D-Cinema-Diskussion im Bundestag

VON Dr. Wolf SiegertZUM Freitag Letzte Bearbeitung: 16. Januar 2015 um 13 Uhr 26 Minuten

 

Auf der Seite

http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2011/33303139_kw06_sp_kino/index.html

des deutschen Bundestages ist zu lesen:

Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung für das europäische Kino

Über die Mitteilung der EU-Kommission zu den "Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung für das europäische Kino" (Ratsdokument 14119/10)  [1] wird am Freitag, 11. Februar 2011, von 12.20 bis 13.10 Uhr im Bundestag debattiert. Wie in dem vom Ausschuss für Kultur und Medien vorgelegten Bericht (17/4467) zu lesen ist, unterstützt der Bundestag die von der EU-Kommission beschlossenen Maßnahmen und Ziele. Dazu zählt etwa die Konzentration der Förderung auf kleine, unabhängige Kinos, auf Kinos in ländlichen Gebieten und solche, die einen erheblichen Anteil europäischer Filme im Programm zeigen.

Hohe Kosten für digitale Vorführtechnik

Auch die Forderung nach technischer Neutralität werde ausdrücklich unterstützt, heißt es in dem Bericht. Die Bundesregierung fordert den Bundestag dazu auf, die von der EU-Kommission formulierten Anliegen zu unterstützen.

Das eigene Förderprogramm des Bundes, mit dem den deutschen Kinos bei der Umrüstung der Vorführtechnik geholfen werden soll, soll möglichst umgehend starten. Gerade die notwendigen großen Investitionen in die digitale Vorführtechnik stelle speziell kleine Kinos vor "hohe Hürden".

Vielfalt des Kinos in Europa wahren

Ziel der Europäischen Kommission sei es, die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Filme sowie die sprachliche und kulturelle Diversität zu sichern. Sie wolle die Vielfalt der Filme und Kinos im digitalen Europa von morgen wahren.

Um dieses Ziel zu erreichen, sollen technische Standards definiert, das Sammeln und Konservieren von Filmen im Digitalformat bestimmt und die regionale Förderung der Digitalisierung der Kinos innerhalb des europäischen Rechtsrahmens ermöglicht werden.

Außerdem will die EU-Kommission aus dem Haushalt der EU solche Kinos fördern, die europäische Filme zeigen oder für die regionale Entwicklung wichtig sind.
Vorteile für die Bürger

Hintergrund der Mitteilung der EU-Kommission ist die digitale Agenda für Europa, eine der sieben Leitinitiativen der neuen "Strategie Europa 2020 für intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum", die einen digitalen Binnenmarkt schaffen soll, "damit kommerzielle und kulturelle Inhalte und Dienstleistungen die europäischen Grenzen überschreiten und die europäischen Bürgerinnen und Bürger alle Vorteile der Digitalisierung genießen können".

Darüber hinaus spielen laut der Mitteilung kulturelle Inhalte, wie sie im Grünbuch "Erschließung des Potenzials der Kultur- und Kreativindustrien" festgehalten seien, eine entscheidende Rolle für den Ausbau der Informationsgesellschaft, da sie Investitionen in Breitbandinfrastruktur und -dienstleistungen, in digitale Technologien sowie in neue Unterhaltungselektronik und Telekommunikationsgeräte ankurbeln.

Über ihren direkten Beitrag zum BIP hinaus sind die Kultur- und Kreativindustrien auch in vielen anderen Branchen wichtige Motoren für wirtschaftliche und soziale Innovation. (nt)

So weit - so gut (oder auch nicht, wie die Opposition meint).

Peinlich aber wird das Ganze, wenn die Online-Redaktion des Hohen Hauses versucht, all das Geschriebene mit kleinen Bildern zu unterstützen. Und dann das verkehrte auswählt.

Da wir das Bild an dieser Stelle aus Urheberrechtsgründen nicht übernehmen können, auch wenn es ausschliesslich als Zitat zur Geltung kommen soll: Schauen Sie doch selber mal nach und aktivieren Sie den oben zitierten Link.

Fällt Ihnen beim Betrachten der Filmröllchen etwas auf?

Anmerkungen

[1Wird hier zur Kenntnis als PDF-Dokument vorgelegt:

PDF - 211.6 kB
September 2010: Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung für das europäische Kino

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