Zündfunk Netzkongress 15

VON Dr. Wolf SiegertZUM Sonnabend Letzte Bearbeitung: 2. Februar 2016 um 13 Uhr 11 Minuten

 

Zitat aus dem Impressum der Internetseite des Netzkongresses

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In dem Trigger zu dieser als der der vorangehenden Seite war der Text eingetragen:

"Dieser Kongress wird auch in diesem Jahr besucht und Teil der - in diesem Jahr wohl auch kommentierenden - Berichterstattung sein."

Der Verlauf des ersten Abends zeigt, dass es doch zunächst ein eher stenographisches Aufnehmen von Sätzen und Thesen ist, die da von der Bühne kommen - und zumindest durch das Aufschreiben ein Stück weit vorverarbeitet werden

Damit wird es auch so weitergehen. Weitere Kommentierungen folgen... am Ende dieses Stenographs.

Und hier ein Online-Einblick in das Programm.

10:30
Das Runde muss ins Netz
Wie Datensammeln den Fußball verändert. Fabian Winckler
10:30 – 11:00 Uhr | Konferenzraum im ‘Haus des Fußballs’

11:00
Digitale Selbstermächtigung
Keynote. Peter Sunde
11:00 – 12:00 Uhr | Große Bühne

Aus seiner Sicht gibt es kaum Hoffnung auf den Erfolg der Demokratie, der Wahrnehmung von Katastrophen, und der zeigt eines der letzten Interviews mit George Orwell zu seinem Buch "1984".

Er verweist auf die Aktionen von "YES"-Men, die sich als Dow-Chemicals "verkleidet" haben und damit ernst genommen wurden.

"Ich denke, jeder sollte mal im Gefängnis gewesen sein. Das ist eine Erfahrung, die einen sehr bescheiden macht, und zugleich sehr ärgerlich."

Die Probleme werden sich nicht auf der technischen Ebene lösen lassen, sondern nur auf der politischen. Wenn Facebook verbietet, dass das Stillen von Babies gezeigt wird, dann m u s s man dort intervenieren.

Spottify oder Netflix sind nicht die Lösung für das Flat-Rate-Konzept, die gehen nicht nach Afghanistan

"Wir haben keine Lösung für das, was wir nicht ändern können."


11:15
Promis auf Instagram
- außer Kontrolle. Marc Baumann, Süddeutsche Zeitung Magazin
11:15 – 11:45 Uhr | Kleine Bühne

11:15
Literatur in einer totalüberwachten Welt
Workshop. Michael Schommer
11:15 – 12:45 Uhr | Konferenzraum im ‘Haus des Fußballs’

12:00
Was bringt das Netz Frauen mit Haltung?
Hass oder Inspiration – Diskussion mit Anke Domscheit-Berg, Kübra Gümüşay und Anne Wizorek
12:00 – 13:00 Uhr | Kleine Bühne


12:00
Coden für AnfängerInnen
Workshop: Random basics of computing. Rails Girls Berlin
12:00 – 14:00 Uhr | Foyer

12:15
Gute Maschinen, schlechte Maschinen
Christian Schiffer
12:15 – 12:45 Uhr | Große Bühne

Und wie es so sein soll, klappt es zu Anfang mit der Technik nicht.

Gezeigt wird ein Gynoid und ein Android... aus Metropolis
Gezeigt wird Pygmalion... die Frau aus Elfenbein.. wird menschlich.
Gezeigt wird ExMachina
Gezeigt wird Roxxxy als Sexroboter
Gezeigt wird Pepper the Robot

- Besprochen wird: Rossum’s Universan Robots (R.U.R.)
- Besprochen wird Blade Runner
- Besprochen wir iRobot mit einem FOXCON-Logo auf der Stirn
- Besprochen wird Steven Hawkings und seine Stellungnahme
- Besprochen wird der japanische Pflegeroboter Paro
- Besprochen werden die Roboter, in denen Menschen sitzen

Die Japaner bauen die besseren Roboter, die Amerikaner die bessere Software.

Boston Dynamics stellen ihre neue Roboter vor, die nicht mehr umkippen... und wurden von Google gekauft.

Future_of_Life... soll die Gefahr erforschen, ob man sich durch die Roboter letztendlich auslöschen lassen könnte.

12:30
Verlängerung im Netz
Wer gewinnt beim Fußball auf Twitter, Facebook & Co.? Mit Felix Loesner, Leiter Social Media beim FC Bayern, Markus Herrmann, Max-Jacob Ost und Gunnar Jans
12:30 – 13:15 Uhr | Konferenzraum im ‘Haus des Fußballs’

12:45
Der Aufstieg der Maschinen
Terminieren wir uns bald selbst? Diskussion mit Hans-Arthur Marsiske und Janina Sombetzki
12:45 – 13:45 Uhr | Große Bühne

Dr. Hans Arthur Marsiske:

Ja, es gibt die reale Gefahr, von den Robotern an die Wand gespielt werden. Der Blick auf die Roboterwettkämpfe - und das seit 15 Jahren - zeigt, dass es Jahr und Jahr besser wird. Und wenn wir in der Lage sind, lernfähige Roboter zu bauen, müssen wird verstehen, dass das nicht länger nur seelenlose Maschinen sind.

Was ist, wenn die Roboter einen Waffe in die Hand zu bekommen?

Das entscheidende Projekt lautet: Experimentelle Anthropologie: Wir haben die Chance, uns selber besser zu verstehen, indem wir "uns" besser nachbauen.

Deshalb haben wir heute eine grosse Verantwortung, was die Zukunft der Roboter betrifft.

Bezieht sich auf eine aktuelle Studie der Daimler Benz Stiftung über autonomes Fahren. Die Forderung lautet, dass wir uns neu und auf breiter gesellschaftlicher Basis diskutieren müssen.

Dr. Janina Dombetzki:

Philosophen werden leider oft mit Propheten verwechselt werden. Nein, man muss vor dieser Entwicklung keine Angst zu haben. Denn das Ganze ist kein Naturphänomen.
Je mehr wir wissen, je mehr wir können, desto mehr ziehen wir uns auf Extrempositionen zurück.

In der klassischen Anthropologie wird der Mensch immer aus der Figur des Tiers entwickelt. Aber jetzt können wir auch onthologische Eigenschaften an die Maschine abgeben, etwa die Willensfreiheit, die Vernunft- diese gelten heute noch als "gottgegeben".

Aristotelis: Die Tugend als Prinzip
Kant: Deontologie: Die Unterscheidung von Mord und Todschlag
: Bentham-Mill: Utilitarismus: Maximierung des grössten denkbaren Glücks

Ein reines Kant-Auto müsste die Autonomie immer noch dem Menschen überlassen bleiben. Ein Auto, dass sich nach dem "gesunden Menschenverstand" entscheidet, wird es wohl nicht geben können.

Frage: ist der freie Wille eine Illusion?
Frage: Wird eine Maschine eher Angela Merkel überfahren oder die Queen?

Kant oder Hume? Ja: Empathie ist entweder perceptuell oder imaginativ. Die perceptuelle kann auch den Maschinen beigebracht werden, aber die imaginative?

13:30
Die Zukunft der Satire im Web
“Programmier doch mal was Lustiges!” Philipp Walulis
13:30 – 14:00 Uhr | Kleine Bühne

13:30
Das Internet als Propagandamaschine
Terroristen und Social Media. Stefan Christoph
13:30 – 14:00 Uhr | Konferenzraum im ‘Haus des Fußballs’


14:00
Die dritte industrielle Revolution
– und was der 3D-Druck damit zu tun hat. Anke Domscheit-Berg [1]
14:00 – 14:45 Uhr | Große Bühne

Die drei "Revolutionen":
Wenn ein neues Energie-Regime mit einer neuen Technologie zusammenkommen:
- Der Buchdruck und die Dampfmaschine -> Eisenbahn
- Die Elektrifizierung und die Fossilen Brennstoffe -> Auto
- Die erneuerbaren Energien und das Internet -> shared Transport

Unser Energienetz wird in Zukunft organisiert werden wie das Internet. Jede Haus kann sein eigene Kraftwerk haben - und sein.

Das gilt auch für die Finanzierung. Mit Bitcoin (dafür brauchen wir keine Banken mehr)
Oder Filmfinanzierung über Indigogo. Der Suez-Kanal wurde in der zweiten Spur über Crowdfunding finanziert, in nur einer Woche.

Der 3-D-Drucker braucht auch diese Druck-Designs. Und diese können über open-source-Software besorgt werden. Thingiverse.com - Datenbanken liefern das.
Heute kann eine Handprothese zum Preis von - einst - 30tsd $ heute für 10$ zu bekommen.
Heute kann auf Papier ein Stromkreis gedruckt werden, der funktioniert.
2014 wird das erste Auto von Localmotors in Chicago gedruckt - und gefahren.
2015 das DM_Blade ist eine Mischung aus vielen Verbundelementen und Carbonrohren: Und so eine Fabrik kostet heute noch 20 Mio und nicht mehr 1 Milliarde.

Der Druck der Zukunft wird out-of-the-box stattfinden.
Die additive Produktion erlaubt: 80% weniger Bauabfall

Die wichtigste Folge ist eine Art von r e v e r s e G l o b a l i s i e r u n g

Aber; bei der Diskussion der Urheberrechtsreform der EU ist das Thema der Kopie eines realen Produktes überhaupt noch nicht Gegenstand.

Dieses hat eine riesige Folge für die Logistik: der Beruf des Kraftfahrers wird weitgehend wegfallen.

Auch die Frage des bedingungsloses Grundeinkommen wird neu gestellt werden müssen.

"Ich hätte mir nicht vorstellen können, dass je die verdammte Mauer einmal fällt. Und seitdem glaube ich, dass alles geht."

14:15
“I want a third pill!”
Slavoj Žižek und die Wahl der dritten Pille. Christina Dinar
14:15 – 14:45 Uhr | Konferenzraum im ‘Haus des Fußballs’

14:30
Was ist Awareness?
Workshop: Grenzüberschreitung und mögliche Gegenstrategien. Johannah Illgner
14:30 – 15:30 Uhr | Foyer

14:45
Prekäres Arbeiten
Wenn die App zum Arbeitgeber wird. Sebastian Strube
14:45 – 15:15 Uhr | Kleine Bühne

15:00
Die Kunst des Trollens
Wie Hass und Dummheit die hohe Kunst des Trollens in Verruf bringen. Linus Neumann
15:00 – 15:30 Uhr | Große Bühne

Das neue Thema: "Gut drauf trotz Internet / Social Media"

"alles was utopisch war im Internet hat keine Bedeutung mehr"

Alles was hilft, hat Recht. Aber wie geht das im Internet?

Wer hat bislang seine Meinung aufgrund eine Online-Debatte geändert?

Wir führen im Netz gar keinen Diskurs... "es findet nicht wirklich eine Debatte statt"

Social Media ist Entertainment - und genau so muss man damit auch damit umgehen.

Ein guter Troll entlarvt ... und wirft nicht vor. Und gibt den "Bösen" das Seil, an dem sie sich dann erhängen können.

10 Regeln für das alte Spiel

1. Du hast verloren, wenn Du meine Worte brauchst.
Wer weniger Wort braucht, hat gewonnen

2. Du hast verloren, wenn Du erklären musst.

3. Du hast verloren, wenn Du dich rechtfertigen musst.

4. Du hast verloren, wenn Du mehr Worte brauchst.

5. Du hast verloren, wenn Du Dich aufregst.

6. Du hast verloren, wenn Du nicht lachst

7. Du hast verloren, wenn Du dich ernst nimmst

8. Du hast verloren, wenn Du die anderen ernst nimmst.

9. Du hast verloren, wenn Du Eigenschaften zuschreibst

10. Du hast verloren, wenn Du drohst.

Aber: Wie man damit eingehen?

- Nicht löschen, denn auch damit wirst Du ernst genommen.

- Wer "besorgte" verteufelt, bestätigt die Theorie Ihrer Besorgnis

- Wie damit umgehen? Mit "Hellbanning" , die Leute ins Abklingbecken schicken
- Wie damit umgehen? Mit einer "Trolldrossel", in dem man den Leuten den Spass am Kommentieren nimmt. Dazu gibt es einen CCC-Vortrag.

Es bleibt die gute Frage: Das Gute ist oft des Gegenteil von "gut gemeint".

Fazit.
Humor als Waffe.
Gutmutig und einfühlsam bleiben - und ein bisschen gemein.
Spott und Hohne ist die beste Methode, um auch die Nazis in die Schranken zu verweisen.


15:00
Uchronie
Das Potenzial eines alternativen Zeitsystems. Helga Schmid
15:00 – 15:30 Uhr | Konferenzraum im ‘Haus des Fußballs’

15:15
Zukunft der Arbeit oder Arbeit oder Zukunft?
Diskussion mit Thorsten Hübschen und Michael “Six” Silberman
15:15 – 16:15 Uhr | Kleine Bühne

15:30
Zwischen Meinungsfreiheit und Hate Speech
Diskussion mit Leena Simon, Daniel Wüllner, Linus Neumann und Julia Schramm
15:30 – 16:30 Uhr | Große Bühne

Leena Simon: Ex-Piratein? Nein, noch keine "Ex"...

"Der tolle Traum, alles zu kommunizieren führt dazu, dass ungeprüft ganz viel Schrott produziert wird."

"Netzkompetenz reicht nicht, es bedarf auch einer Demokratiekompetenz. Und daran mangelt es noch bei den Piraten."

Keine Hasskomentare mehr auf Facebook? "Ich bin dagegen, dass die Gerichte privatisiert werden."

"Wir müssen auch das versuchen zu verstehen, was wir nicht gutheissen."

Daniel Wüllner Redakteur: Leserdialog ... die "Zensurbehörde"... hat inzwischen 2 Millionen Kommentare Kommentare für die Süddeutsche gelesen.

"Wir brauchen als Zeitung Facebook, weil die uns Leser zuliefern... wir veröffentlichen auch auf Facebook"

Man schreibt das, was man fühlt.

Ja, wir sind auch mit den "Uwe Ostertags" in Verbindung. Man kann Beiträge verbergen, oder dann auch blocken, Oder wir schreiben zurück: "Wir sind auch Menschen und auch nicht böd". Und das haben wir früher nicht gemacht. Wir müssen den besorgten Bürgern auch zuhören und ihnen antworten, so lange es irgendwie geht.

Die Kommentarfunktion heute hat schon lange nichts mehr mit dem Thema der Leserblattbindung zu tun.

Das Abschalten der Kommentare unter den Artikeln? Heute gibt es noch drei aktuelle Foren die für die Kommentierung offen sind.

Es gibt jetzt eine Vormoderation. Bestimmte Texte werden gleich gar nicht veröffentlicht. Und dann kommt es zu einer Art der künstlichen Verknappung. Von den 2000 Artikeln werden noch 200 veröffentlicht.

Linus Neumann "Vergesst Facebook als Diskursmedium..."

Das Unvermögen, mit den Äusseren Anderer umzugehen, sollte nicht dazu führen, dass die Rede- und Scheibe-Freiheit eingeschränkt wird.

Der Kern einer Reiz-Thema-Debatte liegt in einer Anschuldigung.

Die These: hochemotionale Thesen funktionieren besser im Internet als ausdifferenzierte Themen.
Was man schreibt liesst sich oft bösartiger als das, was man selber dabei gedacht hat. Warum? Weil man nicht die Handlungs-/Verhaltensmuster dieser Person miterlebt.

Die Vertreter der Piraten-Partei konnten mit der Aufmerksamkeit nicht umgehen, die ihren Äusserungen entgegengebracht wurde.

Eine vertrauliche, persönliche Antwort kann - dennoch - oft weiterführen.
Wichtig ist es dabei dafür Sorge zu tragen, dass dem Gegenüber die Chance gegeben wird, das Gesicht zu wahren.

Mit der "Zensur" auf Facebook werden wir das Problem nicht aus der Welt schaffen.
Auch diese Menschen, deren Texte jetzt verboten werden sollen, sollen noch die Möglichkeit haben, sich neu zu orientieren.

15:45
#BlackLivesMatter
Wie sich Black Twitter in den USA zum Anti-Diskriminierungschannel entwickelt hat. Sara Weber
15:45 – 16:15 Uhr | Konferenzraum im ‘Haus des Fußballs’

16:45
Digitale Zivilgesellschaft
Wie Engagement gegen Neonazis und Xenophobie online funktioniert. Julia Schramm
16:45 – 17:15 Uhr | Kleine Bühne

16:30
Filter Bubbles
Eine Liebeserklärung an eine Notwendigkeit. Jürgen Geuter
16:30 – 17:00 Uhr | Konferenzraum im ‘Haus des Fußballs’

16:45
Peng!
Die Aktionskünstler vom Peng! Kollektiv slammen die Politik
16:45 – 17:45 Uhr | Große Bühne

Es gibt die INTELEXIT [2] - Präsentation für potentiellen Aussteiger aus den Geheimdiensten. Bisher gibt es "nur" die Bilder von Snowden und Matrix.
Und jetzt gibt es die Aktion mit Propaganda-Plakaten für die neue Aktion.
Man muss die Institutionen anlächeln, gerade weil wir es ernst meinen!
UND: Es haben sich jetzt echt schon Leute gemeldet, die aussteigen wollen.
Es ist wichtig, eine sichere Kommunikation aufzubauen, eine, die wirklich sicher ist.

Wir machen weiter, weil wir weitermachen müssen, obwohl wir uns verrechnet haben und absolut pleite sind.

"leaks... machen wir nicht. Uns geht es um die Menschen."

Mehr unter:
- www.pen.gg/support
- www.intelexit.org


17:30
Virtual versus Reality
Zukunft sehen. Virtual versus Reality. Evelyn Hriberšek
17:30 – 18:15 Uhr | Kleine Bühne


17:15
Big Data und die Musikindustrie
Massive Attack: Die spannendsten Daten über Musik. Kevin Schramm
17:15 – 17:45 Uhr | Konferenzraum im ‘Haus des Fußballs’

17:45
#RefugeesWelcome
So hilft München Geflüchteten on- und offline. Ron Schickler und Mischa Kunz
17:45 – 18:15 Uhr | Große Bühne

Die Tendenz: Raus mit den Flüchtlingen aus der Innenstadt von München

Learning: Reingehen in die Aktion bevor man beginnt, die Website zu bauen.

Learning: Sachspenden waren schon gar nicht aktuell, sondern die Suche nach den HelferInnen war von Bedeutung.

Learning: Das Chaos war vorprogrammiert. Also musste man das Ganze wie eine Firma organisieren. Und dann wurden Abteilungen gegründet.

"Alle wollten helfen, aber keiner weiss wie?"

"Habe selten so viel Hilfsvereitschaft gesehen, wie hier in München, Und darauf bin ich echt stoz drauf."

"Es war Chaos, aber es war auch richtig cool".

Zwei Maximen:
- Wir wollen da sein, wenn Menschen Hilfe brauchen. Aber: So wenig HelferInnen als möglich dabei vergraulen.

Die Flüchtlingshilfe München gab es schon lange, und dann waren die Neuen DIE "offizielle" Webseite der Stadt München

"Wenn wir Facebook nicht gehabt hätten, hätte das alles nicht geklappt"

Innerhalb von 3 Stunden riesige Mengen von Schlafsäcken etc...

Learnings: Die ganzen Behörden haben atemberaubende Kräfte aufgebracht. Aber es hat auch der vielen tausenden von Menschen bedurft.
Die richtigen Deos einkaufen, und die richtigen Tampons, und die richtigen Verpackungen.
Wissenstransfer ist - immer wieder neu - not-wendig.
Der Umgang mit den Emotionen der Helfer immer wieder neu lernen.
Mit den Vorwürfen umgehen, die per Trolling ankommen. Und diese Leute "umzudrehen"

- fluechtlichshilfe-muenchen
- willkommen-in-muenchen
- muenchen ist bunt
- refugeehackathon.de

18:00
Die Macht der Nostalgie
Warum das fortschrittlichste Medium so rückwärtsgewandt ist. Gunnar Lott
18:00 – 18:30 Uhr | Konferenzraum im ‘Haus des Fußballs’

18:30
Wir küren das interessanteste Start-up
Mit Dr. Ingo Potthoff und den Start-ups: frischlich aus München, Aquakin aus Fürth, MYO aus München, Enziano aus Bad Endorf, nate aus München
18:30 – 19:30 Uhr | Kleine Bühne

18:30
Flüchten mit Facebook statt Schleusern
Das Smartphone als Dirigent und Museum der Flucht. Sammy Khamis [3]
18:30 – 19:15 Uhr | Große Bühne

Über die Bedeutung des Smartphones als Reise-Zeit-Zeuge.

Die Schleuser haben auf Facebook ein eigenes Businessmodell - sieben Beispiele werde im Verlauf dieses Vortrags gezeigt. Und dann sogar Werbefilme, ja, Werbefilme, die die Schleuser eingestellt haben um zu zeigen, wie easy die Überfahrt ist.

Was ist die am meisten in Google gesuchte URL? "Flucht nach Deutschland". "Überfahrten". Inzwischen gibt es schon "wie helfe ich mir selbst" - Graphen.
Bis hin zu den Infos, wann die Grenzbeamten Schichtwechsel haben.

Als am 15. September die Grenze in Ungarn dicht gemacht wurde, wurde einen Tag später die Selbsthilfe-Gruppe darauf hingewiesen, dass es einen neue Weg gibt. Die Quelle war... The Guardien...

Die Syrische ID kostet 300 Dollar, der Pass kann dann bis zu 3000 Dollar kosten.

18:45
Game over? Next Level!
Wie das Internet der Macht Angst macht. Patrick Breitenbach
18:45 – 19:15 Uhr | Konferenzraum im ‘Haus des Fußballs’

19:05
Live: Zündfunk Magazin
Radioshow vom Zündfunk Netzkongress. Oliver Buschek
19:05 – 20:00 Uhr | Foyer

19:45
Szenische Lesung
Supernerds – Gespräche mit Helden. Ensemble des Münchner Volkstheaters
19:45 – 20:30 Uhr | Kleine Bühne


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Auch hierzu noch einen Kommentar?
Ja: gerne. Aber nur "unter vier Augen".

WS.


19:30
Die lustigen Abenteuer des Luftballonfickers
“Sende eine SMS mit “Uschi” an die 666″. Tobias Langer
19:30 – 20:00 Uhr | Konferenzraum im ‘Haus des Fußballs’

19:45
Meme-Jeopardy
Meme erraten mit der ganzen Netzkongress-Familie. Anna Bühler und Christian Schiffer
19:45 – 20:30 Uhr | Große Bühne

20:00
Mit Licht malen
Workshop: Lightpainting und der Pixelstick. Ulrich Tausend
20:00 – 20:30 Uhr | Foyer

22:00
Party
Zündfunk-Deejaying
ab 22:00 | Foyer und Volksküche

Anmerkungen

[1adb@opengov.me

[2PS: intellēxit = third-person singular perfect active indicative of intellegō
understand, comprehend, realize, come to know.
perceive, discern, see, observe, recognise; feel, notice

[3#smarteflucht


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