Campus Party (Day Three)

VON Dr. Wolf SiegertZUM Freitag Letzte Bearbeitung: 19. Januar 2015 um 17 Uhr 29 Minuten

 

DIESER TEXT IST NOCH IN ARBEIT ... ER DARF GELESEN ABER SO NOCH NICHT ZITIERT WERDEN.

0.

Auch dieser Tag wird mit einem Zitiat-Beitrag der Medien-KollegInnen eröffnet: Ein Interview der Deutschland-Radio-Kultur Breitband-Redaktion [1] mit Don Tapscott, die mit ihren Fragen weit über das Ziel der ersten Nerds-Generation hinausschiessen - und damit bei Don gut ankommen:

http://breitband.dradio.de/inhalt/uploads/2012/08/breitband-interview-dontapscott.mp3

1.

Auch dieser Tag nimmt eine ganz andere Entwicklung als zunächst geplant.
Aber es ist das Besondere an dieser Veranstaltung, dass sie einem auch dann erlaubt teilzunehmen, wenn die persönliche Präsenz vor Ort nicht gewährleistet werden kann.

Dies nun ausgerechnet von Berlin aus erproben und in Anspruch nehmen zu wollen, wo der Tagungsort quasi "vor der Tür" liegt, klingt im ersten Moment etwas daneben, aber es war nach den Tagen vor Ort und in Kenntnis der Umgebung durchaus reizvoll, sich für einen Tag auf diese Rezeptionsmöglichkeit zu konzentrieren.

2.

Bevor man sich einen Zugang zur Veranstaltung über das Netz verschaffen will, ist eine Registrierung Pflicht. [2]

Während der Zugang zum - von hp installierten - WirelessLAN vor Ort ohne Passwortschutz und mit ausreichender Bandbreite zur Verfügung gestellt wird, ist der Zugang zu den auf der Webseite präsentierten und dokumentierten Ereignissen nur über eine eindeutige Identifikation möglich.

Das findet nicht nur Zustimmung. Hier eine Stimme von vielen, kurz vor der Präsentation des Vortrages von Don Tapscott an diesem Freitag, den 24. August 2012, es twittert "zenoganter" RT "&brightbyte:
dear "@campusparty" team, why the hell do people have to register to watch streams from "#cpeurope"?!

Es kann also sein, dass auch der Nachvollzug der Inhalte auf den hier dargestellten Links nur möglich ist, wenn sich die dazu angeregten LeserInnen mit einem eigenen Ident als virtuelle Teilnehmer angemeldet haben.

3.

Die täglichen, nach der Akkreditierung zugesandten Zusammenfassungen für die Presse sind bei der Arbeit eine Hilfe, da es auf diesem Wege gelingt, auf wenigen Seiten einen Überblick über all diesjenigen Veranstaltungen zu erhalten, die man auch an diesem Tage wieder versäumt hat.

Aber wenn man dann den Bericht über das liest, was man selber miterlebt hat, nimmt diese Freude an der Lektüre merklich ab und stellt danach auch die Bewertung der anderen dargestellten Inhalte in Frage [3].

Hier nochmals das Beispiel des Vortrags von Don Tapscott, von einer der insgesamt vier als Leuchtturm dieser Party besonders herausgestellten Persönlichkeiten:

"Die Welt der Zukunft zu gestalten, dazu rief auch der Erfolgsautor Don Tapscott am Freitag die Campuseros auf. Der Kanadier, der mit „Wikinomics“ einen Bestseller der Wirtschaftsliteratur verfasste, betonte die Rolle der neuen Technologien: „Die Welt ist defekt. Aber es gibt ein neues Modell. Ihr hier bei der Campus Party seid im Zentrum dieses neuen Modells.“ Tapscott beschäftigt sich in seinem neuen Buch „Macroeconomics“ unter anderem mit Ressourcenverschwendung und dem Verfall der Gesellschaft. Eines sollten die Campuseros immer im Hinterkopf behalten: „Computer sind keine Datenverarbeitungsgeräte, es sind Kommunikationsgeräte!“ Das Netz sei eine globale Plattform, auf der Kommunikation über die zu lösenden Probleme erst möglich werde."

Eine Passage wie diese ist routiniert geschrieben, und sagt doch nichts über das aus, was in diesem Vortrag gesagt wurde.

4.

Zwar kann der Link zum dem Vortrag von Don Tapscott nur über die Eingabe eines Logins freigeschaltet werden. Aber vorab kann eine ausführlichere "Description" gelesen werden [4]. Danach kann dann immer noch entschieden werden, ob man den Zugang will oder nicht.

Spannend zu sehen ist schon der Vorspann, der auch vor diesem Vortrag auf dem Podium eingespielt wurde: Ein alter "Something you might not know about Canada"-Promo-Trailer, der von Tapscott von vorne bis hinten durchmoderiert wurde.

Nach dem Einbinden dieses YouTube-Videos in den gesamten Mitschnitt stellt sich heraus, dass dieser nicht nur über die Campus-Seite abespielt werden kann, sondern auch direkt auf YouTube hochgeladen wurde und damit ohne weitere Zugangsbeschränkungen nachverfolgt werden kann [5]

Nutzen wir also diese Chance:

5.

Selbst dann, wenn man einen Grossteil seiner Bücher gelesen hat und eine Reihe dieser Aussagen bereits aus anderen Vorträgen bekannt sein mögen, wie auch seine Beispiele - und selbst seine Geschichten über seinen Dialog mit dem ihm zürnenden himmlischen Vater selbst (Don: "zu schade nur, dass das damals nicht auf Video aufgezeichnet worden ist") - es wäre wahrlich zu raten, sich das alles nochmal im Original mit anzusehen und anzuhören.

Eigenlich hätte er seinen Vortrag von heute auch so betiteln können:

"Something you might not know about our Future."

Für den Betrag von zweitausend Dollar ruft er dazu auf, an einem Wettbewerb teilzunehmen und eine App zu entwickeln, in der es um die Suche nach Lösungen von nichts Geringerem geht als den wichtigsten Problemen dieser Welt...

Man mag nun darüber diskutieren, ob die für die Rettung der Welt angebotenen Lösungen nicht einen höheren Preis wert sein sollten, spannend ist auf jeden Fall die Idee, die dahinter liegt: im offenen Wettbewerb ein Ziel anzusteuern, dessen Erfüllung letztendlich allen zu Gute kommen.

Mit dieser Grundhaltung werden viele dieser Denkmodelle entwickelt: Weg vom eindimensionalen Sender - Empfänger - Modell hin zu polyvalenten Arbeitsformen, die sich an der Qualität des Dialoges orientieren und nicht an Hierarchien, die sich von dem One-to-Many-Modell befreit haben und stattdessen auf die Qualtität durch Kooperation setzen.

6.

 [6]

Anmerkungen

[1"Nachdem uns Thomas Reintjes die Geschichte der digitalen Gemeinschaften erklärt, sprechen wir mit dem kanadischen Managementprofessor Don Tapscott über deren Potenziale und Grenzen (das volle englischsprachige Interview als MP3). Der Autor von “Wikinomics” referierte am Freitag auf der “Campus Party“, einem europäischen Technologiefestival auf dem Gelände des ehemaligen Berliner Innenstadtflughafen Tempelhof. Welche Communities sich auf der angeblich 10.000 Menschen schweren Veranstaltung tummeln, das erforschen im Anschluss unsere Reporter Christian Grasse und Moritz Metz."

[2Und hier die Bedingungen, die es zu akzeptieren gilt, wenn man Zugang haben will:

In performance of what is provided in the Spanish Act “Ley Orgánica 15/1999”, December 13, of Personal Data Protection and its development laws, the personal information that you provide will be treated confidentially and with the right security measures. Your data will be registered in the automated file called CAMPUSEROS, property of FUTURA NETWORKS, S.L. with the purpose of managing the relationship with you as a Campusero, including sending information about the activities and services of the Campus Party networks.

CONSENT

When providing your personal information and that derived from your surfing of the Campus Party website, you allow FUTURA NETWORKS worldwide to use the information for the purposes described earlier. You also allow your information to be provided, only for the performance of the mentioned purposes, to the following subsidiaries of FUTURA NETWORKS: to FUTURA INTERACTIVA, S.L. and to ASOCIACIÓN E3 FUTURA, with headquarters in Spain, to FUTURA NETWORKS DO BRASIL CONSULTORIA LTDA and to INSTITUTO CAMPUS PARTY with headquarters in Brazil, to FUTURA NETWORKS OF COLOMBIA S.A.S and CORPORACIÓN E3 FUTURA COLOMBIA with headquarters in Colombia, to FUTURA NETWORKS OF MEXICO, S.A. OF C.V, and to ASOCIACION E3F REDES A.C. with headquarters in Mexico, to CAMPUS FUTURA DEL PERU, S.A.C. and to ASOCIACIÓN E3 FUTURA DEL PERÚ with headquarters in Peru and to FUTURA NETWORKS OF USA, INC. with headquarters in USA, providing the appropriate consent for the mentioned international transfers.

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[3In der Pressemitteilung vom 24. August 2012 ist gleich zu Beginn der Satz zu lesen:

"Die Hälfte ist schon vorbei, doch noch ist bei den Teilnehmern keinerlei Erschöpfung zu bemerken" - wie gut, dass die Redaktion kein Wort über die Belastungen verloren hat, denen die Mitarbeiter ausgesetzt sind: von nicht bezahlten Hotelrechnungen bis falsch durchgestellten Telefonverbindungen... selbst das Angebot an einen der für den Dialog mit der Presse Beauftragten, einen Ausdruck der bisher verfertigten Texte zum Event zu übergeben, wird mit dem Hinweis abgelehnt, dass die Übermittlung all diese Publikationen nur noch im Netz in Form von Links zu geschenen habe - und sonst gar nicht.

[4The current global economic crisis is not just cyclical, but rather symptomatic of a deeper secular change. There is growing evidence that we need to rethink and rebuild many of the organizations and institutions that have served us well for decades, but now have come to the end of their life cycle. In particular institutions for global problem solving like the UN, World Bank, IMF, WTO and G8 arose during a previous period in history and increasingly unable to address the challenges of the new networked world. At the same time the contours of new enterprises and industries are becoming clear. With the Internet, society has at its disposal the most powerful platform ever for bringing together the people, skills and knowledge we need to ensure growth, social development and a just and sustainable world. People everywhere are collaborating like never before. From education, science and the humanities to new approaches to citizen engagement and democracy, sparkling new initiatives are underway, embracing a new set of principles for the 21st century — collaboration, openness, sharing, interdependence and integrity. The new killer app for the web may be solving the world’s problems, literally. Don Tapscott, for 3 decades arguably the world’s leading thinker about the impact of the digital revolution on business and society, argues for a new networked model of global solving sharing insights from a new global project on the topic. Don Tapscott is one of the world’s leading authorities on innovation, media, and the economic and social impact of technology, advising business and government leaders around the world. He has authored and co-authored 14 widely read books including most recently Macrowikinomics: New Solutions for a Connected Planet. His book Wikinomics: How Mass Collaboration Changes Everything was the bestselling management book in the United States in 2007 and was translated into over 25 languages. The Economist called Macrowikinomics a “Schumpeterian story of creative destruction” and the Huffington Post said the book is “nothing less than a game plan to fix a broken world.” Over the past 30 years he has introduced many ground-breaking concepts that are significant contributions to contemporary thought. In 2011, Mr. Tapscott earned the #9 spot on the Definitive List of the Top 50 Business Thinkers in the World.

[5Am Abend dieses Tages ist auf der Seite des Veranstalters erst ein einziger Kommentar zurückgespielt worden. Auf der YouTube-Seite wurden bis Mitternacht ganze "23 views" gezählt, keine "likes" oder "dislikes" und kein einziger Kommentar abgegeben.

[6Stichworte:

AP Wantet:

Solutions to solving world problems

The industry herself has run out of gaz...

Finanzierung

Broadband Delivery 100 MB-

True Multy Media

Film 2.0
Who of you will renovate Hollywood?

You will be in the Film.

Internet is intersecting with real IT.

The net-generation.... social Revolution...

Social Media is becoming social Production.

C[risis of legitimacy...

Wide... a great family... even if you were not selected... keep trying.

Tanja Kuffner... the first girl tro run an akademy.
Zusammen mit Stefanie !

We like to see more female directors

She will be in Munich. Kroes...

wayra


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