Nach DVB-T: DVB-S

VON Dr. Wolf SiegertZUM Dienstag Letzte Bearbeitung: 19. Januar 2015 um 15 Uhr 51 Minuten

 


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Wenn Dein starker Arm es will... selbst Google bezieht sich auf diesen besonderen Tag und erlaubt es einem kräftigen Arbeiter, das gesamte Logo "auf den Kopf zu stellen".


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Die ARD beginnt in dieser Nacht mit der Ausstrahlung ihres neuen Programms "tagsschau24" [1]


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Und in der Nacht zum 1. Mail wird um 3 Uhr die Ausstrahlung von analogen Satellitensignalen abgeschaltet.

Vor einem Jahr waren es noch 3 der gut 15 Millionen Haushalte, die ihr Fernsehsignal auf analogem Wege per Satellit bezogen hatten.

Und auch jetzt sind es noch Hunderttausende, die an diesem Tag keine neuen Töne und Bilder mehr werden empfangen können.

Um sicherzustellen, ob dieser Empfang möglich ist, war es notwendig, sich den sogenannten LNB, den Low Noise Block - Converter anzusehen, um herauszubekommen, ob er Frequenzen bis 12,75 Gigahertz (GHz) verarbeiten kann.

Die alten, nur für den analogen Empfang geeigneten LNB’s haben nur einen Frequenzbereich von 10,7 bis 11,7 GHz. Die "neuen", die etwa seit 10 Jahren im Vertrieb sind, heißen daher auch Universal-LNBs.

Kniffliger wird es dann schon bei dem Zuleitungskabel, das ein sogenanntes Schirmungsmass von mindestens 90 dB haben sollte. Kabel, in denen um die sogenannte "Kupferseele" zwei Schichten mit Drahtgeflecht zu finden sind, werden auf jeden Fall diese Abschirmleistung erfüllen.

Der eigentliche Digitalreceiver ist dann "Geschmacksache".

Solche Geräte sind schon für unter 50 Euro zu bekommen.

Mehr als das Doppelte wird nötig, wenn man damit auch hochauflösendes Fernsehen (HDTV) mit dem DVB-S2-Signal empfangen will.

Und noch teurer wird’s, wenn mit dem Gerät auch Internet-Inhalte im sogenannten HbbTV-Format abgerufen werden sollen (HbbTV), wenn ein Festplatten-Rekorder integriert ist oder von aussen eine Festplatte angeschlossen werden kann.

Und dann geht es noch darum, ob diese Geräte auch für den Empfang verschlüsselter Sender einen sogenannter CI-Schacht (Common Interface) vorhalten.

Pro domo:

All das aber ist in diesem konkreten Fall längst geregelt. Dabei kann man nur von Glück reden, dass der bereits vor 10 Jahren installierte LNB von der Firma Hirschmann, ein CS 312 C, mit einem damals echt "zukunftstauglichen" Universalempfangssystem ausgestattet war.

Endlich mal eine Investition, die sich gelohnt hat.

Anmerkungen

[1Während auf immobilienscout24 immer noch ein "Nachtbüro" im Prenzlauer Berg in Berlin zur Anzeige gebracht wird.
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