Steve

VON Dr. Wolf SiegertZUM Donnerstag Letzte Bearbeitung: 16. Januar 2015 um 15 Uhr 53 Minuten

 


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Nachträge:

Es ist gut, dass dieser Eintrag schon so früh in der Nacht geschrieben und damit auf diese wenigen oben verfassten Zeilen beschränkt wurde.

Das Echo auf den Tod dieses Mannes ist von solcher Dynamik, dass einem Hören und Sehen vergeht. Dabei wäre es gerade angesichts dieses Ereignisses wichtig, genau zuzuhören und hinzusehen.

Denn hier passiert etwas, was in der Geschichte der industriellen Paradigmenwechsel so bislang noch nicht möglich war: eine so immense Beschleunigung dieses Prozesses, dass er innerhalb des Lebenszyklus’ eines Menschen stattfindet.

Mit dem Tod von SJ stirbt nicht nur der "t-hero" - wie das Bild von ihm seitens der Urheber intern benannt wurde - sondern eine Persönlichkeit, die Leitlinien gesetzt hat für die Zeit des Lebens nach der Digitalisierung.

Da aber für diese neue Zeit noch keine neuen Parameter entwickelt wurden und noch nicht als moralische wie gesellschaftliche Leitlinien zur Verfügung stehen, spiegelt sich in der zur Darstellung gebrachten Trauer zugleich die noch nicht bewältigte Aufgabe der Entwicklung und Implementierung einer neuen Werte- und Weltordung

Der Krieg - wir alle haben von dem Clausewitz-Zitat schon einmal gehört, sei eine "bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln”. Interessant ist, dass sich das deutsche Militär in dem von ihnen angezettelten ersten Weltkrieg damit das Privileg zuschrieb, auf diesem Wege selber Politik machen zu können.

Ähnliches erleben wir heute, wenn von der Digitalisierung die Rede ist: sie wird als DIE Definition des Fortschritts auch für all das in Anspruch genommen, was der Zerstörung der Wertgefüge dient, die sich aus den Traditionen einer analogen Weltordnung heraus etabliert hatten.

Die damit einhergehende erneute bzw. erweiterte Entfremdung wird zwar irgendwie wahrgenommen, aber kaum thematisiert, weil viele von uns zu selbst zu nahe in diesem Geschehen mit eingebunden sind, ihm ausgesetzt sind, darunter leiden und/oder davon profitieren.

Dieser Tod und dieser Tote ermöglichen es uns, im Spiegel all der Memoralia auf diese Phänomen zu sprechen zu kommen, ohne es schon wirklich verstandesgemäss begriffen zu haben.

Dieses Problem wird auf den toten Helden projiziert. Dabei zeigt seine Lebensgeschichte, wie nahe und wie oft er selber am Abgrund stand.

Und es ist gut zu wissen, zu jenen dazu zugehören, die gerade in jenen Jahren mit zu den Erfolgen von heute beigetragen haben.

WS.

— Hier der von der PR-Agentur ins Deutsche übersetzte Text des Apple-Aufsichtsrates:

Wir sind sehr traurig bekanntgeben zu müssen, dass Steve Jobs heute verstorben ist.

Steves Brillianz, Hingabe und Energie waren die Quelle unzähliger Innovationen die unser aller Leben bereichert und verbessert haben. Die Welt ist durch Steve unermesslich besser.

Seine größte Liebe galt seiner Frau Laurene und seiner Familie. Unsere Herzen sind bei ihnen und bei allen, die durch seine außerordentlichen Begabungen berührt worden sind.

— Hier der Link auf die von dpa-infocom, Jens-Ekkehard Bernerth, zusammengestellte Bild-Text-Leiste, so wie sie im Verlauf dieses Tages auf der msn-Seite zunächst unter dem Titel: "Steve Jobs: Wichtige Stationen und Erfolge seines Lebens" zusammengestellt, online publiziert und dann durch den Titel "Das Leben eines Pioniers: Wichtige Stationen und Erfolge von Steve Jobs" ersetzt wurde.

— Der erstgenannte Titel bleibt dem von der Mac Life Redaktion elektronisch generierte 32-seitige Text-/Bild-Band: "Steve Jobs: Wichtige Stationen und Erfolge seines Lebens" vorbehalten:

— Und hier der Link auf die Rede von Steve Jobs an der Stanford University am 7. August 2008. Darin sagte er unter anderem:

"Of course it was impossible to connect the dots looking forward when I was in college but it was verry, verry clear looking backwards ten years later. Again: You can’t connect the dots looking forward, you can only connect them looking backwards. So you have to trust that the dots will somehow connect in the future. You have to trust in something: In God, Destiny, Live, Carma, whatever..."