UNESCO Welttag der Pressefreiheit

VON Dr. Wolf SiegertZUM Dienstag Letzte Bearbeitung: 16. Januar 2015 um 13 Uhr 56 Minuten

 

Zum Welttag der Pressefreiheit sprach im Jahr 2007 der damalige Pressesprecher und stellvertretende Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission Dieter Offenhäußer zum 17. Internationalen Tag der Pressefreiheit an der Macromedia Fachhochschule der Medien in München am 3. Mai 2007 die folgenden Worte:

Der Welttag der Pressefreiheit am 3. Mai ist ein Angebot der UNESCO an diejenigen
Journalisten und Medienschaffenden, die ihre Anliegen unter einem universellen Dach
vortragen wollen. In Deutschland wird dieser Tag – trotz einiger lokaler Initiativen – noch
meist viel zu schamhaft übergangen. Die Ausrufung des Welttags der Pressefreiheit ist aber
kein papiernes Dokument, von der UNESCO verabschiedet und sich selbst überlassen. Es ist
auch keine Angelegenheit, die nur die UNESCO als Organisation betrifft und bei der sie
Hauptakteur wäre. Nein, der Welttag der Pressefreiheit ist ein Angebot der
Völkergemeinschaft an alle, die durchaus eigene Interessen in einem Nationen
übergreifenden, universellen Rahmen verfolgen wollen.

Im gleichen Jahr erscheint der Vortrag von Frau Dr. Verena Metze-Mangold zum Thema The New Paradox – the Freedom of the Press in a Globalized World.

Am schrieb am 30. April 2009 Ali Žerdin in der Tageszeitung Dnevnik (Slowenien) zum Thema: Welttag der Pressefreiheit: Internet bedroht Journalismus:

Es ist schwerer geworden die Arbeit der Journalisten auf dem Markt zu bewerten. Ein Markt auf dem nach der Entstehung des Internets keiner mehr das intellektuelle Eigentum, welches die Pressefreiheit schafft, bewerten kann. Es scheint völlig selbstverständlich zu sein, dass heutzutage im Internet alles umsonst ist – auch wenn es sich dabei um einen Text von hoher Relevanz für die Gesellschaft handelt, in den eine Menge an journalistischer Arbeit investiert wurde. Das wird einer der zentralen Widersprüche der Zukunft werden. Ein Paradox, denn der Markt ist in der Lage, die Produkte der PR-Industrie zu bewerten. Was wäre, wenn die freie Presse verschwinden würde? Es würde auch die Öffentlichkeit verschwinden. So auch die Bürger und Bürgerinnen, die Wähler und Wählerinnen. Und was bleibt? Bekommen wir einen Welttag des freien Marktes? Einen Welttag der unbegrenzten politischen Macht? Könnten diese beiden Tage alle anderen Welttage ersetzen?

In diesem Jahr, so ist einer Pressemeldung vom 28. April 2011 zu entnehmen, feiert die UNESCO den 20. Jahrestag ihrer "Erklärung von Windhoek", die 1991 in Namibia verabschiedet wurde. Sie betont die Rolle einer unabhängigen, freien und pluralistischen Presse für Demokratie und Meinungsfreiheit. In Erinnerung an die Annahme der Deklaration, erklärte die UNESCO 1993 den 3. Mai zum Welttag der Pressefreiheit. Die UNESCO verfügt als einzige UN-Organisation über das Mandat, das Menschenrecht auf Meinungs- und Pressefreiheit zu schützen.

Und: In diesem Jahr laden ROG, DJV und der BDZV aus diesem Anlass zu einer Diskussion über den Wandel der Medienlandschaft in Tunesien und Ägypten ein.

Mit:
- Slim Amamou, Blogger und Staatssekretär für Jugend und Sport aus Tunesien
- Tomas Avenarius, Korrespondent Süddeutschche Zeitung, Kairo;
- Sihem Bensedrine, Journalialistin und Menschenrechtlerin, Tunesien
- Halim Hosny, Korrespondent ZDF, Istanbul
- Prof. Dr. Volker Perthes, Direktor Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin.
Moderation:
- Astrid Frohloff, Journalistin und Vorstandssprecherin von Reporter ohne Grenzen.


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