Kresnik & Crew oder RIAS Kommission?

VON Dr. Wolf SiegertZUM Mittwoch Letzte Bearbeitung: 19. Januar 2015 um 16 Uhr 45 Minuten

 

Erst aufgrund eines sonntäglichen Interviews in Deutschlandradio Kultur aufgehorcht: Es gibt eine Inszenierung im Theater Heidelberg die heute nochmals zur Aufführung kommt:

Hier nachzulesen in der nachtkritik

Hier nachzuhören in einer Kritik von Michael Laages, die im Programm Kultur des Deutschlandfunks vom 20. Februar 2012 nachzuhören und nachzulesen ist. Der Titel:

Performte Bilder
Johann Kresnik und Christoph Klimkes Inszenierung der "Sammlung Prinzhorn" am Heidelberger Theater

In Heidelberg hat der Choreograf und Regisseur Johann Kresnik gemeinsam mit Christoph Klimkes ein Projekt realisiert, das er sich schon als junger Künstler gewünscht hatte: eine Theatermontage mit Texten und Bildern aus der Sammlung des Kunsthistorikers und Psychiaters Hans Prinzhorn.

Am 26. Februar sprach dann Susanne Burkhardt mit dem Regisseur und Choreographen Johann Kresnik über seinen Theaterabend zur "Sammlung Prinzhorn"

Mit dem Tanzabend "Sammlung Prinzhorn" von Christoph Klimke, greift Kresnik ein Thema auf, das längst untrennbar zu Heidelberg gehört. Diese Sammlung Prinzhorn besteht aus künstlerischen Werke psychisch kranker Menschen, die der Arzt und Kunsthistoriker Hans Prinzhorn ab 1919 an der Psychiatrischen Klinik der Heidelberger Universität gesammelt hat. Sie wurde 1938 in der NS-Ausstellung "Entartete Kunst" instrumentalisiert - gegen die Kunst der Moderne - und geriet später in Vergessenheit. Die Sammlung wurde erst 1980 restauriert, katalogisiert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Was viele vermutlich nicht wissen, ist, dass Johann Kresnik daran beteiligt war.

Dennoch wird es nicht möglich sein, diese - heute letzte ? - Aufführung in Leipzig sehen zu können.


In diesen Tagen ist kein Wegkommen aus Berlin möglich:
Gestern die Einladung zum Abendessen mit dem Bürgermeister von Charlottenburg-Wilmersdorf.
Morgen die Einladung zur Verleihung des George Tabori Preises.
Und heute die Einladung zum 20jährigen Jubiläum des RIAS BERLIN KOMMISSION.

Die Juroren Dr. Melinda Crane, John Dancy, Claus Detjen, Dieter Schröder und William Skane haben für dieses Jahr die folgenden Arbeiten ausgewählt und diese werden hier in der Reihenfolge ihrer Verleihung vorgestellt.

2. Radiopreis
Susan Valot: Southern California Artists trade LA Art Scene for Berlin (KPCC Radio)
http://www.scpr.org/news/2011/09/30/29173/socal-artists-trade-la-art-scene-berlin/

Der zweite Radio-Preis geht an Susan Valot für ihr Feature über junge Künstler aus Südkalifornien, die in Berlin eine vitale und inspirierende Kunstszene vorfinden. Die jungen Künstler wollen in Berlin bleiben, weil Kunst hier ernst genommen wird — das alltägliche Leben aber nicht immer.

1. Radiopreis
Thilo Guschas: USAllah. Der islamisch-amerikanische Traum (NDR Info)

„USAllah. Der islamisch-amerikanische Traum“ ist ein Feature von NDR-Info über die sieben Millionen Muslime in den USA. Nirgendwo in der westlichen Welt sind Muslime so gut integriert wie in den USA. Ihre Bildung liegt über dem U.S.-Durchschnitt, viele sind als Anwälte, Informatiker und Wissenschaftler tätig. Thilo Guschas zeigt, wie für einen aus Indien eingewanderten Moslem der amerikanische Traum als erfolgreicher Unternehmer Wirklichkeit wurde — mit einer Ausnahme: einer stärkeren politischen Mitsprache.

2. Fernsehpreis
Michaela Kirst: Brown Babies. Deutschlands verlorene Kinder (Arte)
http://www.tangram-film.de/de/filme/128/

Der Film “Brown Babies – Deutschlands verlorene Kinder“ schildert das Schicksal von Babies mit afroamerikanischen Vätern und deutschen Müttern in den Nachkriegsjahren. Sowohl die amerikanische als auch die deutsche Regierung sahen darin ein heikles Problem und übten politischen Druck aus: Viele der Babies wurden zur Adoption durch afroamerikanische Familien in den USA freigegeben. Nun kommen die Brown Babies nach Deutschland und suchen ihre leiblichen Verwandten.

Michaela Kirsts Dokumentation für Arte erhellt dieses schmerzhafte Kapitel der deutsch-amerikanischen Nachkriegsgeschichte.

1. Fernsehpreis
Joel Waldinger: Wisconsin’s Nazi Resistance: The Mildred Fish-Harnack Story (WPT Wisconsin Public TV)
http://wpt.org/naziresistance

Joel Waldinger erzählt die Geschichte von Mildred Fish-Harnack, der einzigen Amerikanerin, die auf direkten Befehl Hitlers für ihre Beteiligung am Berliner Widerstand hingerichtet wurde. Gemeinsam mit ihrem deutschen Ehemann Arvid Harnack gehörte sie der Widerstandsgruppe Rote Kapelle an, die geheime Informationen über Hitlers Drittes Reich an die Amerikaner und die Sowjets gaben.

Im Kalten Krieg wurde Mildred Fish-Harnack dafür als Kommunistin verleumdet. Ihre wahre Geschichte kam erst ans Licht, als die Archive von CIA, Stasi und KGB geöffnet wurden. Der Filmemacher Joel Waldinger investierte mehr als fünf Jahre, um diese herausragende und bewegende Fernsehdokumentation fertig zu stellen, die ihm ein persönliches Anliegen war.

Der Preis für neue Medien wurde nicht verliehen. stattdessen wurde ein Sonderpreis an den US-Kollegen Benz [1]

Anmerkungen

[1Einzelheiten werden nachgetragen, sobald diese Daten im Internet auf der Homepage der Kommission bereitgestellt werden.
WS. 24. Mai 2012 17:28 Uhr


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