Microsoft: "never10"?

VON Dr. Wolf SiegertZUM Montag Letzte Bearbeitung: 30. September 2016 um 19 Uhr 19 Minutenzum Post-Scriptum

 

Diese Microsoft - Splitter wurden schon seit einiger Zeit an dieser Stelle zusammengetragen, nachdem sich aus allen möglichen Ecken und Ende die Zeichen mehren, dass sich der Konzern vor allem mit Zukäufen versucht, die Zukunft zu erobern, seine Zukunft dagegen Gefahr läuft, mit massiven Fehl-Leistungen in Gefahr zu bringen. Dazu gehört der nunmehr als gescheitert geltenden Versuch, mit seinem "mobile"-Portfolio eine dritte Säule neben der Präsenz von Google und Apple in diesem Markt errichten zu können. Und wenn dann solche Tricks dazukommen, aus den Windows-10-Adepten auch Nutzer zu machen, indem man sie mir ihren eigenen Verhaltensroutinen hinters Licht führt, ist es vorbei mit dem Vertrauens-Kapital der user-community.

I.

Frage an die Spezis:

Bedarf es wirklich solcher externen Software wie dieser hier:

https://www.grc.com/never10.htm

um sich gegen ein "Zwangsupdate" auf Windows 10 zu verwehren?

II.

Offensichtlich ja, da nunmehr dokumentiert ist, mit welchen Tricks der Nutzer dazu verleitetet werden soll, auf seinem Rechner das Update auf Windows 10 in Gang zu setzen:


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III.

Antworten zu dem Umgang mit Fragen wie diesen wird sicherlich die MS-Worldwide-Partner-Conference bereithalten, die in der Zeit vom 10.-14 Juli in Toronto, Kanada, stattfinden wird.


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Zwischenzeitlich hat die Zeitschrift CHIP schon mal die Endkonsumenten befragt:


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IV.

In der c’t Ausgabe 12 vom 28. Mai 2016 wirbt die Firma "QualityHosting" mit einem Online- Office-Paket für 5 fixe Endgeräte mit absolut wettbewerbsfähigen Preisen: https://office.qualityhosting.de/quality-office.html

Am Abend des 6. Juni wird der Pressestelle des Hauses diese Mail zugeschickt:

Wir prüfen gerade Möglichkeiten, die nicht nur uns als kleinem Journalistenbüro dienlichsein kann, wenn der bei uns derzeit gut laufende SBS aus der letzten Serie nicht mehr eingesetzt werden könnte, sondern wir überlegen auch mit grossen Partnern, ob und wie ein solches Angebot für Journalisten überhaupt aussehen könnte:
http://daybyday.press/5480
Bei dem von Ihnen jetzt geschnürten Paket sollten eine Reihe von Leuten aus unsere Branche neugierig werden.
Wenn Sie jetzt auch noch betätigen könnten, das selbst mein "Panama-Papers"-Kollegen all Ihr Zeug ebenso sicher bei Ihnen hätten liegen haben können, das wäre echt gut.
C’est tout.

Mit den besten Grüssen und Empfehlungen aus Berlin

[gez.] Wolf Siegert

 [1]

V.

Und hier kommen - wie gerufen als Bestätigung der oben dargestellten These über die Zukunfts-"Strategien" des Hauses - die ersten Kommentare zum LinkedIn-Kauf durch Microsoft:

Laut Meinung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, FAZ, vom 13. Juni 2016

"... wirkt das Geschäft vor allem aus Sicht von Microsoft und dessen Vorstandsvorsitzendem Nadella wohl durchdacht. Das Kerngeschäft von LinkedIn ist mit Personaldienstleistungen und Stellenanzeigen alles in allem solide aufgestellt. Der eigentliche Reiz aber liegt für Microsoft in den Effekten, die mit dem Geschäft eines Netzwerks wie LinkedIn verbunden sein können. Der Windows- und Office-Hersteller bekommt so Zugriff auf ein Netzwerk von mehr als 430 Millionen Berufstätigen und deren Arbeitgebern, denen er künftig seine Programme anbieten kann."

Im Standard aus Wien vom 13. Juni 2016 spricht Andreas Schnauder von der

"... Antwort auf die Kritik am verschlafenen Internet-Trend. Genauer gesagt: an den Lücken im Social-Media-Business. Dass Microsoft nun 26 Milliarden Dollar für ein Netzwerkportal auf den Tisch legt, darf durchaus hinterfragt werden. Längst von Apple und Google in den Schatten gestellt, will Microsoft offenbar ohne Rücksicht auf Verluste auf neue Geschäftsfelder setzen."

Schnauder ist der Meinung, dass Microsoft vor allem mit den selbst generierten Geschäften, nicht mit den Zukäufen punktet:

Der Konzern müsste vorgewarnt sein. Mit dem Kauf des Nokia-Handygeschäfts hat er sich ordentlich die Finger verbrannt. Dabei läuft das Stammgeschäft gar nicht so schlecht. Windows ist trotz schrumpfenden PC-Geschäfts eine Macht. Und mit dem Cloud-Bereich zeigt das Unternehmen, dass Rückgänge in einer Sparte am besten aus eigener Kraft kompensiert werden. Der Kauf von Linkedin könnte zur Offensive werden, die nach hinten losgeht.