Der DJV Berlin feiert

VON Dr. Wolf SiegertZUM Donnerstag Letzte Bearbeitung: 16. Januar 2015 um 15 Uhr 39 Minuten

 

In den letzten Monaten gab es wahrlich wenig Gründe, auch einmal über den Tellerrand der tagesaktuellen Aufgaben und Auseinandersetzungen hinausblicken zu können.

Zur zweiten Jahreshälfte aber sind wesentliche Weichenstellungen erfolgt, inklusive ein kompletter Umzugs des Büros der Deutschen Journalisten Verbandes Berlin an die neue Adresse nach Berlin-Mitte in die Taubenstrasse 20: Und damit in die unmittelbare Nachbarschaft des zweiten berliner Verbandes in der Charlottenstrasse.

Aus diesem Anlass soll es heute, am 18. August 2010 eine Einweihungs-Feier in den neuen Räumen geben. [1] Und eine Ehrung langjähriger Mitglieder. [2]

Es wäre schön, wenn es gelänge, an diesem Tag für jeden dieser zu ehrenden Mitglieder auch ein neues Mitglied vorzustellen, das erst vor kurzer Zeit dem Verband beigetreten ist.


Hier der Bericht über diese Veranstaltung, so wie er auf der Webseite des Verbandes publiziert wurde:

Eröffnung der neuen Geschäftsstelle des DJV Berlin
- Dank an Carola Hollfelder

Am Donnerstagabend wurde die Geschäftstelle des DJV Berlin in der Taubenstrasse offiziell eröffnet. Verbunden war die Eröffnung mit der Ehrung von Mitgliedern des DJV Berlin für ihre langjährige Mitgliedschaft und einer Ausstellung preisgekrönter Fotos des Wettbewerbes PresseFoto Hessen-Thüringen, die Anita Grasse, Vorsitzende des DJV Thüringen, erläuterte.

Unter großem Beifall stimmten die Anwesenden, darunter auch Vertreter des JVBB, der Forderung von Wilfrid Zierke zu, wieder die Einheit der Journalistinnen und Journalisten in einem starken Berliner Verband zu verwirklichen. Wilfried Zierke wurde für seine 60jährige Mitgliedschaft geehrt.

Der Vorsitzende des DJV Berlin, Dr. Peter Pistorius betonte in seinem Grußwort wie auch Alexander Fritsch, Vorsitzender des JVBB, die Notwendigkeit diese Einheit möglichst bald zu verwirklichen. Fritsch: ,,Wir freuen uns auf einen neuen Anlauf. Was wir tun wollen, können wir tun. Am Namen des fusionierten Verbandes soll es nicht scheitern."

Einen besonderen Dank für ihre unermüdliche Mitarbeit in der Geschäftsstelle erhielt Carola Hollfelder. Seit zehn Jahren betreut sie die Mitglieder des DJV Berlin.

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Dank an Carola Hollfelder:
Von Dr. Wolf Siegert (rechts) erhielt sie als persönlichen Dank ,,echte" Mozartkugeln, der Vorsitzende Dr. Pistorius überreichte Blumen. Foto: Jurisch

Geehrt wurden an diesem Abend (Dauer der Mitgliedschaft in Klammern):
Baer, Volker (50); Bauer, Renate (25) Jahre; Bellack, Martina; (25); Bergmann, Eberhard (50); Brinkmann, Dr. Karl-Heinz (50); Degner, Helmu (25); Dunk, Oliver (25); Grohmann, Hans-Joachim (50); Hampel, Harry (25) Klein, Thomas (25); Laabs, Karl-Heinz (25); Ladewig, Udo (25); Müller-Möhlis, Helga (25); Richter, Erich (50); Schroeder, Wolfram (25); Schulz, Joachim (25); Siegert, Dr. phil. Wolf (25); Zierke, Wilfried (60).


Und hier die DJV-Presseerklärung vom 18. August 2011:

Tageszeitungen
Journalistenstreiks waren erfolgreich

Nach siebzehnstündigen Tarifverhandlungen für die rund 14.000 Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen wurde am Morgen eine Einigung erzielt. Danach erhalten die Redakteure jeweils zum 1. Oktober 2011 und zum 1. Februar 2013 eine Einmalzahlung in Höhe von 200 Euro. Am 1. Mai 2012 steigen die Gehälter linear um 1,5 Prozent. Die Honorare der Freien im so genannten 12a-Tarifvertrag sollen um jeweils zwei Prozent zum 1. Oktober 2011 und zum 1. August 2012 angehoben werden. Die Laufzeit des Gehaltstarifvertrags soll bis 31. Juli 2013 dauern. Deutscher Journalisten-Verband, ver.di und Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger vereinbarten darüber hinaus, dass der Manteltarifvertrag unverändert wieder in Kraft gesetzt wird und frühestens zum 31. Dezember 2013 kündbar ist. Die Altersversorgung kann erstmals Ende 2013 gekündigt werden. Den von den Verlegern seit Monaten geforderten Dumping-Tarifvertrag für Berufseinsteiger wird es nicht geben. Als Zugeständnis stimmten DJV und ver.di unter bestimmten Bedingungen einer Klausel zur Beschäftigungssicherung zu, die von Verlagen in nachgewiesenen wirtschaftlichen Schwierigkeiten genutzt werden kann. Sie sieht vor, dass unter Beteiligung der Gewerkschaften in Krisensituationen einzelner Verlage die Sonderzahlungen für Redakteure um maximal 50 Prozent eines Monatsgehalts für maximal zwei Jahre abgesenkt werden. Als Gegenleistung sind die Arbeitsplätze der Journalisten im Jahr der Absenkung und im Folgejahr gesichert.

DJV-Verhandlungsführer Kajo Döhring bezeichnete das Tarifergebnis als „annehmbaren Kompromiss zum Erhalt des Flächentarifvertrags“. Die Verhinderung des Dumping-Tarifvertrags für Berufseinsteiger und Jobwechsler sei ein voller Erfolg. „Das ist das Verdienst von Tausenden Journalistinnen und Journalisten, die mit ihren Streiks den Angriff der Verleger auf die Tarifverträge und die Berufsperspektive der Jungen abgewehrt haben.“ Allein am gestrigen Mittwoch hätten sich in mehreren Bundesländern über 2.000 Journalisten an Arbeitskämpfen beteiligt.

Die DJV-Tarifkommission rief im Anschluss an die Hamburger Verhandlungsrunde die Kolleginnen und Kollegen dazu auf, die Streiks einzustellen. In den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen und Hessen muss die Urabstimmung über das Ende der Streiks eingeleitet werden, sobald das Tarifergebnis im Wortlaut vorliegt. Der DJV-Gesamtvorstand als Große Tarifkommission wird auf seiner Sitzung am 19. September über das Tarifergebnis entscheiden.