Review: "Nachtmeerfahrten"

VON Dr. Wolf SiegertZUM Freitag Letzte Bearbeitung: 16. Januar 2015 um 14 Uhr 14 Minuten

 

Gestern wurde schon in der Preview auf den Film Nachtmeerfahrten - Eine Reise in die Psychologie von C.G.Jung, "Eine filmische Reise in die Biographie C.G.Jungs und in die wirkmächtige
Welt der Mythen, Träume und Symbole
hingewiesen.

Und am Abend dieses Tages konnten viele dieser angekündigten Personen live auf der Bühne erlebt werden: u.a. Verena Kast, Hinderk Emrich, Gerhard Wehr, Jörg Rasche, Robert Wimmer, Gary Lachman, Michael Lindner - und viele andere - ein Moderator, der sich nicht weiter vorgestellt hat und der Regisseurs Rüdiger Sünner.


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Das Publikum wird begrüsst und dem Sponsor dafür gedankt, dass an diesem Abend die Erstaufführung des neuen Films von Rüdiger Sünner ohne Eintrittsgeld miterlebt werden könne.

Sünner, der Regisseur will sich seinerseits kurz halten, kommt aber nicht umhin zu sagen, dass dieser Film schon nach der Fertigstellung eines ersten Drehbuchs allen potenziell daran interessierten TV-Redaktionen angeboten worden sei und das er damals - von arte über 3sat bis Phoenix - nur Absagen kassiert habe.

Und er weist daher umso lieber auf jene Personen und Institutionen hin, die ihn ermutigt und dabei unterstützt hätten, diesen Film dann dennoch machen zu wollen - und zu können.

Diese Ansage vorab noch im Sinn, fällt als bald positiv auf, dass dieser Film alles andere als eine Gefälligkeitsarbeit ist. Der Autor geht authentisch mit sich selbst und selbstbewusst mit dem Gegenstand seiner Arbeit um, wohlwissend, dass es letztendlich unmöglich sein wird, einen "objektiven" Film über "den" C.G.Jung zu machen.

Eben dies aber macht seine Stärken aus: jeder der InterviewpartnerInnen darf und will sagen, was sie oder er im Zusammenhang mit der gestellten Frage für notwendig hält. Und der Film kann nicht deswegen "gut" oder "fehlerhaft" sein, weil der Eine oder die Andere im Publikum mit den Aussagen der InterviewpartnerInnen in dem einen oder anderen Fall nicht einverstanden ist.

Also: Keine Heldenverehrung sondern eher die Suche danach, warum es immer wieder dazu kommt, dass Mann im Mittelpunkt dieser Dokumentation und Reflektion alles andere als unfehlbar - in in einer durchaus gefährlichen Dimension sogar verführbar - war.

[Wird fortgesetzt.]


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