Quid pro Quo(te)

VON Dr. Wolf SiegertZUM Dienstag Letzte Bearbeitung: 19. Januar 2015 um 15 Uhr 12 Minuten

 

Quid pro quo so ist heute in der Wikipedia unter diesem Stichwort zu lessen: "wird in der Soziologie und der Spieltheorie als Erklärungsansatz herangezogen, um kooperatives Verhalten bei Egoisten (Individuen) zu erklären."

Wie gut, dass es 300 weibliche Individuen geschafft haben, während der gesamten Zeit der Vorbereitung Stille zu halten, um am Montag die versammelte publizistische Öffentlichkeit mit dem folgenden Text auf ihrer Seite: Pro-Quote.de zu überraschen:

Sehr geehrte Chefredakteure, Intendanten, Verleger und Herausgeber!

Frauen sind “nicht das Problem, sondern die Lösung”, erkannte – spät bekehrt – Handelsblatt-Chefredakteur Gabor Steingart und kündigte eine Frauenquote für die Führungspositionen in seiner Redaktion an. Diese Maßnahme gebiete „nicht nur die Gerechtigkeit, sondern auch die ökonomische Vernunft“.

Tatsächlich sind nur zwei Prozent aller Chefredakteure der rund 360 deutschen Tages- und Wochenzeitungen Frauen, von den 12 Intendanten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sind lediglich drei weiblich. Und auch in den Redaktionen der Nachrichtenmagazine stehen fast ausschließlich Männer an der Spitze.

Es ist Zeit, etwas zu ändern.

Wir fordern, dass mindestens 30 Prozent der Führungspositionen in den Redaktionen im Laufe der nächsten fünf Jahre mit Frauen besetzt werden – und zwar auf allen Hierarchiestufen.

Schaffen Sie das?

Wir freuen uns auf eine baldige Antwort von Ihnen, die wir auf unserer Website www.pro-quote.de veröffentlichen möchten.

Mit freundlichen Grüßen

Die Unterzeichnerinnen

Ihre Unterschrift

Nachdem am gestrigen Montag diese Seite bereits mit einem Bericht vom sonntäglichen Vortrag David Gelernters in Berlin besetzt war [1] wurde zumindest noch der der für heute vorgesehen Beitrag zum Thema 50 Jahre Oberhauserer Manifest [2] hintangestellt, um stattdessen Platz für diese Erklärung einzuräumen.

Damals, vor 50 Jahren, als "Papas Kino" für tot erklärt wurde, bedurften verheiratete Frauen immer noch die Zustimmung ihres Ehemannes wenn Sie erwerbtätig sein wollten. [3] Und heute, wird der trotz aller Veränderungen immer noch überwältigenden Dominanz der Herrenwelt in der Medienwelt der Kampf angesagt: freundlich, aber bestimmt.

Und das ist ganz bestimmt richtig so, meint der Mitunterzeichner # 7xx.


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