Vom Frauengefängnis zum Journalistinnenbund

VON Dr. Wolf SiegertZUM Sonnabend Letzte Bearbeitung: 5. Juni 2016 um 22 Uhr 45 Minuten

 

Hier das PDF zur ersten Einladung am Nachmittag dieses Tages: eine Art von open-house-warming-party im ehemaligen Frauengefängnis in Lichtenrade:

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Und hier der Link zur zweiten Veranstaltungen am Abend dieses Tages: Das Journalistinnen-Barcamp "Wir sind Expertinnen" der Jahrestagung 2016, das am Abend mit diesen Preisverleihungen seinen Höhepunkt fand:

- der 25. Hedwig-Dohm-Urkunde

- dem Marlies-Hesse-Nachwunchspreis

- dem Courage-Preis für aktuelle Berichterstattung.

Ein knappe Stunde Fahrzeit lag zwischen diesen beiden Orten - und Welten.

Doch selbst das war immer noch zu wenige Zeit, um sich wirklich auf die neue Situation eingestellt zu haben. Beide Orte - das Frauengefängnis in Lankwitz als auch der EventLounge des "Hauses Berlin" genannte Turm (auf der Gegenseite des ehemaligen "Haus des Kindes"). in dem einst die grossen künstlerischen "Kindsköpfe" der DDR ihre privilegierten Behausungen zugewiesen bekommen hatten - tragen bis heute ihre Geschichte mit sich.


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An dem Abend der Preisverleihung wurde denn auch nochmals ausdrücklich darauf verwiesen und allen Zugereisten mitgeteilt, dass dieser Abschnitt mit seinem Turm schon nicht mehr in Berlin-Mitte stehen würde, sondern in -Friedrichshain.


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Am Nachmittag zuvor war jeglicher Rekurs auf die Geschichte dieses Hause unterblieben (oder wurde beim Rundgang über das Gelände und durch die Räume nicht wahrgenommen). Auch auf der Webseite der Justizvollzugsanstalt für Frauen gibt dazu keine weiteren Hinweise mehr.


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Aber während des mehrstündigen Aufenthalts in diesen bislang noch nicht umgebauten Räumen war es so, als wenn die Menschen, die dort einst einsassen, immer noch auf ein seltsame Weise präsent waren...

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Auf jeden Fall fiel es schwer, all die Angebote anzunehmen, vom Recordshop bis zum Künstlerkollektiv und all den vielen VerSprechungen über den in Zukunft "kreativsten Knast Berlins" - so wie er im Kiez-Report-Video vom 23. April 2016 auf Facebook tituliert wurde.


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Welch eine Erleichterung, gut eine Stunde später über den Dächern Berlins zu stehen und von den KollegInnen aus der Branche herzlich empfangen zu werden.

Auf dem twitter-account #jb16 gibt es viele gute kurze Einblick in den Verlauf dieser Veranstaltung. Besonders erfreulich war das Bemühen aller Beteiligten, wirklich die Preisträgerinnen in den Mittelpunkt dieses Abends zu stellen (und nicht sich selbst).

Allein diese Haltung voller Respekt und von mehr als nur oberflächlicher Freundlichkeit erlebt zu haben, war es wert, diesen Abend an dieser Stelle verbracht zu haben.

Dennoch an dieser Stelle nochmals den beiden Veranstaltern Dank für diese beiden so unterschiedlichen und jeweils auf ihre Weise beeindruckenden Einladungen.

WS.


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