China-Seminar in Bonn

VON Dr. Wolf SiegertZUM Donnerstag Letzte Bearbeitung: 30. Oktober 2015 um 03 Uhr 57 Minutenzum Post-Scriptum

 

Noch ist vollkommen offen, ob es zu einer Teilnahme an diesem Seminar kommt, auf dem "China-Experten [...] die kulturellen Besonderheiten des Landes" näherbringen und "aktuelle Informationen über die chinesische Unternehmenskultur und den chinesischen Markt" vermitteln werden.

Das Ganze steht im Zusammenhang mit einer Interessensbekundung, die im Verlauf der KW 34 an die Projektleitung der GIZ übermittelt wurde, nachdem dieses nachfolgend als PDF dokumentierte Angebot eingetroffen war:

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GIZ: Fit für das Chinageschäft

Dazu einige Materialien, die in der Zeit zwischen der ersten Kontaktaufnahme und der Entscheidung zur Teilnahme eingesammelt wurden.

Hier zunächst das Interview, das der Chef des Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln, Michael Hüther, Tobias Armbrüster in der Deutschlandfunk-Sendung "Informationen am Morgen" vom 25. August 2015 gegeben hat:

Diese Analyse ist deutlich differenzierter als das, was in der Ausgabe vom 14. August 2015 das Magazin Focus mit dieser Überschrift anzeigte: Dem Drachen geht die Puste aus
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und diesem Titel: Wie krank ist China?

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Die Auswirkungen der Entwicklungen auf dem Finanzmarkt in der VR China beschreibt Konrad Busen am Ende der KW 35 / 2015 in den Informationen am Morgen des Deutschlandfunks am Samstag, den 29. August 2015 - aus dem wir hier einen Ausschnitt zitieren - so:

Am Montag, den 31. August 2015, schreibt DE VOLKSKRANT aus Amsterdam über die bevorstehende Militärparade in Peking:

"Damit hofft Präsident Xi Jinping, vom Katastrophenmonat August ablenken zu können. Der Börsenchrash in Schanghai oder das Explosionsunglück in Tianjin: In beiden Fällen überzeugte das Krisenmanagement nicht. Und die Folgen bekamen vor allem Bürger aus der Mittelklasse zu spüren. Geschickt hielt Präsident Xi Jinping großen Abstand und überließ Premier Li Keqiang die Schmutzarbeit. Möglicherweise will Xi Jinping sich später von ihm trennen"

Und der TAGESANZEIGER aus Zürich schreibt am gleichen Tag:

"Das alte Gefüge zwischen dem Anspruch totaler politischer Kontrolle und den Anforderungen einer immer differenzierteren, modernen Wirtschaft gerät aus der Balance. Das alte Wachstumsmodell, das auf Staatsinvestitionen, Schwerindustrie und Massenfertigung basierte und das Überkapazitäten, Fehlinvestitionen, eine gewaltige Verschuldung und Umweltzerstörung mit sich brachte, ist am Ende. Chinas Wirtschaft muss sich wandeln. Das Problem: Der Wandel gelingt nur, wenn Peking zu schmerzhaften Reformen bereit ist."

Und das berichtet Markus Rimmele aus Anlass der Militärparade in Peking am 3. September 2015 in der Sendung "Wirtschaft am Mittag" im Deutschlandfunk:

Am Montag, den 7. September nimmt das Thema nochmals eine interessante Wendung... und verweist direkt auf einen auch thematisch wichtigen Zusammenhang, der hier schon seit langem eine wichtige Rolle gespielt hat: Seit der Inszenierung der ersten interaktiven Fernsehshow für die ARD"Eins ist Trumpf" im Sommergarten anno 1989 (sic!).
Es geht um die Zeichnung eines Letters of Intent für eine neue CE-Messe in Shenzhen: "IFA 2015 Day Four".


Auch nachdem fest steht, dass es weder eine Einladung nach Bonn und damit auch keine Möglichkeit der Teilnahme an der Reise geben wird, soll nochmals zumindest eine Stimme ziertiert werden. An eben jenem Tag, an dem die deutsche Kanzlerin erneut in der VR China zu Besuch war (wohl das 7. Mal ?), gerade, als dort die Entscheidung verkündet wurde, dass es mit der Ein-Kind-Politik vorbei sei.
Es geht um ein Interview, das der Vize des MERICS-Instituts am Morgen des 29. Oktober 2015 im Deutschlandfunk Jasper Barenberg gegeben hat:


Weiter auf dem Tisch liegen derzeit zwei Bücher:

- CHINAS MEGATRENDS von John & Doris Naisbitt, das zur Buchmesse des Jahres 2009 bei HANSER mit dem Satz angekündigt wurde: "Wer verstehen möchte, wie China handelt und was dies für uns bedeutet, muss dieses Buch lesen!"

Hier im Gespräch mit dem dctp.tv-Macher Alexeander Kluge aus seiner Reihe: "Gärten der Neugierde":

- EUROPE-CHINA CULTURAL COMPASS
Dieser Titel ist auf der Internet-Seite von EUNIC, European Union National Institutes for Culture, ausführlich dargestellt und kann HIER bestellt HIER auch online als PDF eingesehen werden.

P.S.

Bis zu dem heutigen Zeitpunkt hat es weder ein offizielle Annahme noch Ablehnung der Bewerbung um eine Teilnahme an der heute beginnenden Veranstaltung gegeben.

Und alle weiteren, inzwischen informell ausgetauschten Informationen haben hier in dieser Form von Öffentlichkeit nichts zu suchen.

Warum allerdings, so die bislang unbeantwortete Frage: wenn diese Veranstaltung eh’ kostenpflichtig ist, hätte dann nicht auch ein Teilnahme zugelassen werden können, ohne dass damit eine Teilnahme an der Reise gekoppelt gewesen wäre?


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