Jetzt geht’s voll App

VON Dr. Wolf SiegertZUM Montag Letzte Bearbeitung: 19. Januar 2015 um 17 Uhr 17 Minuten

 

Heute stellen die Telekom Innovation Labs eine Android-App vor, "die E-Mails und News vorlesen kann", damit sich der Autofahrer "voll und ganz auf den Verkehr konzentrieren kann und dabei jederzeit Zugriff auf seine neuesten Nachrichten hat"

Mit "AutoRead" könne "der Fahrer sich einfach seine kompletten SMS, E-Mails und Nachrichten vorlesen lassen. Dank simpler und intuitiver Gestensteuerung braucht man die Augen nicht mehr von der Straße abwenden, denn im Vorlese-Modus werden sogar die Menüpunkte oder Telefonbuch-Kontakte vorgelesen. Auf SMS und E-Mails kann man mit nur einer Geste direkt per Anruf antworten."

Frau Dr. Ing. Susan Wegner (VP Internet & Services) spricht in diesem Zusammenhang von einem "Vorprodukt" für die Business Units" und den von ihr so zitierten "NatCos" - von denen allerdings nicht einmal Google weiss, um welche Art von Zielgruppe es sich dabei handelt.

Auch der in diesem Zusammenhang zitiert Leiter der McKinsey Studie zum Thema: Automobilindustrie: Online-Kommunikation
als strategischer Wachstumsmarkt
Andreas Cornet, bleibt uns insoweit eine Antwort schuldig.

Aber er macht klar, warum jetzt auch das Auto in diesen Prozess der doppelt gemoppelten Mobilität mit einbezogen werden soll, das Auto und sein(e) Fahrer(in):

„Weltweit verbringt der durchschnittliche Autofahrer, als Fahrer oder Beifahrer, heute etwa 50 Minuten des Tages im Auto. Das ist ein enormes wirtschaftliches Potenzial“ denn schon mit einer Minute Zeit, in der via Online-Kommunikation und orts- oder kontextabhängige Dienstleistungen genutzt werden, könnten im Jahr 2030 etwa ein Eurocent an entsprechenden Content-Lizenzen und Werbung verdient werden. [1].
Immerhin hätten 36 Prozent der unter 25-jährigen und 28 Prozent aller Befragten angegeben, während der Autofahrt ihr Smartphone zu nutzen." Cornet spricht in diesem Zusammenhang von einem "klaren Bedarf, der sich im heutigen Verhalten dokumentiert".

Weit gefehlt in der Annahme, dass sich die junge Smartphone-Generation mehr und mehr von dem eigenen Auto als Statussymbol entfernen würde. Im Gegenteil: 70% der Deutschen unter 40 hoffen auch in 10 Jahren den Wunsch vom eigenen Auto erfüllt zu sehen - und bei den unter 25-jährigen waren es sogar 78%.

Aber das "Pimp-My-Car"-Konzept könnte sich bis dahin dann vielleicht auch ein wenig gewandelt haben; in "Pimp-My-Com"!

Anmerkungen

[1Und weiter: "Wenn es die technische Weiterentwicklung in zwanzig Jahren erlaube, lediglich fünf Minuten der individuellen täglichen Fahrtzeit für Online-Kommunikation zu nutzen, dann könne bei rund einer Milliarde Fahrzeugen mit Internetanschluss und durchschnittlich 1,2 Insassen pro Auto bereits ein Markt mit einem globalen Volumen von bis zu 25 Milliarden Euro pro Jahr entstehen."


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