tm: Start der "transmediale" im 29. Jahr 2016

VON Dr. Wolf SiegertZUM Mittwoch Letzte Bearbeitung: 5. Februar 2016 um 20 Uhr 02 Minuten

 

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Programmankündigung vom 10.11.2015
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Programmankündigung vom 15.12.2015

Den ersten Programmankündigungen Anfang November folgend freuen wir uns, weitere Teilnehmer_innen bekanntzugeben, die vom 3. bis zum 7. Februar 2016 zur transmediale/conversationpiece im Haus der Kulturen der Welt zusammenkommen. Die transmediale wird seit 2004 von der Kulturstiftung des Bundes als Leuchtturmprojekt der Gegenwartskultur gefördert und diese Förderung nach der jüngsten Entscheidung des Stiftungsrates bis mindestens 2022 erhalten.
Das vollständige Programm ist in Kürze online unter http://2016.transmediale.de/deverfügbar.
Informationen zu dem kuratorischen Konzept hier.
Jussi Ängeslevä (fin), Jamie Allen (ca), Nicholas Anastasopoulos (gr), Sabrina Apitz (de), Heba Y. Amin (eg), Jacob Appelbaum (us), Alfredo Aracil (es), Lucia Arias (es), Burak Arikan (tr), Lara Baladi (eg), Jocelyn Bailey (uk), John Beck (uk), Liat Berdugo (us), Didier Bigo (fr), Ryan Bishop (uk), Jean-Marie Boyer (fr), James Bridle (uk), Johannes Bruder (de), Declan Clarke (ie), Andrew Clement (ca), Brody Condon (mx), Constant (Michael Murtaugh, Nicolas Malevé) (us/be), Diakron (dk), Keller Easterling (us), Sara Diamond (ca), Anne-Marie Duguet (fr), FM Einheit (de), Lori Emerson (us), Lucas Evers (nl), Nina Runa Essendrop (dk), Jennifer Gabrys (us), Victor Mazón Gardoqui (es), Felix Gerloff (de), Sarah T Gold (uk), Oliver Grau (de), Moritz Greiner-Petter (de), Vinay Gupta (uk), Corinna Haas (de), Martin Hartmann (de), Femke Herregraven (nl), Brian Holmes (us), Ralf Homann (de), Kasper van der Horst (nl), Sophie Hoyle (uk), Juha Huuskonen (fi), Wolfgang Kaleck (de), Valentina Karga (gr) & Pieterjan Grandry (be), Serhat Köksal (tr), Joasia Krysa (pl), Lancel & Maat (nl), Ilari Larjosto (fi), Geoffroy de Lagasnerie (fr), François-Joseph Lapointe (ca), Tomi Leppänen (fi), Simona Levi (it), Evan Light (ca), Isabell Lorey (de), Geert Lovink (nl), Christian de Lutz (de), David Lyon (ca), Emily Martinez (cu/us), Nicolas Maigret (fr), Nicholas Mirzoeff (us), Shintaro Miyazaki (ch), Ola Möller (se), Matthias Monroy (de), Annette Mühlberg (de), Deborah Natsios (us), Robert Ochshorn (us), Phoebe Osborne (us), Jussi Parikka (fi), Claus Pias (de), David Pello (es), Peng Collective (de), Alison Powell (ca), Robert Pravda (nl/rs), RecPlay Lab (nl), Regine Rapp (de), Kate Rich (aus), Alona Rodeh (is) & Mule Driver (is), Steve Rowell (us), Thibaut de Ruyter (fr), Stefan Schumacher (de), Nishant Shah (in), Esra’a Al Shafei (bh), Carsten Stabenow (de), Hito Steyerl (de), Tactical Media Connections (David Garcia, Eric Kluitenberg) (nl), Matthias Tarasiewicz (de), Troy Conrad Therrien (us), Mario de Vega (mx), Vermeir & Heiremans (be), Gökce Yurdakul (de), Kazys Varnelis (us), Mikko Viljakainen (fi), Sophie Carolin Wagner (at), Eyal Weizman (is), Jutta Weber (de), Krystian Woznicki (de), Christoph Wachter & Mathias Jud (ch/de), John Young (us), Liam Young (au), Siegfried Zielinski (de)
Programm
Innerhalb der verschiedenen thematischen Streams, die als Organisationsprinzip für die Veranstaltungen dienen, präsentiert die transmediale Keynote Conversations: Im Stream Anxious to Share geben Architektin, Autorin und Professorin Keller Easterling und Architekt und Autor Eyal Weizman Mikro- und Makroperspektiven, um Raum als Macht und Informationssystem lesbar machen.
Für Anxious to Act spricht die Filmemacherin und Autorin Hito Steyerl mit dem Kunsthistoriker und Wissenschaftler für visuelle Kultur Nicholas Mirzoeff über Repräsentationspolitik und kritische künstlerische Praktiken in Zeiten globaler Konflikte.
In der Keynote Conversation des Anxious to Secure-Streams skizzieren Isabell Lorey und David Lyon den für die neuen Formen der Staatsführung verantwortlichen gegenwärtigen Stand der (Un)Sicherheit und zeigen neue Perspektiven auf, um über Sicherheit und Prekarität nachzudenken.
Jutta Weber und Kazys Varnelis beschäftigen sich in der Anxious to Make-Keynote Conversation auf die historische und politische Tätigkeit von Maker und Making in verschiedenen Situationen, Größenordnungen und Zeitlichkeiten vom Arbeitsplatz bis hin zu der vernetzten Stadt.
Teilnehmer_innen: Keller Easterling, Hito Steyerl, Isabell Lorey, David Lyon, Nicholas Mirzoeff, Kazys Varnelis, Jutta Weber, Eyal Weizman
Mit einer Reihe von Hybrid-Events verbindet Conversation Piece künstlerische und wissenschaftliche Praxis in Formaten, die Talks, Screenings, Performances und temporäre Installationen beinhalten.
Ein Beispiel dafür ist Drone-2000 von Nicolas Maigret und Jean-Marie Boyer. Es spielt in einer dystopischen Zukunft und präsentiert eine Reihe von autonomen, von funktionsgestörten Algorithmen angetriebenen Flugsystemen, um verschiedene Fehlfunktionen von Drohnen zu demonstrieren. Das Vertrauen in die Autonomie der Maschine ist hier eine echte Erfahrung, die mit dem Publikum geteilt wird und so instinktive und psychologische Reaktionen gegenüber symbolischer und realer Gefahr triggert.
Martin Hartmann, Sophie Hoyle und Stefan Schumacher erforschen in Die innere Sicherheit die Psychologie von Sicherheit: Die Teilnehmer_innen stellen die Frage, wie Bedrohungen dieser Sicherheit (falsch) wahrgenommen werden und wie Gesellschaft, abgeleitet von unseren täglich genutzten Technologien, um sie herum aufgebaut wird.
5 Jahre nach dem Arabischen Frühling kommen Heba Y. Amin, Lara Baladi, Özge Çelikaslan, Alper Şen und Esra’a Al Shafei zusammen, um die Ereignisse in Retrospektive zu reflektieren und nach vorne zu sehen.
In Border Visions werden Matthias Monroy, Christoph Wachter & Mathias Jud, Peng Collective und Gökce Yurdakul gegenwärtige Formen der Grenzpolitik analysieren, um daraus potentielle Entwicklungen für die nächsten fünf Jahre abzuleiten: Für welche Strategien der Aufnahme und der Ausgrenzung, Überwachung und Kontrolle steht das heutige Europa und auf welche Art und Weise werden sie das zukünftige Europa bestimmen?
Declan Clarke verbindet in der neu inszenierten Live-Version seines Films Group Portrait with Explosives die tschechische Stadt Brno mit dem nordirischen South Armagh, um zu beleuchten, welchen Einfluss Weltwirtschaft und verschiedene Arten der Grenzpolitik auf Menschen haben.
Die kritisch-poetische Performance Radio Picknick von Ralf Homann wird erstmals im Dialog mit historischem Filmmaterial aufgeführt: Der Künstler und Radiojournalist verknüpft darin den Begriff des Picknicks, die Geschichte des freien Radios und die Privatisierung der elektronischen Medien.
Future Factories bringt führende Interaction-Designer, Wirtschaftswissenschaftler und Entwickler wie Jussi Ängeslevä, Matthias Tarasiewicz und Alison Powell zusammen, um über Maker-Kulturen der Zukunft zu sprechen.
Unter den Teilnehmer_innen sind: Jussi Ängeslevä, Heba Y. Amin, Lara Baladi, Jean-Marie Boyer, Özge Çelikaslan, Declan Clarke, Martin Hartmann, Ralf Homann, Sophie Hoyle, Christoph Wachter & Mathias Jud, Nicolas Maigret, Matthias Monroy, Peng Collective, Alison Powell, Esra’a Al Shafei, Alper Şen, Steve Rowell, Stefan Schumacher, Matthias Tarasiewicz, Gökce Yurdakul
Unter den Panels ist The Persistence of the Lab, in dem Lori Emerson, John Beck, Ryan Bishop und Claus Pias das Labor als Schlüsselort für Forschung und Entwicklung in der digitalen Kultur seit dem Kalten Krieg. Diskutiert werden aktuelle Rollen von Laboren zwischen Militär, Industrie, Universität und Entertainment.
Let’s talk about Whistleblowing! mit Jacob Appelbaum und Wolfgang Kaleck (Edward Snowdens Anwalt) bietet eine Plattform für eine visionäre Debatte über die Möglichkeiten, durch die Whistleblowing und die Veröffentlichung von geheimem Material ein rechtmäßiger und angesehener Teil von Demokratie werden kann.
MediaActs mit Tactical Media Connections (David Garcia, Eric Kluitenberg), Simona Levi und Heba Y. Amin behandelt die Frage, was in der Postmedialität kritischen Medienaktivismus ausmacht.
Vinay Gupta und ein Repräsentant von FairCoop beschäftigen sich mit neuen “Sharing”-Systemen innerhalb der sich immer mehr auf Dienstbarkeit ausgerichteten Sharing Economy, um Erfahrungen zu diskutieren und Potentiale auszuloten.
Das Panel Archive, Curate, Educate: Active Media Arts bringt kuratorische, künstlerische und akademische Perspektiven auf Medienkunst zusammen, um die Rolle von Archiven in der kuratorischen Praxis, Raumgestaltung und technologiebasierter Kunstpraxis zu besprechen.Teilnehmer_innen sind Jussi Parikka, Oliver Grau, Joasia Krysa, Constant (Michael Murtaugh, Nicolas Malevé), Anne-Marie Duguet und Ryan Bishop.
In (Re)Positioning Maker Culture debattieren Jocelyn Bailey, Annette Mühlberg und Kate Rich über die Entwicklung von Hacker-, DIY und Maker-Kulturen in Richtung Mainstream sowie die Auswirkungen, die derartige Verschiebungen oder Brüche auf einzelne Produzent_innen, kulturelle wie auch unternehmerische Absichten und Grundsätze haben.
Unter den Teilnehmer_innen sind: Heba Y. Amin, Jacob Appelbaum, Jocelyn Bailey, John Beck, Ryan Bishop, Constant (Michael Murtaugh, Nicolas Malevé), Anne-Marie Duguet, Lori Emerson, Oliver Grau, Vinay Gupta, Wolfgang Kaleck, Joasia Krysa, Simona Levi, Annette Mühlberg, Jussi Parikka, Kate Rich, Tactical Media Connections (David Garcia, Eric Kluitenberg)
Die transmediale produziert gemeinsam mit dem CTM Festival das einzigartige Performanceprojekt Still Be Here mit dem virtuellen Popstar Hatsune Miku, der sich seit seiner Erfindung 2007 vom Sprachsynthesizer zu einem angehimmelten, gemeinschaftlichen konstruierten Cyber-Star mit wachsender User-Community, unzähligen Auftritten in Stadien als virtuelle 3D-Projektion und über 100.000 weltweit veröffentlichten Songs entwickelt hat.
Von Künstlerin Mari Matsutoya initiiert und konzeptualisiert wird Still Be Here gemeinschaftlich von Musikproduzentin Laurel Halo, dem preisgekrönten Choreographen und bildenden Künstler Darren Johnston sowie der virtuellen Künstlerin LaTurbo Avedon entwickelt und von Digital Artist Martin Sulzer produziert.
Produziert im Auftrag von transmediale und CTM Festival, in Zusammenarbeit mit dem Donaufestival, Barbican und Metal.
Die Arbeit ist eine Adaption von Hatsune Miku, copyright Crypton Future Media Inc. 2007, lizenziert als Creative Commons BY-NC.
Weitere Infos hier.
Für seine Performance Erklär mir bitte, was beunruhigend sein soll am Einlassen von Badewasser! öffnet Ex-Einstürzende Neubauten-Mitglied FM Einheit sein Ton-Archiv der 80er Jahre in Berlin: O-Töne der Maifestspiele in Kreuzberg, das Klappern von Heiner Müllers Schreibmaschine in seiner Wohnung in Ostberlin, O-Töne von S- und U-Bahnhöfen und diverse Klangmaschinen werden zum Ausgangspunkt neuer Kompositionen, ergänzt um Material von Filmemacher Walter Lenertz. Beteiligt an dem offenen Klanglabor sind Andrew Unruh, FM Einheits langjähriger Partner bei den Einstürzenden Neubauten, der Medienarchäologe Siegfried Zielinski sowie die Gruppe The Anarchivists (Bob Meanza, Odysseus Klissouras, Mário Gomes).
Unter den Künstler_innen sind: FM Einheit, Alonah Rodeh & Mule Driver, RecPlay Lab
Performance mit Hatsune Miku initiiert von Mari Matsutoya in Zusammenarbeit mit Laurel Halo, Darren Johnston, LaTurbo Avedon und Martin Sulzer
Unter den während der transmediale/conversationpiece gezeigten Filmen und Videos ist der wiederentdeckte experimentelle Spielfilm Echtzeit von Hellmuth Costard und Jürgen Ebert aus dem Jahr 1983, der sich zu einem beeindruckend frühen Zeitpunkt mit dem Zusammenspiel von Computergrafik und Militärtechnik, Simulation und Wirklichkeit in einer von elektronischen Systemen und Automatisierungsprozessen geprägten Welt beschäftigt. Ebenfalls Teil des Films ist Konrad Zuse, Entwickler des ersten programmierbaren Computers.
Die Kurzfilmprogramme Touch of the Real, Breaking Crisis und Dance Before Dark verknüpfen die inhaltlichen Schwerpunktsetzungen der Streams untereinander.
In Hana Kims Der bittere Apfel vom Stamm (2014) und Alex Gerbaulets Schicht (2015) wird der Wandel der Arbeitswelten in Südkorea und Deutschland vor dem Hintergrund komplexer Familiengeschichten erzählt.
Kinda Hassan und Dalia Naous choreographieren in Cairography (2013) subtile Überschreitungen im öffentlichen Raum Kairos.
In ihrem dystopischen, in den Tagen von Hurrican Sandy gedrehten Sci-Fi-Tanzfilm Ditch Plains (2013) lässt Loretta Fahrenholz die Streetdance-Gruppe Ringmasters Crew über New York und seine sichtbaren und unsichtbaren Netzwerke halluzinieren.
Anwesende Gäste sind u.a. Declan Clarke, Brian Holmes, Steve Rowell, Thibaut de Ruyter, Vermeir & Heiremans
Einer der Workshops ist Graph Commons mit Software- und Datenkünstler Burak Arikan, der das Design und das Verständnis von komplexen Netzwerken durch Mapping und visuelle Analyse in den Mittelpunkt stellt und die gegenwärtige Auffassung von dem Netzwerk als kreatives und kritisches Medium erweitert.
In Trust Me, I’m an Artist: Cellular Propeller treffen der Künstler Howard Boland und Lucas Evers von der Waag Society aufeinander, um ethische Probleme zu untersuchen, die sich aus dem Zusammenwirken von Kunst und Biowissenschaften ergeben.
Unter den Workshop-Anbieter_innen: Jussi Ängeslevä, Alfredo Aracil, Lucia Arias, Burak Arikan, Liat Berdugo, Howard Boland, Lucas Evers, Jennifer Gabrys, Sarah T Gold, Emily Martinez, Ola Möller, David Pello, Helen Pritchard, Ben Vickers
Ebenfalls Teil des Programms sind diverse Buchpräsentationen wie Trevor Paglens und Jacob Appelbaums Autonomy Cube. In Zusammenarbeit mit dem Edith-Russ-Haus für Medienkunst wird die begleitende Publikation zu der gleichnamigen Skulptur im Gespräch mit Keller Easterling und Jacob Appelbaum vorgestellt.
Clemens Apprich stellt im Gespräch mit Magdalena Freudenschuss seine neue Publikation Vernetzt – Zur Entstehung der Netzwerkgesellschaft vor. Indem er die Geschichte eines alternativen Web-Diskurses erforscht, entwickelt Apprich in seinem Buch ein mediengenealogisches Verständnis, um das aktuell vorherrschende Konzept soziotechnologischer Netzwerke weiterzudenken und sich in die gegenwärtige Debatte über das Internet einzumischen.
Kooperationsprogramm
In Zusammenarbeit mit dem Online-Magazin Berliner Gazette initiiert die transmediale einen Workshop und einen Round Table: Tacit Futures: Diving into the Snowden Archives ist die Folgeveranstaltung zu UN|COMMONS und eine Kooperation zwischen dem Online-Magazin Berliner Gazette und der transmediale im Kontext des Tacit Futures-Projekts der Berliner Gazette.
Im Fokus stehen die im Juni 2013 von dem ehemaligen NSA-Mitarbeiter Edward Snowden veröffentlichten Dokumente, die als eine Art kollektives Unterbewusstsein diskutiert werden, das in Bezug auf unsere soziale und politische Gegenwart wie auch unsere Zukunft befragt werden soll.
In der Studio Gallery wird in Kooperation mit Professor Siegfried Zielinski von der Universität der Künste der Atlas zum MedienDenken und MedienHandeln in Berlin präsentiert. Der Fokus der Installation liegt dabei vor allem auf medientheoretischen Diskursen und künstlerischen Praktiken von den späten 1940ern und dem ersten Jahrzehnt der 2000er und lokalisiert die damit verbundenen Orte kartografisch. An verschiedenen Stationen werden sie tiefergehend in Form von verschiedenen Materialien wie Videos, Soundtracks, Found Footage, Interviews und Recherchematerialien erforscht, mit denen die Besucher interagieren können.
In Zusammenarbeit mit ARTE Creative präsentiert die transmediale die Weltpremiere des Exploration Games Californium. In dem Hybrid Event können die Zuschauer gemeinsam mit dem Produzenten Noam Roubah alternative Realitäten erkunden und Teil der interaktiven Hommage an den einflussreichen Kult-Science Fiction-Autor Philip K. Dick werden.
Netzwerkprogramm
Für das Vorfestivalprogramm Vorspiel kooperieren transmediale und CTM – Festival for Adventurous Music and Art vom 15. Januar bis zum 7. Februar 2016 wieder mit einem Berliner Netzwerk aus Projekträumen, Galerien und unabhängigen kulturellen Akteur_innen aus dem Feld der digitalen Kunst und Kultur sowie experimenteller Musik und Klangkunst, die sich inhaltlich auf die beiden Veranstaltungen beziehen.
Mit dem Vorspiel soll der Dialog zwischen beiden Festivals gestärkt und das in den letzten Jahren aufgebaute Netzwerk ausgebaut werden. Als Teil von transmediale/reSource, dem Ganzjahresprogramm der transmediale, verbindet es verschiedene Genres und Praktiken, um Gelegenheiten für Austausch und Reflexion zu schaffen und Gemeinschaften und Individuen zusammenzubringen, die sich kritisch mit Kunst, Technologie, Politik und Identität auseinandersetzen.
Zum Vorspielprogramm folgt eine gesonderte Pressemitteilung im Januar.
Die kanadische Künstlerin, Kritikerin, Kuratorin und Wissenschaftlerin Sara Diamond hält die Marshall McLuhan Lecture am 2. Februar 2016 in der Botschaft von Kanada. Diamond ist Präsidentin des OCAD – The Ontario College of Art and Design University und bekannt für ihre Arbeit als feministische Video- und Multimedia-Künstlerin, Pädagogin und ihre frühere Rolle als Gründerin und Direktorin des einflussreichen Banff New Media Institute von 1995 bis 2005.
Weitere Informationen hier.
Der Vortrag wird auf Englisch gehalten; der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten.
transmediale Marshall McLuhan Lecture ist eine Kooperation zwischen transmediale und der Botschaft von Kanada.

Und so ist denn die ganze "Eröffnung" selber auch in ein neues Format getaucht worden. Mehr Bars, mehr Sitzgelegenheiten, und noch mehr Orte, an denen miteinander geredet werden kann: Brian Holmes und Steve Rowell tun das ohne Punkt und Komma auf der Bühne:
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das Publikum auf dem künstlichen Rasen im Foyer:
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oder vor den Turntables von DJ Megatron::
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vielleicht ist es gut, zum Abschluss dieser Einführung nochmals darauf aufmerksam zu machen, was "conversation piece" wirklich meint, auch auf die Gefahr hin, "Eulen nach Athen" zu tragen: Im Merriam Webster Lexikon wird zwischen zwei Bedeutungen dieses Begriffs unterschieden:

1 : a painting of a group of persons in their customary surroundings

2 : something (as a novel or unusual object) that stimulates conversation

In der Wikipedia ist die erste dieser Konnotationen erläutert mit dem Satz: an informal group portrait, especially those painted in Britain in the 18th century, beginning in the 1720s und das dort als Beispiel zitierte Bild: The Tribuna of the Uffizi, by Johan Zoffany, 1772-8, Royal Collection, Windsor ist auch der sinn-optische Schlusspunkt des kuratorischen Statements der "Macher" dieses Festivals.

Zitat:

Das Format Conversation Piece versucht nicht, den Zustand zwischen Untätigkeit und Handeln aufzulösen, indem es etwa beschleunigt oder entschleunigt. Im Gegenteil: Es nimmt bewusst diesen unbequemen Zwischenraum ein, um das Gespräch um seiner selbst willen zu eröffnen.
Auf diese Weise schafft es auch eine Gelegenheit, ältere Festivalthemen neu zu diskutieren und über die Zukunft des Formats Festival zu reflektieren.


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