Die berliner Flugverbots-Zone

VON Dr. Wolf SiegertZUM Freitag Letzte Bearbeitung: 19. Januar 2015 um 17 Uhr 26 Minuten

 

Nein, nein - und nochmals nein: Das Ärgernis über den geschlossenen Flughafen in Tempelhof ist immer noch nicht verflogen, die Nachnutzungskonzepte für den Flughaben in Tegel sind immer noch nicht fertig und die Verwandlung des alten Flughafens in Schönefeld in eine neue internationale Drehscheiben - neben Frankfurt und München - lässt immer noch auf sich warten ...
aber da das Ganze ja kein "Medien"-Thema im eigentlichen Sinne ist, soll dazu nach wie vor nichts Eigenes gesagt werden.

Aber im Nachgang zur zehnstündigen Sitzung des Aufsichtsrates des Betreibers von BER vom Donnerstag, den 16. August 2012 sollen zumindest drei Pressstimmen re-zitiert werden, die heute auch in den Informationen am Morgen im Deutschlandfunk ausgewählt und vorgelesen worden waren:

DIE WELT:

"Das Desaster wird immer größer und teurer. Es ist schon jetzt eine kolossale, globale Blamage. Dabei dürfte das ganze Ausmaß des Fiaskos noch gar nicht bekannt sein. Denn fast das gesamte Repertoire an Management-Dilettantismus ist hier ausgeschöpft: Planungsfehler, Baufehler, Fehler beim Raumordnungsverfahren, Verluste bei Zins-Swap-Geschäften. Hinzu kommen fast alles umfassende Staatsgarantien von Bund, Berlin und Brandenburg. Das ergibt einen Cocktail, der wohl die schlimmsten Befürchtungen wird wahr werden lassen. Die neue Finanzierungszusage vom Bund und den beiden Ländern löst die Probleme ja nicht, sondern verhindert erst einmal nur Panik unter Lieferanten und Subunternehmern".

Die STUTTGARTER NACHRICHTEN:

"Die Schlamperei wird der Steuerzahler ausgleichen müssen [...] Doch keiner übernimmt die Verantwortung. Klaus Wowereit, der Regierende Bürgermeister, ist Chef des Aufsichtsrats, findet aber, er habe seine Sache gut gemacht. Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck ist auch in dem Gremium - und sich keiner Schuld bewusst. Und Berlins CDU? Sie schweigt - weil ihr Chef Frank Henkel ebenfalls im Aufsichtsrat sitzt. Berliner Klüngel. Wie es zu den unfassbaren Fehlern kommen konnte, muss offengelegt werden - notfalls durch den Bundestag. Und dann muss Verantwortung übernommen werden."

Die HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG:

"Inzwischen erscheint die Berliner Flughafenpolitik der vergangenen 20 Jahre wie ein einziger Murks. Doch wer jetzt von der Bundesebene aus hämisch mit dem Finger auf das Land Berlin zeigen will, muss wissen: Der Bund, mit 26 Prozent Minderheitseigner der Flughafengesellschaft, saß von Anfang an mit im Boot, er trug von Anfang an seinen Teil der Verantwortung, und er wird nun für seinen Teil der Mehrkosten aufkommen müssen. Die größte Gefahr für den neuen Flughafen liegt jetzt in einem zeitraubenden Schwarzer-Peter-Spiel zwischen Berlin, Brandenburg und dem Bund. Politiker in Aufsichtsräten sind oft schlimm genug. Noch schlimmer aber sind gegeneinander arbeitende Politiker in Aufsichtsräten".


In BILD.DE

nennt J.F. Wagner in seiner Kolumne den Regierenden Bürgermeister einen sympatischen Narren und Ina Dressler hat in einem Action Press Foto Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (l.) und Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit als Blödel- Duo „Dick und Doof“ kolportiert.


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