Heute: DVB-T2 HD Start

VON Dr. Wolf SiegertZUM Dienstag Letzte Bearbeitung: 13. Juni 2016 um 20 Uhr 04 Minuten

 


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Liebe Medienvertreter,

so heisst es in dem Anschreiben des Pressesprechers der Deutschen TV Plattform vom Mittwoch, den 4. Mai 2016 (11:19):

[...] Ab 31. Mai werden Millionen Terrestrik-Haushalte in Deutschland erstmals HDTV-Programme empfangen: Mit DVB-T2 HD startet in 18 Ballungsräumen der Nachfolger des digitalen Antennenfernsehens DVB-T. Bis Mitte 2019 löst DVB-T2 HD das aktuelle Antennenfernsehen komplett ab. Um für den Übergang gerüstet zu sein, brauchen die Zuschauer neue Empfangstechnik – Geräte, die nicht nur über einen DVB-T2 Tuner verfügen, sondern auch den Kompressionsstandard HEVC (H.265) unterstützen. Empfangsgeräte, die mit dem Logo DVB-T2 HD ausgewiesen sind, können zudem die verschlüsselten Dienste der Privatsender abbilden – entweder über eine CI-Plus-Schnittstelle in Verbindung mit einem Modul, oder mit einem eingebauten CA-System.

Bereits am 24. März 2016 hatte in einer Pressemitteilung die MEDIA BROADCAST weitere Details auch öffentlich bestätigt:
- die beteiligten Sender: Das Erste, RTL, ProSieben, SAT.1, VOX und ZDF.
- die ausgesuchten Regionen: Bremen/Unterweser, Hamburg/Lübeck, Kiel, Rostock, Schwerin, Hannover/Braunschweig, Magdeburg, Berlin/Potsdam, Jena, Leipzig/Halle, Düsseldorf/Rhein/Ruhr, Köln/Bonn/Aachen, Rhein/Main, Saarbrücken, Baden-Baden, Stuttgart, Nürnberg und München/Südbayern
- die weiteren Schritte:
— Der Empfang der privaten TV-Sender wird bis zum Frühjahr 2017 ohne Zugangsentgelt möglich sein, die öffentlich-rechtlichen Programme werden weiterhin kostenfrei und unverschlüsselt zu empfangen sein.  [1]
— Bis 2019 erfolgt die schrittweise Ausweitung in mittelgroßen Städten und ländlichen Gebieten. Dann wird die Ausstrahlung der TV-Programme im bisherigen DVB-T-Standard in diesen Gebieten enden und komplett auf DVB-T2 HD umgeschaltet.

Und während diese neue Etappe des terrestrischen Fernsehens so auf diesem Weg eingeläutet und mit einem eigenen neuen "VB-T2 HD"-Logo in Verbindung mit den Empfangsgeräten bekannt gemacht wird, erfahren wir, dass das immer noch nicht das Ende der Fahnenstange sei. Die nächsten Säue, die durch unsere Wohnzimmer getrieben werden sollen lauten: "Ultra HD" und "High Dynamic Range (HDR)".

Was das wiederum bedeutet, produktionstechnisch, darüber ist ja bereits im April diesen Jahres im Rück-Blick auf die NAB-Show berichtet worden: Siehe "NAB-Show (III) Video-Interviews" und die diesem vorangestellten Beiträge.

Was das für den bundesdeutschen Markt zu bedeuten hat, darüber wird es auf dem ANGA COM-Kongress am 07. Juni 2016 von 16.15 bis 17.30 Uhr ein Podiumsgespräch mit den Branchenexpertengeben.

Das Ganze nennt sich "Strategiepanelder Deutschen TV-Plattform und des Kabelverbandes ANGA" und bespricht die Chancen von DVB-T2 und Mobilfunk zum Business Case Mobile TV". Mit dabei: Dr. Andreas Bereczky (ZDF), Wolfgang Breuer (MEDIA BROADCAST), Gert von Manteuffel (Telekom Deutschland), Andre Prahl (Mediengruppe RTL Deutschland), Rolf Wierig (Vodafone Deutschland) und Markus Zumkeller (Sony Europe) sowie als Moderator Jürgen Sewczyk (JS Consult/Eutelsat).

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Anmerkungen

[1Dem nachfolgend eingefügten Satz:
"Danach bedarf es eines sogenannten CI+ Moduls über das man sich dann auch die privaten ab dann kostenpflichtigen Programme freischalten kann."
wurde in einer Leserantwort vom Montag, dem 6. 6.2016 widersprochen und gesagt:
"Leider ist es eben nicht so, dass die privaten DVB-T2 Sender bis Ende 2016 (oder Frühjahr 2017) unverschlüsselt ausgestrahlt werden. Sie sind jetzt schon verschlüsselt, und nur mit speziellen Endgeräten empfangbar, die die Entschlüsselungshardware haben. Der zweite Satz im Zitat („Danach bedarf es eines sogenannten CI+ Moduls“) suggeriert, dass die privaten jetzt noch unverschlüsselt sind."
Vielen Dank für diesen Hinweis, dann auch die Reaktion ist diesem Irrtum aufgesessen. WS.


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