2002: Beginn des Euros. Und 2017?

VON Dr. Wolf SiegertZUM Montag Letzte Bearbeitung: 2. Januar 2017 um 22 Uhr 01 Minuten

 

In der Deutschlandfunk-Sendung "Zeitzeugen im Gespräch" vom 26. Mai 2016 hörten wir Paul Kirchhof - einst Richter am Bundesverfassungsgericht - im Gespräch mit Stefan Detjen dieses sagen:

Am 1. Januar 2002 wurden in Belgien, Deutschland, Griechenland, Spanien, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, Holland, Österreich, Portugal und in Finnland die Deutsche Mark durch den Euro ersetzt. Im Mai letzten Jahres wurde der Euro von einem Abgeordneten der französischen Republikaner für tot erklärt.

Jaques Myard am 27. Mai 2016 in den "Informationen am Morgen":

In der Ausgabe der WELT vom 19. August 2016 verweist der Autor Holger Zschäpitz erneut auf eine Reihe prominenter Stimmen aus den USA und UK, die sich für das Ende des Euro ausgesprochen haben:

- James Mirrlees, Professor für politische Ökonomie in Cambridge: Der Euro muss weg für Europas Aufschwung

- Joseph Stiglitz: Nobelpreisträger fordert das Ende des Euro

Wie geht es weiter?

- Prof. Dr. Heiner Flassbeck: "Das Ende des Euro kommt 2017" [1]

Ich lebe in Frankreich. [...] 2017 wird in Frankreich gewählt. Und dann ist der Euro am Ende. Dann haben wir ein festes Datum, auf das wir hinarbeiten können. Wenn wir es bis dahin nicht schaffen, die Dinge zu wenden, dann wird 2017 der Euro mit grosser Wahrscheinlichkeit beendet. Und zwar von Mme. Le Pen.

Aber nachdem ausgerechnet die Ausgabe "70 Jahre Spiegel" mit dem Titel "Dieses Scheißblatt" aufmacht, ist eine Grenze durchbrochen, die das Verschweigen von Häme und Schlimmeren offensichtlich nicht mehr für angebracht hält.


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Dies gilt auch dann, wenn laut HAUSMITTEILUNG das Wort vom "Scheißblatt" von Willy Brandt kommen soll und das Bedauern "Schad’ fürs Geld" von Helmut Schmidt. Die unausgesprochene Konnotation zur "Lügenpresse" ist zu nahe, als dass sie einem nicht mit in den Ohren klingen würde...

Die Was-wäre-wenn-Frage aus Anlass der französischen Präsidentschaftswahlen [2] 2017 ist und bleibt legitim. Der akute Fall der Wahlergebnisse in den USA hat gezeigt, dass selbst das auch in Frankreich heute noch als als unmöglich Geglaubte [3] morgen blanke Wirklichkeit sein kann, die allen Prognosen Hohn spottet.

Anmerkungen

[1Quelle auf Anfrage

[2Es ist nicht ganz Ohne, dass ausgerechnet beim Öffnen dieser Seite in Deutschland eine "Der Euro ist verloren"-Anzeige auftaucht:
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Dass es sich hier um eine mit System geschaltete Anzeige handelt, dafür spricht, dass sie auch an andern relevanten Positionen zu finden ist. So zum Beispiel bei der EU-Info.de-Seite: Der Euro ist seit 1. Januar 2002 alleiniges "gesetzliches Zahlungsmittel"
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[3Hierzu auch die ZDF-Berichterstatterin aus Paris, Susanne Freitag, im Morgenmagazin "mo:ma" des ZDF am 2. Januar 2017:


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