TXL->LAX: Hollywood ohne Hub

VON Dr. Wolf SiegertZUM Sonnabend Letzte Bearbeitung: 19. Januar 2015 um 16 Uhr 44 Minuten

 

Im Nachgang zum Bericht über die Vorbereitungen auf den Flug von Berlin nach Los Angeles vom 11. Mai 2012 [1] und heute retour [2] und der Auflage der US-Behörden, diesen Aufenthalt nicht zu journalistischen Zwecken zu nutzen [3], hier ein Rückblick auf diesen Tag des Erstfluges: "Hollywood ohne Hub".


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Dass davon in den vorgenannten Einträgen nichts zu lesen war, ist dem Umstand zuzuschreiben, dass diesem besonderen Tag in der Vorab-Kommunikation offensichtlich [4] keine wirklich hohe Bedeutung zugeschrieben worden war.

Es waren erst die eigenen Recherchen, die ergeben hatten, dass dieses der erstmögliche Direktflug zwischen Berlin und Los Angeles sein würde.

Dass dieser aber dann mit solchem Brimborium herausgestellt werden würde - siehe dazu die danach veröffentlichte Presseeklärung des Hauses vom 11. Mai 2012 - war vorab nicht bekannt.

Vielmehr gab es die üblichen Petitessen:
— dass die Bestellung eines Essens - zum Beispiel vegetarisch - nur bis 48 Stunden vor Abflug möglich sei,
— dass der Fluggast sich 3 (drei!) Stunden vor Abflug einzufinden habe und
— dass der Vorabendcheckin in der Zeit von 18 - 21 Uhr am Terminal C 2 mit 5 Euro pro Person berechnet wird [5].


Dann aber stellt sich heraus, dass am Tag des Abfluges selbst zwei Stunden noch mehr Zeit als genug sind - es sei denn, man hätte an diesem Tag den Wunsch gehabt, einmal persönlich vom AirBerlin-Chef und seiner Entourage begrüsst zu werden [6]

Hier ein Foto, das noch während des Eincheckens bei der ebenso freundlichen wie toleranten Crew durch die Scheibe hindurch geschossen wurde:


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Allen Anwesenden wurde an diesem Tag ein filmreifes Spektakel zuteil:


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samt Marzipanflieger:


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und einer moderierten Einweisung in die Highlights von Kalifornien im Allgemeinen und Los Angeles im Besonderen:


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Der Vorteil dieser Begegnung der besonderen Art: der Dialog auf gleicher Augenhöhe. Das Ticket war regulär bezahlt, keine Reduktionen und kein Upgrade. Daher die Chance, von den anwesenden Herren auch etwas Besonderes erwarten zu dürfen.

Sowohl Herrn Dr. Ing. E.h. Hartmut Mehdorn, CEO der Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG [7]


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als auch Herr Michael Müller, Bürgermeister von Berlin und Senator für Stadtentwicklung und Umwelt [8]


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erklärten sich mit sichtlichem Vergnügen dazu bereit, eben dieses Flugticket abzuzeichnen und dessen Publikation an dieser Stelle freizugeben:


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Als es gelang, trotz verspätetem Abflug


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doch noch fast rechtzeitig in LAX zu landen, kam es dort auf dem Flugfeld zu einer Verzögerung der besonderen Art: nach der Freigabe des kleinen Rests der Strecke begrüsste die Flughafenfeuerwehr den Flieger mit einer eigens zu diesem Zweck in Stellung gebrachten Wasserfontäne. [9]

Und so blieb dann als letzte Gelegenheit nur ein Schnellschuss von der Position des Terminal-Fingers am vorderen Ausgang des Fliegers: nachdem bereits vom Bodenpersonal zur Eile gemahnt wurde, [10] gelang es dann doch noch, zumindest die Cockpit-Crew zu einem Gruppenfoto aufzustellen: entstanden unter Zeitdruck und bei den ungünstigsten Lichtverhältnissen - aber dafür exklusiv für diese Publikation:


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Anmerkungen

[1... siehe den Eintrag in der Fassung vom 28. April 2012.

[2
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Screenshot vom 18. Mai 2012 7:40 a.m. mit der Flugbestätigung.
Auf dem Rückflug gab es sogar einen kleinen Beutel mit einer Augenbinde, Ohrenstöpseln, Strümpfen und Zahnputzzeug. Eine gute Geste - solange man den kleinen schwarzen Sack nicht öffnet. Das ist, so wird hier einfach mal behauptet, "Made in China" at its worst: Dass sich - dem Gestank nach zu urteilen - an diesem Teil noch niemand vergiftet hat, grenzt schon fast an ein Wunder.

[3... siehe dazu den Eintrag in der Fassung vom 12. Mai 2012.

[4... zumindest aus der eigenen redaktionellen Sicht. WS.

[5Und um das zu erfahren gab es auch des Nachts erhebliche Wartezeiten am Telefon - die nach wie vor mit € 0,14 pro Warteminute dem Kunden in Rechnung gestellt werden.
Gespräche mit Freunden und Kollegen in den US machten deutlich, dass dies immer noch nicht das Ende der Fahnenstange sei.
Dort gäbe es inzwischen mit Spirit-Airlines einen US-Carrier, der selbst die Mitnahme von Handgepäck mit einer eigenen Gebühr unter "Strafe" stelle...

[6... oder von ihm im Gespann mit Senator Müller ein Interview zu bekommen:


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.

[7Siehe dazu die Liste der AirBerlin-Führungsgremien.

[8Siehe dazu auf Berlin.de.

[9Schade, dass es davon keine eigenen Fotos geben konnte. Als Passagier konnte man nur das Wasser an den Scheiben herunter laufen sehen.

[10
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weil das Flugzeug noch von einer Kindergruppe besucht werden sollte
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