Erster Ostdeutscher Journalistentag

VON Dr. Wolf SiegertZUM Sonnabend Letzte Bearbeitung: 19. Januar 2015 um 17 Uhr 42 Minuten

 

Zum Ersten Ostdeutschen Journalistentag treffen sich im Haus des Rundfunks beim Rundfunk Berlin-Brandenburg, rbb, in der Masurenallee 8-14 im Foyer ab 9:00 Uhr die Beteiligten und Gäste zu einem sogenannten "Journalistenfrühstück" [1]

Danach ist das nachfolgend kursiv zitierte Programm vorgesehen. Dieses wird nun mit dem Rechner auf den Knieen und inklusive aller möglichen Tippfehler und anderer Unzulänglichkeiten den ganzen Tag über auskommentiert [2]:

Saal 1:
10.00 – 10.05 Uhr
Begrüßung durch die Tagesmoderatorin
— Carla Kniestedt, TV-Moderatorin

In ihre frohgemuten und offenen Sprache bringt sie die Sachen schnell auf den Punkt: Wer die Veranstalter seien, wer die Partner, und dass es wichtig sei, Disziplin zu wahren und in den Pausen nicht zu laut zu sein, da im Nachbarsaal eine Orchesteraufnahme stattfinden würde. Auch stellt sie sogleich ihre Co-Moderatorin mit heraus, die im Nachbarsaal die Einzelvorträge im Verlauf des Tages begleiten wird.

Saal 1:
10.05 – 10.15 Uhr
Grußwort
— Christoph Singelnstein, Chefredakteur des rbb

Er greift diesen Hinweis auf die besonderen Veranstaltungsbedingungen des Hauses sogleich auf. Und bezieht sich nicht nur die (zuvor dem Veranstalter nicht bekanntgemachten) Orchesteraufnahmen, sondern berichtet davon, dass jede hier geplante Veranstaltung selbst beim Amt für Denkmalschutz anzumelden sei, auch diese.

Diese geschichtsträchtige Komponente wird von ihm noch weiter ausgeführt: Hier in diesem Hause habe - fast - die Geburtsstunde des Rundfunks stattgefunden. Und hier habe auch zu Zeiten der Naziherrschaft deren Propagandazentrale ihren Sitz gehabt.

Sein Plädoyer: Als Journalisten sollten wir untereinander ins Gespräch kommen und Veranstaltungen wie diese dafür nutzen. Daher sei man auch gerne dem Wunsch des Verbandes gefolgt.

Und: Er stellt sein eigenes Thema vor, das er gerne an so einem Tag noch mit diskutiert haben möchte: Die Frage nämlich, ob es überhaupt noch ausreichend wirtschaftlich adäquate Arbeitsmöglichkeiten für die freien Kolleginnen und Kollegen gäbe?

Applaus.

Es folgt: eine Preisverleihung.

Es geht um die Aktion Fotografen haben Namen und um die Belobigung derjenigen (Bild-)Redaktionen, die sich darin besonders ausgezeichnet haben, die bei ihnen abgebildeten Fotos jeweils auch den korrekten Urhebernachweis zuzuordnen und zu benennen.

Ausgezeichnet mit dem Dritten Preis wurde DIE WELT - Gruppe, mit dem Zweiten Preis NEUES DEUTSCHLAND und mit dem Ersten Preis DIE JUNGE WELT. DIE WELT KOMPAKT wurde darüber hinaus mit einem Sonderpreis bedacht.

Überreicht wurden die Preise unter Mitwirkung des Vorsitzenden des Bundesverbandes, Michael Konken [3], der bei dieser Gelegenheit erklärte:

"Wir sind stolz, dass Ihr diesen Ostdeutschen Journalistentag veranstaltet. Das hier ist zukunftsträchtig."

Saal 1:
10.15 – 11.30 Uhr
Staatsversagen vor dem braunen Sumpf:
Berichten oder ignorieren? Müssen Medien den
Rechtsextremismus stärker fokussieren?

Podiumsdiskussion mit
— Benjamin Fischer, Geschäftsführender Redakteur, Mitglied der Chefredaktion der Ostsee-Zeitung;

Die NPD werde vor allem im südöstlichen Vorpommern von zum Teil 30% der Bevölkerung gewählt. Das habe ihn zu Anfang fast in die Verzweiflung getrieben. Zumal Ückermünde kein Einzelfall ist. "Wir haben ein Problem im ländlichen Raum". Es gäbe eine Kameradschafts-Szene, "das sind die Kümmerer", an die die NPD gut andocken kann. Und das sei eine vor Ort sehr vitale Szene.
— Achim Froitzheim, Pressesprecher des Landkreises
Vorpommern-Greifswald;

Das Ziel sei es, so viel Gegendruck wie möglich zu erzeugen. "Aber wir arbeiten eigentlich nur mit Krücken. Wir können das alleine nicht schaffen. Offiziell sind wir gehalten, neutral zu sein. Aber nach Feierabend können wir machen, was uns notwendig erscheint. "
— Axel Hemmerling, freier Journalist MDR, Preisträger Journalistenpreis Thüringen;
In der ARD heisst es "Du schon wieder mit Deinem Rechtsextremimus" und das mache ihm Sorge, dass er für dieses Thema so kämpfen müsse.
— Helmut Roewer, Präsident des Landesverfassungsschutzes Thüringen 1994 bis 2000;
"Nur für den Dienstgebrauch..." das neue Buch ist bei Dussmann nicht erhältlich. Die Wandlung vom Verfassungsschützer zum Journalisten sei zu erklären, weil es, so seine Worte, "die Konzentration von der Befreiung vom ’Dienst des Dienstes’ ermöglicht". Die Bekämpfung des Rechtsextremismus kann man nicht durch die Kollaboration mit diesen Leuten ermöglichen.
— Michael Seidel, Chefredakteur des Nordkurier
Er habe inzwischen für die Redaktion einen Leitfaden geschrieben. Und verwehrt sich dagegen, dass die Menschen glauben, die NPD sei zu den Wahlen zugelassen.
Das Problem: Viele der Menschen in der Gegend würden sagen, dass die Leute im rechten Umkreis die einzigen wären, die die Probleme offen ansprechen würden.

Moderation:
— Reinhard Borgmann, Redaktionsleiter Kontraste, rbb

Angenehm und klug. Er wolle keine Talkshow, sondern ein echtes Gespräch mit Kollegen. Und er fragt auch dort nach, wo etwas ganz selbstverständlich zu sein scheint. Das Engagement der Behörden "gegen den braunen Sumpf" etwa, obwohl sich diese doch eigentlich neutral zu verhalten haben.

Saal 2:
10.30 – 11.30 Uhr
Vortrag
Abmahnwahnsinn – wie kann ich mich schützen?
— Alexandra Hölzer, Rechtsanwältin
 [4]

Diese Veranstaltung findet grosses Interesse. Die Ausführungen sind knapp und klar. Und dennoch ist es schwierig, sich in diesem komplizierten Umfeld zurechtzufinden. Manche hatten gar den Eindruck, dass es das Beste sei, die eigene Website wieder zu schließen. Aber Nein, so die Gegenrede: vielmehr gehe es darum, auf die Fallstricke hinzuweisen, in die man sich oft wider besseres Wissen verfangen habe. Und das gelingt mit grossem Geschick und vielen Beispielen aus der Praxis. Und dank einer Reihe von Fragen aus den gut gefüllten Reihen, die zeigen, wie brennend und wichtig den Anwesenden dieses Thema ist.

Moderation:
— Marwa Eldessouky, Radio Fritz

Saal 1:
12.00 – 13.30 Uhr
Kampf um die Wahrheit: Wer kann sich investigativen
Journalismus noch leisten?

Podiumsdiskussion mit
— Thomas Datt, freier Journalist;

Berichtet über seine Arbeit zum Thema "Sachsensumpf" und die öffentlich gemachten Akten. In diesem Zusammenhang haben Mädchen berichtet, die als minderjährige Prostituierte Mitglieder der Staatsanwaltschaft identifiziert haben. Die auf Vorladung all dieses verleugnet haben. Und schlussendlich wurden alle Vorgeladenen von der Staatsanwaltschaft entschuldet.
Heute sei die Arbeit einfacher, da man als Feste-Freie-Redaktion an den MDR angekoppelt sei.
— Arndt Ginzel, freier Journalist;
Es sei schwierig, mit dem Thema der strafrechtlichen Verfolgung umzugehen. Zunächst habe man aufgehört, darüber zu publizieren, da sie mit Beginn der Strafverfolgung selbst Partei geworden seien. Der letzte Artikel sei für Zeit-Online geschrieben worden. Aber es habe dann eine breite Unterstützung von den Verbänden und Verlagen gegeben. Schlechter sei es den betroffenen Frauen ergangen, die immer nur unter dem Prostitutions-Vorwurf standen.
Ein grosses Problem sei der Versuch, alles zu Exklusivgeschichten zu erklären, egal, ob es diese wirklich sind oder nicht.
Ein weiteres Problem sei die Professionalisierung der PR-Leute - die oft aus dem Bereich der Journalisten kommen -, die eine immer bessere Recherche zwangsläufig zur Folge hat, um gegen sie bestehen zu können. Und die Aufgabe, den inzwischen eingeübten Tunnelblick durch den Wunsch abzulösen, all das Herausgefundene als verständliche Geschichten zu erzählen.

— Nina Plonka, Team Investigative Recherche, Stern;
Mitte 2010 ressortübergreifend gegründet, sowohl aus aktuellen Anlässen aber auch mit eigenen Themen. Wir holen uns auch einen Schreiber mit hinzu, der das dann von Aussen aufschreibt. Luxus? "Wahrscheinlich ja".
Mehr Spass an sorgfältiger Recherche haben: Die diesjährige Tagung des Netzwerks Recherche mit einem Altersdurchschnitt von ca. 35 Jahren Anlass zur Ermutigung gegeben.

— Marcus Engert, Redaktionsleiter, detektor.fm, Internetradio Leipzig
Geht die Frage um den Kampf um die Wahrheit auch den Hörfunk an?
Englert: Wir sind ein privates Radio mit öffentlich-rechtlichem Anspruch. Bei uns gibt es eine echte Redaktion, das ist kein Hobby. Aber die jungen Leute müssen erst einmal lernen, wieder Fragen zu stellen. Aber: "Recherche zu machen, ist schweineteuer, wir können das aus eigener Kraft nicht stemmen."
Der Versuch, wirklich in ein Thema hineinzugehen, sei zumeist bei den Freien und deren Redaktionen angelegt. Aber die wirtschaftlichen Zwänge setzten die Regeln und die Grenzen für dieses Engagement.
Im Online-Bereich sei auch eine Verlaufsberichterstattung mehr und mehr möglich. Für Print sei das viel schwieriger.
Das grösste Problem sei aber nach wie vor der mögliche Einspruch von Seiten der Anzeigenabteilung.

Moderation:
— Carla Kniestedt, TV-Moderatorin

Ihre These: Die wachsende Nähe zwischen den Medienmachern und den Personen ihres Interesses könne dazu führen, dass immer mehr Geschichten nicht mehr geschrieben werden würden.

Ihr Lieblingszitat: "Feste halten Freie fest und Freie halten Feste frei."

Nina und Marcus mögen als Beispiel gelten, wie es gehen könne. [5]

Das Publikum reagiert:
Es gibt viele und gute Fragen aus dem Publikum: von einem Zeitungsredakteur nach den Möglichkeiten und Grenzen seiner Arbeit, von einer PR-Kollegin, die nach den Auswirkungen der eigenen Recherche-Arbeit fragt, von einer Kollegin, die fragt, wie man persönlich mit dem Scheitern der Bemühungen umgeht? Es fragen Freie, ob es nicht ein "Zeit-statt-Zeile"-Modell geben könnte - vor allem bei der Arbeit für die Tageszeitungen? Ein anderer freier Kollege fragt nach den Möglichkeiten des Rechtsschutzes und der Vorsorge.

Und es gibt Antworten "des Funktionärs", zugespitzt in dem Satz: "Qualität lässt sich immer verkaufen - man muss sie nur bieten."
Und von der Mutter von fast erwachsenen Kindern: "Nein, auch die Kinder haben sich durchaus für Themen engagiert, die man mit politischen Themen im Zusammenhang stellen könnte."
Des Kollegen, der da sagt: Warum sind diese Spezialagenturen für Recherche heute so wichtig? Weil das Thema mehr und mehr ausgelagert wurde aus jenen Bereichen, wo es eigentlich hingehört: IN die Redaktionen.

Saal 2:
12.00 – 13.00 Uhr
Vortrag
Vorratsdatenspeicherung – ein notwendiges Übel?
— Rechtsanwalt Jan Mönikes, Schalast & Partner

Moderation:
Marwa Eldessouky, Radio Fritz

Saal 2:
13.00 – 13.30 Uhr
Vortrag
VG Wort – Droht die Verjährung?
— Benno Pöppelmann, Justiziar, DJV

Moderation:
— Marwa Eldessouky, Radio Fritz

Saal 1:
14.30 – 15.30 Uhr
Workshop
Advocaat: Anwalt oder Eierlikör? – Frischen Sie Ihr Englisch auf
— Eveline Goodman-Hedtke, EforP GmbH

Moderation:
— Carla Kniestedt, TV-Moderatorin

Saal 2:
14.30 – 15.30 Uhr
Workshop
Gesucht – Gefunden: Digitales Archivieren von
Texten, Tönen und Fotos
 [6]
— Alexander Gräber, CDS Gromke

Moderation:
— Marwa Eldessouky, Radio Fritz

Saal 1:
15.45 – 17.00 Uhr
Gratiskultur gegen geltendes Recht – Warum
verfällt der Schutzwert von Urheberrechten?

Podiumsdiskussion mit
— Katharina Dockhorn, freie Journalistin;

Es gibt aus ihrer Sicht (noch) kein Patentrezept über die Bezahlmöglichkeiten im Netz. Die Gratiskultur ist da. Aber auf der anderen Seite schreiben die Autoren immer mehr auch für Online "for nothing". Und das gehe mehr und mehr zu Kosten der Urheber.
Wir müssen sagen, "hier ist ein Wert" und das gilt auch für die Güter im Internet.
Wir Journalisten sind eigentlich mit unseren Forderungen immer noch viel zu zahm.
— Dr. Ralf Bremer, Google, Communications and
Public Affairs Senior Manager;

Das Internet sei kein Gratisraum. Die Monetarisierung von "Content" kann heute schon sehr gut funktionieren. Sprich "iTunes". YouTube-Partner verdienen inzwischen auch gutes Geld mit einer Beteiligung von mehr als 50% an den Werbeerlösen.
Snippets werden generiert, in dem sie auf den ganzen Artikel Bezug nehmen, der Google dann auch gehören muss? "Ich bin nicht mit den Crawlern unterwegs." Die Artikel, die Sie finden, lesen Sie auf den Seiten des Verlages, nicht bei uns.
Add-Sens-Geld wird an die Publishing Partner ausgeschüttet, zwischen 50 und 70 Prozent.
"Google ist dazu da, das Wissen dieser Welt auffindbar zu machen."
Nur 1% der per Google gesuchten Seiten beziehen sich auf den Verlags-Content.
Kern des Geschäftsmodells sind nicht Digitalisierungsprojekte wie die mit der Bayerischen Staatsbibliothek und der Wiener Staatsbibliothek. Sondern das ist die Zusammenarbeit mit 7000 Verlagen. 8 Milliarden seien auch im Jahr 2011 an die Verlage ausgezahlt worden.
— Bruno Kramm, Urheberrechtsbeauftragter
der Piratenpartei Deutschland, Musiker;

Die Kinder sollten wissen, dass auch das Fernsehen nicht gratis sei.
Da, wo Angebote da sind, werde auch im Internet gekauft.
Die Menschen lehnen die restriktive Art und Weise ab, wie im Internet verkauft wird, aber nicht die Leistungen der Urheber.
Die Leistungen von Verwertern werden heute schon als schützenswerter angesehen als die der Autoren. Und deshalb brauchen wir ein Transparenzgebot, so wie es jetzt auch von Seiten der EU gefördert wird.
"Wir verabschieden uns von einer physischen Trägergesellschaft in eine Struktur, die alles nur noch im Netz abbildet."
"Wir wollen digitale Lernmittelfreiheit".
Angebote in der regionalen Umgebung können auch von wirtschaftlichem Erfolg sein.
In der Vielfalt brauchen wir Selektionsmechanismen, um zu entscheiden, was der Honorierung für Wert befunden werden kann.
— Benno Pöppelmann, Justiziar, DJV
1994 gingen die ersten Tageszeitungen ins Netz, ohne Entgelt, gleiches gilt für die Zeitschriften und die Rundfunkanstalten.
Die Verlage nehmen sich zu viele Rechte auf einmal. Das ist für uns ein Problem.
Die Urheber sind nach wie vor für jede Leistung auf jedem Medium angemessen zu bezahlen.
Ja, auch die Journalisten nutzen Google. Und das ist auch kein Problem für sie. Aber die Frage bleibt: was wird genutzt?

— Dr. Christian-Henner Hentsch, Kölner Forschungsstelle für Medienrecht, Leiter des Schwerpunktes Urheberrecht,
er arbeite für den CDU-Vize Dr. Krings, sei aber nicht Sprecher der Partei.
Die Verwerter können nur so viel an die Urheber zahlen, wie sie selber daran verdienen würden.
Es gilt, die News-Aggregatoren zu treffen. Für Payed Content und deren PayWalls. Diese können mit den entsprechenden Crawlern aber umgangen werden.
In der Internet-Welt verändern sich die Werteinschätzungen nicht dadurch, das sie jetzt digital sind.

Moderation:
— Alexander Fritsch, JVBB

Saal 2:
16.00 – 17.00 Uhr
Workshop
Bücher ohne Verleger: Self-publishing
— Bernd Lammel, DJV Berlin

Moderation:
— Marwa Eldessouky, Radio Fritz

Saal 1:
17.15 – 18.15 Uhr
Workshop
Sichere Daten: Wie man Zensur und Datenspionage umgeht
— Burkhard Schröder, DJV Berlin, German Privacy Foundation e.V.

Können Hacker den Rechner in eine Bombe verwandeln? Nein, das ist nur eine hübsche Illusion. Aber die Google-Cookies haben eine Gültigkeit von 7 Jahren. Wer kann denn wirklich auch auf das englischsprachige "google.com" kommen, wenn in Deutschland diese Adresse eingegeben wird? Wir zensieren anders als in China. Aber wir zensieren auch. Mit der "German Internet Angst" wie es Wired genannt hat. "Stormfront" wird auf "Google.de" nicht angezeigt, auf "Google.com" stattdessen ganz oben.
"Google ist damit auch unser natürlicher Feind."
Alternativen: x-Quick, zum Beispiel
"Burks.de" kann von der Berliner Bibliothek aus nicht aufgezeigt werden.
"Ich als Journalist bestimme selber, welche Werkzeuge ich nutze."
Wir müssen endlich lernen, wie man Zensur umgeht.
Der DNS-Server läuft als Gateway für die Fragen des Jugendschutzes.
Bei den Tabletts und Smartphones kann man diese Adressen nicht mehr ändern.
Wer verschlüsselt seine eMails? Die Kommunikation muss sicher sein.
Die von Schröder und den Grünen eingeführte Telekommunikationsüberwachungsverordung erlaubt es, jederzeit seine Mails mitlesen zu können.
Die bei der Süddeutschen sind eine heuchlerische Bande: die schreiben über den Datenschutz und nutzen die Tools genauso zu ihrem Vorteil, wie es Google und Amazon auch tun.
Abschalten, beim Bundesamt wird empfohlen, die aktiven Inhalte auszuführen: Cookies, Skriptbefehle wie die von Java, ... aber ist das dann paranoid? Phishing zum Beispiel ist nur bei aktiviertem Javaskript möglich...
"Eine Gewerkschaft, die das zulässt, dass man mit Facebook arbeitet, muss mit dem Klammerbeutel gepudert sein".
"Google ist schon ein seriöser Konzern, der hat nur andere Interessen als wir."
The Onion Router - Tor-Server erlauben es, wie Siegfried mit der Tarnkappe anonym zu surfen. Und diese Server sind legal. Damit könnten im Prinzip die Strafverfolger einpacken. Damit können auch die Vorratsdatenspeicherungsverordnungen ausgeschlossen werden.
Symmetrische Kryptographie ist nach wie vor nicht "knackbar".
TrueCript schaffe es Container zu bauen, die aber erst über ein Passwort geöffnet werden können.

Moderation:
— Carla Kniestedt, TV-Moderatorin

Saal 2:
17.15 – 18.15 Uhr
Workshop
Aufmacher Machen: Fotos besser gestalten
— Evangeline Cooper, Fotografin

Moderation:
— Marwa Eldessouky, Radio Fritz

Saal 1:
18.15 – 19.00 Uhr
Abschluss und Live-Act des australischen Musikers
— Tim McMillian

Den Mann zu hören ist ein echtes Erlebnis. Sollte es wirklich jemanden geben, der den ganzen Tag nichts weiter mitgenommen hat als diese musikalische Einlage, er/sie hat sein/ihr Geld gut angelegt.

Foyer:
19.00 – 20.00 Uhr
Ausklang bei Bier und Brez’n
 [7]


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Anmerkungen

[1Sorry Folks, aber die Croissants waren dermassen klein und der Kaffee von einer so minderen Qualität, dass der Autor versucht war, aus den benachbarten eigenen Redaktionsräumen noch eine SAECO-Maschine herbeizuschaffen.... WS.

[2... mit dem Nachteil, dass kein Wireless LAN zur Verfügung steht, obwohl ein Zugang samt Code angeboten wurde.
Das Problem konnte nur dadurch behoben, in dem eine Web’n Walk-PCMCIA-Karten in den alten dafür noch eingerichteten Laptop eingesteckt und mittels SIM-UMTS-Karte aktiviert wurde.

[3Sein Profil kann an dieser Stelle nicht dargestellt werden, da die entsprechende Seite: http://www.djv.de/startseite/ueber-uns/djv-nrw/vorstand.html nur mit einem "404er"-Vermerk auskommentiert wird.

[4Das wird die einzige Veranstaltung sein, die sich parallel zu jenen im Saal 1 besuchen lässt; der Autor kann sich halt nicht auf zwei Veranstaltungen zugleich aufteilen und bittet daher um Nachsicht, dass nicht über alle nachfolgenden Beiträge berichtet werden kann.

[5Ein wahrlich wichtiger und angebrachter Hinweis. Auch wenn es den Anschein haben könnte, dass es hier um die Ausnahmen von der Regel geht.
Erstens: auch diese Ausnahmen gilt es zu hegen und zu pflegen.
Zweitens: ihr Erfolg kann nicht über die Miseren in der Presselandschaft allgemein hinweghelfen
Drittens: es ist gerade in Strukturen wie diesen wichtig, als Team-Player zu arbeiten, sich immer wieder mit Respekt zu streiten und als Spiegel für die Arbeit der Anderen da zu sein
Viertens: die Anbindung an und die Nutzung der individuellen Kommunikation durch das Internet zum eigenen Vorteil zu verwerten.

[6Ein interessantes Thema wurde von wahrlich dafür qualifizierten Leuten präsentiert - mit der grossen Einschränkung, dass sie den gesamten Vortrag fast ausschliesslich dazu nutzten , die Vorteile ihres eigenen Produktes zu erläutern udn nicht einmal in der Lage (oder bereit?) waren, auf Anfragen zu konkurrierenden Angeboten Stellung zu beziehen.

[7die leider nicht besser waren als Croissants und Kaffee am Morgen


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