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VON Dr. Wolf SiegertZUM Dienstag Letzte Bearbeitung: 31. Dezember 2014 um 02 Uhr 44 Minuten

 

"INTO THE WILD soll als Motto der re:publica 2014 den Blick öffnen für verschiedene Ansätze, um das Internet und die Gesellschaft der nahen Zukunft zu verstehen und zu verbessern: Wenn Algorithmen uns zu gläsernen, kontrollierbaren weil berechenbaren Menschen machen, müssen wir vielleicht unberechenbarer werden? Die Auflösung von Strukturen, das Verlassen der populären Trampelpfade hinein ins Chaos, in die Irrationalität, in die Wildnis eben, könnten Strategien sein. Aber wie finden wir uns dann noch zurecht, wie finden wir zueinander? Wie flüstert man im Netz und vor allem: mit wem? Wird nicht, wer ein freies, unkontrolliertes Netz fordert, umso mehr kontrollieren müssen, wer dabei sein darf und wer draußen bleiben muss?"

Intro: http://re-publica.de/

Nach all dem vorangegangenen Stress mit dem Medienboard war letztendlich der Empfang vor Ort offen und freundlich. Ein kleines grünes Armband reicht, dann gibt es zwei Tüten in die Hand: eine re:publica-Stofftüte und eine Medienboard-Papiertüte - mit allerlei Inhalt:


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Auch der Arbeitsplatz ist schnell gefunden: Es gibt eine Media-Convention-Lounge mit weissen Arbeitstischen und jeweils einer grossen Leiste mit Steckdosen. Noch ist der Raum weiss, kalt und leer. Aber so hat der Hausherr dieser Abteilung Gelegenheit, sich in der Schaar seiner Getreuen auf seinen Auftritt vorzubereiten - und den Autor ungehindert wirken zu lassen.


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Die Begrüssung der Teilnehmer auf der Hauptbühne ist knapp, klar und engagiert. Jeder spielt seinen Part und jenseits aller Partikularinteressen wird klar, dass es hier um die Frage des Überlebens oder des Todes eines "freien Internets" geht.


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Es wird sogar der Versuch unternommen, das gesprochene Wort life mitzuschreiben. Ein Versuch, der zeimlich gut gelingt [1]

Das Engagement für die Verfolgten und Verfehmten ist mehr als nur ein Lippenbekenntnis. Es setzt den Ton der Konferenz, das Leitmotiv. [2]

Vieles findet nun zeit-gleich im Netz und auf der Bühne statt. Und gerade diese Interaktion zwischen diesen Welten ist es, was die Begegnungen interessant macht und fruchtbar werden lässt.


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Spätestens zum Mittag macht dann aber doch der W-LAN-Server schlapp und es ist gut, dass auf dem eigenen Laptop noch der eigene bei der Telekom eingekaufte GSM-Zugang zur Verfügung steht - und die Weiterarbeit erlaubt.

Nach einem Ausflug zur Eröffnungsveranstaltung der Media Convention zum Thema "Digitale Agenda in Deutschland" [3] ist auch auf der Hauptbühne ein ausschliesslich mit Frauen besetztes Panel zu erleben:
Das Interview von Alexa O’Brien mit Sarah Harrison.
Welch ein Unterschied. Welche Welten, die da zwischen diesen beiden Veranstaltungen liegen: sprachlich, kulturell, menthal, politisch, ...


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Anstatt sich selber ins Rampenlicht rücken zu lassen - hätten alle für das Thema Politik in Deutschland verantwortlichen Frauen diese Zeit lieber dazu verwenden sollen, sich auf diesen Dialog dieser beiden Frauen einzulassen - aber vielleicht werden sie die Möglichkeit nutzen, sich diesen später nochmals als Streaming-Angebot von der re:publika-Webseite abzurufen, oder sogar zu einem späteren Zeitpunkt zu einem persönlichen Dialog zu treffen.

NACHFOLGEND NUR EINIGE STICHWORTE FÜR DIE NOCH AUSSTEHENDE FERTIGSTELLUNG DIESES TEXTES.

Es folgt ein Bericht über eine Pitching-Session auf der MIZ-Stage.

Die für 16 Uhr angekündigte Veranstaltung mit Johnney Häusler wird auf 16:45 verlegt - eine gute Gelegenheit in einem kleinen "Zug durch die Gemeinde" viele bekannte Gesichtet nicht nur wiederzusehen, sondern sich auch kurz zu begrüssen und wohlgefällige Worte übereinander auszutauschen.

Ich bin keine Akademiker - vortragen ist nicht so mein Ding - der ursprüngliche Titel war: "WTF is wrong with people...." ist aber nicht genommen worden... "was zum Teufel ist los mit den Leuten"... Über das Leben in einer Gesellschaft mit Vielen und Vielfalt.

"Ich bin zeitlich zwischen Hasselhof und Lobo". Und auf der ersten re:publica gab es noch keine Kommentare auf Spiegel. Und heute sammelt er auf allen zur Verfügung stehenden Kanälen die Stimmen um Stimmungen zu fixieren.

75% der Webseites gehören Webgrabbern.

Welches der vier Themen ist mir am "egalsten"?

Und in den letzten 10 Minuten können aus dem Publikum Fragen gestellt werden, die dann im Kollektiv beantwortet werden?

Die Frage: gibt es eine Netzgemeinde? Wird per Akklamation abgestimmt. Die Mehrheit sagt "Nein".

Der Vortrag über die Reise in die ZUukunft.

Sie zeigt Filme von Jules Vernes bis zu Matrix.... und zeigt, wie in der Vergangenheit die Zukunft erzählt wird.

Dann der Hinweis auf die Idee des "Holodecks" mit der Möglichkeiten, auch eigene Welten zu entwerfen. Und benennt Beispiele, wie dieses heute umgesetzt wird:
im Theater der "Temple Studios" " I want to make a new kind of motion picture" : The Drowned Man. A Bosh Film
im Oculus Rift wird das Holodeck neu gespielt.
die Kontaktlinse von Centre of Microsystems Technology in Ghent
Das Spiel Ingress als ein Alternate-Reality-Game
Die "Leviathan-Geschichte"

Verweis auf Kurt Vonnegut mit seinen Referenz-Schemata:
— Man in Hole
— Boy Meets Girl
— From Bad to Worse
— Which....

Ihr Beispiel ist das Roboter-Mensch-Verhältnis, illustriert an vielen Geschichten:
— E.T.A.Hoffmann (1816): Der Sandmann (wie macht man Automaten so lebendig, dass sie "wie echt" wirken]
— Mary Shelley (1819) Frankenstein oder der moderne Prometheus
beide Haupt-Personen scheiden schliesslich aus dem Leben...
— Maria aus Metropolis
— iRobot Isaac Asimov 1950 (was passiert, wenn der Roboter denkt)
— Blade Runner
— Prometheus , David, der künstliche Mensch ist von einem Menschen nicht mehr zu unterscheiden
— Her von Spike Jonze (2013) darin verlässt das Programm den Menschen
— Transcendence (2014) Die künstliche Intelligenz ist ein Mensch, der seinen Koerper verliert.

dwd-akademie.de

www.dreamsoftelectricsheep.org

Weitere Beispiele:

Tron, Rasenmähermann, Ghost in a shell, Transmetropoliton,

Was ist originell, was ist ein Original?

Hinweis aus Scott Mc Cloud.

Sascha Lobo hält einen so langen Vortrag, dass er immer noch redet, als die Veranstaltung .... vorbei ist.

Oranisiert Euch, struktuiert Euch, vernetzt Euch

Anmerkungen

[1Und jetzt schon Raum gibt vor Vorschläge, dieses im Folgejahr einer automatisierten Funktion zu überlassen, die so hörverständig und schreibstark ist wie der heute agierende menschliche Live-Ticker.

[2Und es fordert zugleich zur Frage heraus, ob hier die Dions der Webgeneration 1.0 sich der Nostalgie hingeben werden oder kampfbereit und mit Humor bewaffnet sich den aktuellen Herausforderungen weltweit zu stellen bereit sind.


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