"digital gestalten" - (wie) geht das?

VON Dr. Wolf SiegertZUM Sonnabend Letzte Bearbeitung: 16. Januar 2015 um 12 Uhr 39 Minuten

 

Dieser Bericht vom "Netzpolitischen Kongress" der Grünen ist eine reine Retrospektive, die sich ausschliesslich auf jene Quellen und Spuren bezieht, die im Netz nach dem Abschluss dieses Kongresses über eben diesen noch vorgehalten werden.


Auf der Seite: www.gruenes-blog.de/netzpolitik/ ist gleich nach der Überschrift: "Was ist der Netzpolitische Kongress?" zu lesen: "Aktuell läuft der Livestream.
Ihr könnt ihn auf gruene-bundestag.de anschauen.

Klar, dass am nachfolgenden Sonn-Tag dieser Stream nicht mehr zur Verfügung steht. Unklar dagegen, warum dennoch darauf verwiesen wird.

Was wir daraus lernen: Netz-Seiten haben die Vorteil, aktuell sein zu können. Aber den Nachteil, dass diese Aktualität eine hohe Interaktionsfrequenz mit eben dieser Seite erfordert. Und zwar auch Seitens ihrer Urheber.


Die Seite Netzpolitik macht anstatt mit einem Livestream auf mit der Darstellung der Position der Grünen zum Thema Netzpolitik in Freiheit und Verantwortung und verweist dann in zeitlicher Chronologie auf die Positionen zu Einzelfragen, etwa aus Anlass der Anhörung der Sachverständigen im Unterausschuss Neue Medien des Bundestages zum Thema: „Kampf gegen die Darstellung von Kindesmissbrauch im Internet“ vom 25. Oktober 2010. [1]


[wird fortgesetzt]


Hier zur Ergänzung einige Aussagen vom sogenannten BITKOM Webmonitor von Forsa [2], dessen Ergebnisse am 23. November 2010 veröffentlicht wurden.

Danach haben die Deutschen in Sachen Internet "offenbar weiterhin massive Zweifel am Sachverstand der politischen Parteien. Jeder sechste Wahlberechtigte ist der Meinung, dass keine der größeren Parteien überhaupt etwas vom Internet oder der Netzpolitik versteht. Jeder zweite sieht sich nicht in der Lage, einer Partei besondere Sachkenntnis zuzuschreiben. Nur jeder Dritte kann bei einer politischen Partei Internetkompetenz erkennen. [...]

Am besten schneiden im aktuellen BITKOM-Webmonitor noch Bündnis 90 / Die Grünen ab. Zehn Prozent der Wahlberechtigten sind der Meinung, dass die Grünen am ehesten etwas von dem verstehen, was mit dem Internet zusammenhängt. Es folgt die CDU/CSU mit acht Prozent, Platz 3 belegt die Piratenpartei mit sieben Prozent. SPD und FDP liegen mit jeweils vier Prozent Zustimmung gleichauf. Auf dem letzten Platz landen die Linken mit zwei Prozent. [...]

In der Einschätzung der Parteien zeigen sich zum Teil deutliche Unter-schiede hinsichtlich Alter und Geschlecht. So haben die Netzpolitiker der Grünen verglichen mit anderen Parteien bei den über 65-jährigen mit 11 Prozent die mit Abstand meisten Anhänger. Die Netzpolitiker von Union und SPD schneiden mit 5 bzw. 3 Prozent in der Gruppe der Senioren besonders schlecht ab. Die Piratenpartei polarisiert am stärksten. Die Internetpolitik der Piraten wird zwar nur von 2 Prozent der Frauen bevorzugt, gleichzeitig messen ihr aber 32 Prozent der Männer unter 30 Jahren die höchste Internetkompetenz zu. Die Grünen erzielen in dieser Altersgruppe ihren schlechtesten Wert und kommen nur auf sechs Prozent.
Unter Akademikern schneiden Grüne (15 Prozent) und Piraten (13 Prozent) überdurchschnittlich gut ab, CDU/CSU (sechs Prozent) und SPD (drei Prozent) unterdurchschnittlich. Unter den Befragten mit einem niedrigeren formalen Bildungsabschluss liegen die Grünen (9 Prozent) mit der Union (8%) vorne. Ostdeutsche gehen mit den Parteien im Übrigen noch härter ins Gericht als Westdeutsche. 23 Prozent der Wahlberechtigten der neuen Bundesländer trauen keiner Partei Internetkompetenz zu, gegenüber 15 Prozent in den alten Bundesländern
."

Anmerkungen

[2Forsa befragte im Auftrag des BITKOM 953 deutschsprachige Personen ab 18 Jahren. Bei der offenen Befragung konnten spontan auch zwei oder mehr Parteien genannt werden. Die Umfrage ist repräsentativ.


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