (1968), Hold Me, Love Me – Irene Moessinger und das Tempodrom (1995), Fernsehgrüße von West nach Ost (1986), Menschen und Steine (1998),Starbuck Holger Meins (2001), Farbtest.3 (2003, anlässlich der 50. Venedig Biennale), Sinfonie eines Flusses (2007) und Video Vertov (2012).

Hartmut Jahn (*1955) ist Autor, Regisseur und Produzent. 1982 gründete er mit Gerd Conradt, Monika Funke Stern und Hanno Baethe das CONFU BAJA VIDEO-Studio. Er setzte sich früh und experimentell mit den Erzählformen des Mediums Fernsehen auseinander. Neben Kurz- und Langfilmen schuf er Multimedia-Projekte, arbeitete am Institut für Audiovisuelle Medien der Universität Hildesheim und gab Seminare an den Goethe-Instituten in Hongkong, Lima, New Delhi, Marseille und Mumbai. Seit 1998 ist Jahn Professor für Filmgestaltung an der Hochschule Mainz und seit 2011 zudem Sprecher des dortigen Instituts für Mediengestaltung.

Siegfried Zielinski (*1951) ist Medientheoretiker und seit 2016 Rektor der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe, von 2007 bis 2016 war er als Professor für Medientheorie an der Universität der Künste Berlin tätig, wo er auch das Vilém-Flusser-Archiv leitete. Weiterhin ist Zielinski Michel-Foucault-Professor für Medienarchäologie und Techno-Ästhetik an der European Graduate School in Saas-Fee (seit 2000) sowie u. a. Mitglied der Akademie der Künste Berlin und ehrenamtlich im Kuratorium des ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe tätig. Er war Gründungsrektor der Kunsthochschule für Medien Köln (1994–2000). Zu seinen Veröffentlichungen gehören u. a. Archäologie der Medien (2002), [... nach den Medien] (2012) und FLUSSIANA (2015, zus. m. Peter Weibel und Daniel Irrgang).

Die Absicht, aus dem Podiumsgespräch einige Auszüge wiederzugeben, scheiterte an dem Umstand, dass die Technik das Summe-Signal für den XLR-Zugang zum Aufnahmegerät auf Aufnahme anstatt auf Wiedergabe gesteckt hatte.

Daher wurden mit allen drei Podiumsteilnehmern im Nachgang noch Interviews geführt. Und das in einem extrem halligen Raum, in dem zu allem Überfluss auch noch während der Gespräche alles abgebaut wurde.

Dennoch der Versuch, einige Aspekte dieses Abends nochmals zur Sprache zu bringen.

Siegfried Zielinski:

Hartmut Jahn:

Gerd Conradt:


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