Richters "Meer" in lagunagrün

VON Dr. Wolf SiegertZUM Sonntag Letzte Bearbeitung: 1. Juli 2015 um 10 Uhr 12 Minuten

 

Dieses Foto beruht auf der e-Mail-Meldung aus dem Verlagshaus Klaus Wagenbach vom Montag, den 22. Juni 2015, 22:29 mit einer Einladung in die Nicolaische Buchhandlung in der Rheinstraße 65, 12159 Berlin ab 11 Uhr.

Es ist zwar nicht so gut wie das dieser nachfolgend zitierten Einladung beigefügte [1], aber dennoch für diesen Tag als DAS Sonntagsfoto unverzichtbar.

Denn in diesem hier dokumentierten Moment wird aus einer ganzen Reihe von Publikationen der Band: "Das Meer. Geschichte der ältesten Landschaft" von Dieter Richter [2] präsentiert:


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Susanne Schüssler stellt den Verlag vor

Vor über 50 Jahren, am 25. August 1964, hat Klaus Wagenbach beim Bezirksamt Berlin Wilmersdorf den »selbständigen Betrieb eines stehenden Gewerbes« angemeldet. Die ersten Bücher waren kaum erschienen, als der Verlag schon totgesagt wurde, ein Ritual, das sich in schöner Regelmäßigkeit über die Jahre wiederholt hat. Das mag kaum erstaunen, denn »selbständig«, das hieß von Anfang an auch exponierte politische und literarische Überzeugungen auf eigene Kosten zu vertreten. War der Verlag vor allem in seiner frühen Zeit durch politische Anfeindungen von außen wie durch innere Auseinandersetzungen gefährdet, so musste er später dafür kämpfen, die hohen literarischen und inhaltlichen Vorstellungen trotz allgemeiner Verflachung und Erlahmung beizubehalten.Er ist noch immer unabhängig und macht davon Gebrauch, seine Meinungen vertritt er auf eigene Kosten. Er ist nicht groß, aber erkennbar. „Warum so verlegen“, fragt die Verlegerin Susanne Schüssler und erzählt aus der wechselvollen Geschichte des Büchermachens: Wie überlebt man gute Bücher, warum sind Überzeugungen wichtiger als vermeintliche Marktbedürfnisse und wieso müssen Entscheidungen sorgfältig getroffen werden. Wie behält man Autor und Leser gleichzeitig im Blick (ohne zu schielen) und warum sind Ernsthaftigkeit und Vergnügen keine Gegensätze. Susanne Schüssler stellt Autoren vor, die erst zu entdecken waren, verrät, wie man an Klassiker der Moderne erinnert und junge Leser überrascht, oder warum es sich lohnt, unabhängigen Quer-Köpfen Raum für neue Gedanken geben. Sie berichtet aus dem Lektorat, wo über Literatur, Sachbücher zu Geschichte, Kunst- und Kulturgeschichte sowie Politik diskutiert, manchmal gestritten wird. Und sie erklärt, was es mit dem Konsenslektorat und der berühmten ‚Herzklausel‘ auf sich hat. Und natürlich, warum Bücher schön sein sollen.

Susanne Schüssler, geboren 1962 in München, beendete 1991 ihr Studium der Germanistik, Kommunikationswissenschaften und des Verlagsrechts an der Münchner Ludwig-Maximilian-Universität mit Promotion. Nach dem Abitur einjähriges Volontariat im Carl Hanser Verlag, dann einige Jahre dort als Werkstudentin. Längere Auslandsaufenthalte und Verlags- und Buchhandelspraktika in New York, Paris, Köln. Ab 1990 in Berlin, seit 1991 im Verlag Klaus Wagenbach, seit 2002 als Verlagsleiterin. Die vorgestellten Bücher wird man käuflich erwerben können.

Wir freuen uns sehr über Ihr Interesse!
Ihr Verlag Klaus Wagenbach

Anmerkungen

[1
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[2... dem der Autor in Anerkennung und Freundschaft in Folge einer langjährigen Zusammenarbeit immer noch verbunden ist.


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