CampusParty (Day One) / DJV-Berllin

VON Dr. Wolf SiegertZUM Mittwoch Letzte Bearbeitung: 19. Januar 2015 um 17 Uhr 28 Minuten

 

Der Bericht über den ersten Tag der Campus Party wird dem cleveren Kollegen Philip Banse überlassen, der am Abend dieses Tages im Deutschlandfunk und beim Deutschlandradio Kultur folgende Beobachtungen zum Besten gab:

http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2012/08/22/drk_20120822_2312_02071123.mp3

STATTDESSEN HEUTE EIN EINTRAG IN EIGENER SACHE:

" Der Vorstand des DJV Berlin lädt zur ordentlichen, jährlichen Mitgliederversammlung des DJV Berlin am Mittwoch, 22. August 2012 um 17.00 Uhr (Einlass 16.30 Uhr) in das Hotel Scandic am Potsdamer Platz ein (Hotel Gabriele-Tergit-Promenade 19, 10963 Berlin).

Wichtigster Punkt ist die Neuwahl eines Schatzmeisters bzw. einer Schatzmeisterin. Zudem sollen die Perspektiven des Verbandes, seine Zukunft in der Hauptstadtregion und eine Fusion mit dem JVBB diskutiert werden. Eine offene Aussprache soll es allen Mitgliedern ermöglichen, sich an einem transparenten Prozess zu beteiligen.

Mit einem Sommerfest wollen wir nach der Versammlung auf der Terrasse des Scandic Hotels am Potsdamer Platz in die zweite Jahreshälfte des Verbandslebens feiern."

DA ZU BEGINN DER VERSAMMLUNG BESCHLOSSEN WURDE, NEBEN DEM OFFIZIELLEN MITSCHNITTE KEINEN WEITEREN ELEKTRONISCHEN MITSCHNITT UND DESSEN VERWERTUNG IN DER ÖFFENTLICHKEIT ZUZULASSEN, WIRD DIESE ENTSCHEIDUNG AUCH AN DIESER STELLE RESPEKTIERT: WS.

Jetzt aber gibt es einen Text auf der Webseite des DJV-Berlin. Und er liest sich so:

Der Deutsche Journalisten-Verband Berlin hat auf seiner Mitgliederversammlung Jens Schrader zum neuen Schatzmeister gewählt und sich für eine baldige Fusion mit dem Journalistenverband Berlin-Brandenburg ausgesprochen.

Bei der heutigen Mitgliederversammlung des DJV Berlin ist der bisherige Beisitzer Jens Schrader mit 60 von 61 Stimmen zum neuen Schatzmeister gewählt worden. Als neue Beisitzerin rückte die bisherige stellvertretende Fachausschuss-Vorsitzende Print Astrid Sonja Fischer nach.

Der Vorsitzende des DJV Berlin Bernd Lammel eröffnete die Versammlung mit einer Schweigeminute für die jüngst verstorbenen Mitglieder, darunter der Ehrenvorsitzende Herwig Friedag und die ehemalige Schatzmeisterin Gabriele Fromm.

Die anwesenden Mitglieder beschlossen, den Aufnahmeausschuss von sechs auf zwölf Mitglieder zu vergrößern. Derzeit arbeiten sechs Mitglieder im Aufnahmeausschuss, sind aber, insbesondere wenn neue Presseausweise ausgestellt werden, stark überlastet. Aktuell hat der DJV Berlin 2026 Mitglieder, was ein leichter Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr ist.

Im Anschluss wurde über die seit langem geplante Fusion mit dem Journalistenverband Berlin-Brandenburg (JVBB) diskutiert. In Berlin existieren zwei DJV-Verbände, weil es 2004 nach fragwürdigen Vorstandswahlen zu einer Spaltung gekommen war. Die Missstände und Differenzen sind allerdings lange überwunden.

Bernd Lammel mahnte an: „Einzeln würden beide Verbände bedeutungsloser werden.“ Der JVBB-Vorsitzende Alexander Fritsch hingegen hat es satt, dass er ständig belächelt wird, wenn von der Fusion die Rede ist. Der anwesende Bundesvorsitzende des DJV Michael Konken sagte: „Der Journalismus in Berlin verlangt nach einem einzelnen Verband.“ Auch die Rest-Schulden beider Verbände beim Bundesverband und anderen Landesverbänden seien kein Problem. Ein Großteil würde erlassen und der Rest könne über fünf Jahre verteilt abgezahlt werden.

Beisitzer Wolf Siegert gab sich optimistisch. Bevor die Mitglieder den Abend beim Sommerfest ausklingen ließen, sagte er an Konken gewandt : „Ich wette, wir fusionieren, bevor der Bundesverband komplett nach Berlin gezogen ist.“

Nachklapp des hier Zitierten: In den im Nachherein geführten Gesprächen - "Wolf, da hast Du aber schlecht recherchiert" - stellt sich dann heraus, dass es gar nicht so schwer sein wird, diese Wette zu gewinnen.

Denn die zur Zeit geltenden "alten" Arbeitsverträge mit den DJV-MitarbeiterInnen in Bonn würden keine andere Möglichkeit als ihren Verbleib in Bonn zulassen.

"Zweigeteilt - Niemals"?

Wir werden dennoch die Hoffnung nicht so schnell aufgeben, liebe KollegInnen und Kollegen. Manchmal muss man auch den Mut haben, verlieren zu können (... wenn es der Sache nützt :-)

WS.


PS.

Am Folgetag, den 23. August 2012, nimmt auch Burkhard Schröder in Burk’s Blog zur Mitgliedervesammlung als auch zu den eigenen Äusserungen ausführlich unter dem Titel
"Fusion am Stankt Nimmerleinstag?" Stellung:

By the way, Jan Söfjer: Wolf Siegert scherzte, als er sagte: “Ich wette, wir fusionieren, bevor der Bundesverband komplett nach Berlin gezogen ist“. Der Bundesverband wird nie komplett nach Berlin ziehen, obwohl das schon vor Äonen beschlossen wurde. (Wer den DJV kennt und dessen Geschichte und handelnden Personen, weiß warum.) Deshalb “gab sich” Siegert nicht “optimistisch”, sondern pessimistisch.

Und schreibt am Schluss seines Textes :
"(Entschuldigung für meine Transparenz – wem das nicht gefällt, der muss dieses Blog ja nicht lesen.) [1]

Anmerkungen

[1In der am 23. August um 14:25 geöffneten Version des Textes wurde der Name des ebenfalls anwesenden - und hier nur diskret zitieren Bundesvorsitzenden mit "Michael Konkens" angegeben, der dazu gesetzte Link dagegen verweist korrekt auf Michael Konken.


 An dieser Stelle wird der Text von 8504 Zeichen mit folgender VG Wort Zählmarke erfasst:
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