CeBIT 2012 Preview from the Dashboard

VON Dr. Wolf SiegertZUM Dienstag Letzte Bearbeitung: 19. Januar 2015 um 13 Uhr 42 Minuten

 

Nachfolgender Text bedarf einer eigenen Rückblende auf die Korrespondenz mit dem Veranstalter der "CeBIT-Preview", aus der hervorgeht, dass dem bereits im Dezember 2011 eingereichten Wunsch auf Akkreditierung, auch auf Nachfrage, nicht stattgegeben wurde.

In dem entsprechenden Schreiben war u.a. zu lesen:

Von: PREVIEW - Team [mailto:team@preview-event.de]
Gesendet: Mittwoch, 7. Dezember 2011 11:49
An: info@iris-media.com
Betreff: CeBIT-PREVIEW: Ihr Registrierungswunsch

Sehr geehrter Herr Dr. Wolf,

wie Sie wissen, sind die PREVIEWS konzipiert worden, um aktiv berichtenden Journalisten die Arbeit zu erleichtern.

Nach unserer Recherche arbeiten Sie für keine aktuelle Publikation.
Außer einem älteren Bericht auf Ihrer Website liegen uns keine namentlich gekennzeichneten Artikel von Ihnen vor. Ferner sind Sie bereits häufiger zu PREVIEWS akkreditiert gewesen, aber dann doch nicht erschienen. Dies erzeugt für uns als Veranstalter unnötige Kosten.
Überdies berichteten uns beteiligte Unternehmen, dass Sie unsere Plattform für Anbahnungs- und Verkaufsgespräche von Dienstleistungen nutzten.

Wir bitten daher um Verständnis, dass wir Sie aus unserem Verteiler nehmen mussten.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr PREVIEW - Team

PREVIEW Event & Communication
Eckerkamp 139B
22391 Hamburg
Tel. +49-40-702 80 – 50
Fax.+49-40-702 80 – 20
team(at)preview-event.de
www.preview-event.com
www.pre-view-online.com
www.innovation-network.net
Wir bitten um Beachtung: Wir öffnen mails nur mit ausgefüllter Betreffzeile


Auf die sofortige Rückmeldung...

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Wolf Siegert
Gesendet: Donnerstag, 8. Dezember 2011 09:50
An: PREVIEW - Team
Cc: Peter Becker (becker@preview-event.de)
Betreff: AW: CeBIT-PREVIEW: Ihr Registrierungswunsch

Holla: Das ist starker Tobak.

Vielleicht sollten wir vorab klären, ob wir da versehentlich in den falschen Verteiler gerutscht sind*) oder wirklich eine Gegendarstellung gewünscht wird?

Besten Gruss aus Berlin!

[gez.] Wolf Siegert

... gab es seitdem keine weitere Reaktion mehr.



Auf nochmalige telefonische Anfrage durch eine Mitarbeiterin wurde am 11. Jänner 2012 mitgeteilt, dass es sich hierbei nicht um ein Versehen gehandelt habe.

Dass zur Eröffnung dieser Preview eine offizielle Pressekonferenz stattfinden werde, wurde ebenso wenig mitgeteilt wie die Tatsache, dass dieser erste Teil der Veranstaltung als Livestream im Netz mitverfolgt werden könne. Davon war bislang auch in der CeBIT-Presseerklärung vom 20. Dezember 2011 nicht die Rede. Eine weitere diesbezügliche Presseaussendung liegt nicht vor.

Aber dann, auf der Website unter der Rubrik Live-Übertragungen von der CeBIT findet sich der Satz: zum Thema "CeBIT PreViews 2012
Auf den CeBIT Previews erfahren Sie welche Neuheiten und Trends die CeBIT 2012 für Sie bereit hält. Seien Sie dabei und sammeln Sie Themen, Bilder und Geschichten.
" Weitere Zeit- oder Terminangaben fehlen. Aber Dank der Hinweise aus der KollegInnen-Schar konnte dann doch die "Live-Übertragung" gesichtet und gestartet werden.

Und so wird im Verlauf derselben fleissig mitgeschrieben und dann das Ganze nochmals aus redaktioneller Sicht komprimiert und im nachfolgenden Text auf dieser Seite besprochen.

Good Reading, Folks!




Der auch im Nachherein noch als Aufzeichnung zur Verfügung gestellte Beitrag - aus dem dann die hier noch aufgezeichneten Uhrzeiten gelöscht wurden - beginnt mit den folgenden Programmpunkten:

09:45 Uhr
Begrüßung durch Hartwig von Saß,
Unternehmenssprecher der Deutschen Messe AG
 [1]

9:50 Uhr
Themen und Highlights der CeBIT 2012
Frank Pörschmann,
CeBIT-Chef bei der Deutschen Messe AG

Der Hauptredner spricht eingangs von seinem CES-Besuch in Las Vegas und gibt seiner Freude darüber Ausdruck, dass dort jetzt Produkte "marktreif präsentiert werden", die "schon vor 10 Jahren in ihrem Forschungszustand auf der CeBIT gezeigt wurden." [2]

Er verspricht den CeBIT-Teilnehmern "den Anschluss an die digitale Wirtschaft zu behalten" und konzentriert sich auf folgende vier Themen:

—  Big Data & -Analytics : in 10 Jahren in der Grössenordnung von ZetaBytes.
Und zwar so aufgeschlüsselt, dass daraus auch Entscheidungen abgeleitet werden können. Seine Beispiele: Senkung der Kriminalitätsrate in den USA, Senkung der Fahrzeug-Stauquote in Schweden.

—  Cloud : Daten in einer verteilten Umgebung bleibt ein treibendes Thema für die ITK-Industrie

—  Mobility : "Smartphones und Tablets treiben auch die Entwicklung im Unternehmen"

—  Social Media : sei heute Normalität geworden. Auch im Bereich des sogenannten Social Enterprise. Bis hin zur Frage, inwieweit in Unternehmen in Zukunft überhaupt noch über eine klassische hirarchische Struktur gesteuert werden könne.

Pörschmann:
— "An den Daten mangelt es nicht, aber möglicherweise an dem Wissen, das man daraus schöpfen kann".
— "Es mangelt auch nicht an dem mobilen Zugang [...], aber woran es mangelt [...], das ist Vertrauen. Das Vertrauen in Technologien, in die Beherrschbarkeit von Technologien, in die Sicherheit von privaten und unternehmerischen Daten."
Daher sei das Thema " Managing Trust " zum Top-Thema dieser CeBIT 2012 auserkoren worden. [3]

Bevor wir auf das im Nachfolgenden zumindest noch kursorisch dargestellten Feuerwerk von Angeboten und Anregungen eingehen, sei ein Moment innegehalten - und somit dem guten Gestus [4] des Hauptredners gefolgt.

Mit diesem Top Thema des Vertrauens wird nicht nur die EDV-Welt via Cloud in den Himmel gehoben, sondern auf eine ganz neue Art und Weise im Businessumfeld einer Web 2.0-Welt neu geerdet: Es wird mehr und mehr auf das Bezug genommen, was in Fachkreisen schon seit längerem als "the basic layer of computing" beschrieben wird. "Code & Competence" seien dabei die eine Seite der Medaille, "Transparency & Trust" die andere.

Aus der Welt der Augmented Reality, von der eingangs die Rede war, ist längst eine Virtual Reality geworden. Aus dem Second Life das wirkliche Leben und Arbeiten mit und in virtuellen Welten.

So verwundert es denn auch nicht, dass der Veranstalter die bisherige Linie der Entwicklung eines innovativen Messekonzepts fortsetzt und erklärt, dass all die neuen Hallenpläne allein nicht mehr ausreichen werden, um die CeBIT der Zukunft ausrichten zu können.

Dabei habe sich das im letzten Jahr eingeführte 4-Säulen-Konzept bewährt: aus Sicht der beteiligten Unternehmen, der Besucher und der Presse.

CeBIT Pro: Das Be-to-Be-Geschäft für den professionellen Anwender. Und das mit vielen neuen Themen. Und mit der Entscheidung, neben den 800 CIOs nun auch die CMO’s in einer eigenen Veranstaltung anzusprechen mit einem eigenen CMO-Summit.

Die Aussage, dass die CeBIT die "höchste C-Level-Dichte" von allen Veranstaltungen dieser Art habe, war bekannt. Aber dass von den entscheidungsberechtigten Fachbesuchern - über 80% - die Hälfte nur eine einzige Veranstaltung im Jahr besuchen würde, und zwar die CeBIT - diese Aussage war neu.

CeBIT Gov: Die Plattform für den öffentlichen Bereich, für Anwendungen und Lösungen im behördlichen und öffentlichen Umfeld, in der EU - im Bund - in den Ländern und bei den Kommunen.

Also eine riesige Spannbreite von den Bürgerservices bis hin zum "MegaCityManagement"

CeBIT Life: Lösungen und Anwendungen des Digitalen Lifestyles: Hier gehe es um das intelligente Leben, so wie es heute schon möglich sei, aber auch um den "digital drivestyle".

CeBIT Lab: habe ein zweistelliges Wachstum und füllt in diesem Jahr nunmehr eine ganze Halle. Von den neuen Fraunhofer-Projekten mit den Innovationen für übermorgen - so wie es einst die Augmented Reality war - bis hin zu den vielen neuen Startups. Vom Innovationsmanagement und dessen Vernetzung bis hin zur Innovationsfinanzierung.

All dies - und vieles mehr - allein, so der neue CeBIT-Chef, sei immer noch nicht der Erfolgsmotor einer Messe von morgen.

Es gehe nicht länger an, eine Reihe von Boxen nebeneinander zu stellen, es reiche nicht länger, nur Fläche bereitzustellen, damit andere ihre Innovation zeigen können. Vielmehr gehe es darum, sich um die Art und Weise der Präsentation und der Vernetzung der Darstellung Gedanken zu machen, diese kreativ umzusetzen und dabei auch mit kulturellen und künstlerischen Aspekten zu verknüpfen.

Es sei wichtig festzuhalten, dass es schon heute viel kürzere Innovationszyklen gäbe, die in weniger als einem Jahr zur Entfaltung gebracht werden und die sich mit ihrer Veröffentlichung nicht mehr an die jährlichen Fristen eine Messegesellschaft halten würden.

Daher, so Frank Pörschmann: " Wir müssen mehr sein als eine Messe. Wir müssen nicht nur Innovation zeigen, wir müssen auch selber zum Objekt der Innovation werden. ." [5]

Dazu wird als Beispiel verwiesen auf das MATCH & MEET-Konzept. Das Ziel: weltweit Benchmark zu sein in der Geschäftsanbahnung in der High-Tech-Branche: Und das nicht nur online, sondern auch vor Ort in einem eigenen Gebäude mit 3.000 qm.

Das Ziel: möglichst wenig dem Zufall überlassen.

Die gleiche Logik dieser "Services" solle auch in dem Bereich "Recruting, Jobs und Carriere" weiter ausgebaut werden. Hier ist gar die Rede vom "grössten On-Site-Karriere-Marktplatz weltweit" - in Zusammenarbeit mit Partnern wie IDG und Monster.com.

Diese Plattform sei schon im Vorfeld des Messetermins so weit aktiviert, dass sie dazu führen werde, dass sich die potenziellen Kandidaten mit ihren potenziellen neuen Arbeitgebern dann auf der Messe in Hannover erstmals werden treffen können. Denn in der IT-Branche seien derzeit noch gut 38.000 Stellen offen.

Hier nur noch zwei der wichtigsten Highlights aus dem grossen Feuerwerk, das in den bisherigen 200 Tagen mit mehr als 20tausend Manntagen an Eigenleistungen und weiteren 80tausend Manntagen durch die Leistungen Dritter investiert worden sei: die CeBIT Global Conferences mit 60 C-Level-Sprechern und einem kompletten und kostenfreien W-LAN während der gesamten Veranstaltungszeit: also für mehr als 300tausend Besucher.

Das "Raunen in der Menge", das sich Frank Pörschmann an dieser Stelle versprochen hat, bleibt aus. Warum eigentlich? Ist den KollegInnen eigentlich klar, was das für ein technischer als auch finanzieller Aufwand ist???





Wir brechen an dieser Stelle ab. Denn all dies hier Skizzierte als auch das Nachfolgende kann als Aufzeichnung im Netz unter der Adresse:
http://stream4.messe.de/dmag/popup/cebit2012/pk170112/index.html
eingesehen und nachgehört werden.

10:20 Uhr
Partnerland-Aktivitäten von Brasilien auf der CeBIT 2012
S. E. Everton Vieira Vargas, Botschafter der Föderativen Republik Brasilien
 [6]

10:30 Uhr
Urban Solutions auf der CeBIT 2012

Thomas Mosch,
Mitglied der Geschäftsführung beim BITKOM
 [7]
5 Lösungen werden als Sieger präsentiert, die in der Halle 8 im Ausstellungsbereich zu sehen sein werden. Aus den 70 Bewerbungen seien solche Arbeiten ausgewählt worden, die "schon laufen", skalierbar seien - und natürlich innovativ.
— Capgemini: Cloud Power Energiemanagement für die Insel Texel in den Niederlanden
— flinc AG Ludwigshafen: Mit einer GPS-integrierten internetbasierten Mitfahrzentrale.
— Ladenetz.de: Die Elektromobilität schaffe auch neue Probleme. Und jetzt gäbe es ein "Roaming-Konzept" für die mobilen e-Autofahrer.
— PTV AG aus Karlsruhe mit dem Konzept "Rio" zur Optimierung der Steuerung der Ampelsysteme u.v.a.m.
— LITTLE BIRD GmbH aus Berlin. Ein erfolgreiches und doch noch junges Plattform-Projekt, das alles andere ist als ein "Mütterportal", nämlich eine Alternative zur Kita-Platz-Jagd, die so frustrierend und nervtötend sei.

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Diesen Teil der Aufzeichnung sich anzusehen ist unbedingt empfehlenswert! ]]

Anke Odrig,
Geschäftsführerin und Gründerin
der LITTLE BIRD GmbH aus Berlin

10:40 Uhr
Abmoderation
Hartwig von Saß,
Unternehmenssprecher der Deutschen Messe AG






Soweit der Bericht aus München...


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... von einem Windows Sieben Professional Dashboard in Berlin.

Anmerkungen

[1Interessant: Die einleitende Begrüssung durch jenen Veranstalter, der für die Ablehnung des Akkreditierungsgesuchs verantwortlich war, wird nicht mit publiziert.

[2Sein Beispiel: Augemented Reality.

[3Wie schön, wenn in solchen Technik-Sätzen noch ab und zu solche Wörter wie "auserkoren" vorkommen ;-).

[4Pausen, das ist eine der beliebten Binsenweisheiten in der Welt der Komponisten und Interpreten, auch Pausen seien Musik...

[5Bingo! WS.
Alle Hervorhebungen durch die Redaktion.

[6"Ich freue mich sehr, heute hier bei Euch zu sein!"
Zwischen Brasilien und Deutschland gäbe es sehr solide Beziehungen seit Jahrzehnten.
Fast 20 Millionen Brasilianer seien deutscher Abstammung, vor allem im Süden des Landes.
In Zukunft solle diese Partnerschaft aus strategischer Sicht noch weiter betont werden.
ITK-Exporte in Höhe von über 2,5 Milliarden Dollar seien in ihrem Wert mit den Zahlen aus Japan vergleichbar.
Brasilien sei der drittgrösste Markt für PersonalComputer, das erste Land, das elektronische Wahlurnen eingeführt habe und in dem das e-Banking von grosser Bedeutung sei.
Heute habe Brasilien mehr Internet-Nutzer als Deutschland, UK oder Frankreich.

[7Vorgestellt als Vorgriff auf eine nachfolgende PK der "Urban Solutions Pitch" auf der CeBIT 2012, ausgerichtet am Beispiel des Better City Better Living-Konzeptes auf der EXPO in Shanghai in 2010. [[Wer mehr über Shanghai und die Expo dort erfahren möchte, kann sich davon einen Überblick auf den folgenden Seiten machen:
— Reise-Bilder: Shanghai (I),
— Reise-Bilder: Shanghai (II),
— Reise-Bilder: Shanghai (III),
— Reise Bilder Shanghai (IV),
— Reise-Bilder: Shanghai (V),
— Reise-Bilder: Shanghai (VI),
— Goodbye Expo Shanghai.


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