Kontrolle ist gut, Misstrauen auch

VON Dr. Wolf SiegertZUM Freitag Letzte Bearbeitung: 14. September 2017 um 00 Uhr 09 Minuten

 

Es gibt Tage, an denen das wichtigste Ereignis des Tages ein ganz unerwartetes ist und, wie in diesem Fall, sehr wenig mit den klassischen Themen dieser Publikation wie IKT, Medien und Kunst, zu tun hat.

Es geht nicht einmal um das nun vor fast 40 Jahren veröffentlichte Buch: "Zen and the Art of Motorcycle Maintenance", das in Deutschland mit der ISBN-Nummer 9783596220205 unter dem Titel "Zen und die Kunst, ein Motorrad zu warten" erschienen ist.

Es geht vielmehr um ein Motorrad, das zu Beginn der 80er Jahre fertiggestellt und vor wenigen Wochen gebraucht - mit neuem TÜV - erworben wurde.
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Heute stellt sich heraus, dass die Prüfplakette für dieses Motorrad in diesem Zustand so nie hätte erteilt werden dürfen.

Diese Feststellung ist nicht nur als eine mögliche Beschwerde gegenüber einer Einzelperson gemeint. Sondern sie stellt in Frage, worauf denn eigentlich noch Verlass sein kann, wenn nicht einmal mehr auf die technischen Prüfdienste?

So, wie der Fall aktuell aussieht, kann (noch) nicht behauptet werden, dass hier jemandem "ein Gefallen erwiesen" wurde. Fakt aber ist, dass mit einem derart grob fahrlässigen "Durchwinken" ein Menschenleben in Gefahr gebracht wurde.

Und das, das hätte wahrlich so nicht sein müssen.


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Nachtrag: Mit Bezug auf die Mitschriften vom Dienstag und Mittwoch dieser Woche kommt es zu einem - rein zufällig (?) entdeckten - Zusammenhang zwischen dem Roman von Robert M. Pirsig und der Diskussion um den Qualitäts-Begriff, dargestellt in einem Amteurvideo aus dem Jahr 2009: