Siemens’ IT-Brand: verbrannt

VON Dr. Wolf SiegertZUM Sonnabend Letzte Bearbeitung: 16. Januar 2015 um 12 Uhr 36 Minuten

 

Im IT-Sektor ist der Namen der Firma Siemens verbrannt. Auf den Telefonen in der Telekom-Zentrale steht heute der Name Cisco. Und im privaten Umfeld als auch bei den VSE’s, den Very Small Enterprises kommt das "Siemens"-Telefon von einer neuen Firma mit dem Namen Gigaset.


Hier der Bericht von der Installation der QucikSync Version 5.1 für Windows.

"Mit dieser Software lassen sich bequem Ihre Adressdaten von Microsoft® Outlook®, Windows® XP* oder Windows® Mail (Vista) mit dem Gigaset Mobilteil über Bluetooth® oder Datenkabel synchronisieren."

Nach der Installation der Version 5.1.1.14719 wird allerdings klar, dass sie diese Version für die eigenen Anwendungen nicht eignen wird. Als PC-Verbindung wird nämlich nur ein Zugang zu "Outlook Express (WAB)" angekündigt. Und die Funktion "Automatisch verbinden" konnte auch nicht aktiviert weden, da der Zugang zur Basisstation SX680isdn nur über Bluetooth möglich ist.


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Also wird zunächst an der Basisstation die Bluetooth-Funktion aktiviert und die Gerätekennung abgelesen:
Name: S68H | Adresse: 002104b90c4b

Danach muss am Windows WP-Rechner ein Wireless-Bluetooth-Modem CN-503 der Firma SITECOM installiert werden. Die Treiber können auch noch gefunden und installiert werden. Aber dann liegt der Teufel im Detail. Und hier ändert des Schreibers Weisheit:


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Um diesem misslichen Umstand abzuhelfen, wird ein neues Gigaset-Gerät gekauft: Das DX600A ISDN.
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Als besondere Leisungsmerkmale werden benannt:
— Synchronisation mit Outlook Kontakten
— CTI-Unterstützung:mit dem PC zum Beispiel aus Outlook heraus wählen
_und es wird behauptet:
Das Gigaset DX600A ISDN unterstützt Sie mit einem professionellen Kontakt-Management. Es bietet ein großes Adressbuch für bis zu 500 Einträge (vCard), jeder mit bis zu 3 Rufnummern und Email-Adresse. Die Gigaset QuickSync Software sorgt für eine komfortable Synchronisation mit Microsoft- und Mac-Adressbüchern und ermöglicht eine direkte Wahl aus Outlook heraus.


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Dabei stellt sich zunächst einmal bei der ersten Inaugenscheinnahme heraus, das das Gerät kein Deutsch mehr kann. Und beim Anruf an der Helpline stellt sich dann weiters - nach mehrmaligem Nachfragen - heraus, dass in diesem Gerät keine Möglichkeit mehr installiert sei, eine TAPI-Schnittstelle zu bedienen.

Darauf wird das Gerät ungeöffnet zurückgebracht und das TAPI - Thema nochmals einer eigenen Untersuchung zugeführt.

Für heute hat’s erst einmal gereicht [1] .


In einer bundesweiten Suchaktion wird auf Empfehlung der Gigaset-Hotline das Vorläufermodell gesucht und nach zwei Wochen seht ein zum Neupreis erworbenes SIEMENS-Gerät SX353 isdn neben dem Rechner.

Dieses Telefon wird nicht mit einer V 24, sondern mit einer USB-Schnittstelle angeschlossen. Der Windows XP SP3 - Rechner erkennt das Gerät und der Hardware-Assistent fragt nach einer CD. Sobald diese eingelegt ist, wird eine "Dect Base" auf dem Rechner installiert.

Nach dem Abschluss dieser Installation wird als weitere Hardwarekomponente das ISDN USB Interface in der Version 1.20.0032 installiert.

Nach Abschluss der Installation wird das Gigaset QuickSync erneut gestartet. Als "PC-Datenbank" wird "Outlook 2007 \ Kontakte" ausgewählt. Und zwei Funktionen aktiviert:
— Neue PC-Kontakte automatisch auf dem Mobilteil hinzufügen.
— Neue Mobilteil-Kontakte automatisch auf dem PC hinzufügen.


In der Bedienungsanleitung werden unter der Überschrift "USB-Anschluss des Basistelefons" vier Zeilen Text vorgehalten. Alles weitere, so heisst es, sei auf den Anleitungen zur beiliegenen Software nachzulesen. Gemäss dieses Textes wird über den grünen "Start"-Knopf die Funktion "Ausführen" aktiviert und dort das Wort "wab" eingetragen.

Darauf erscheint der Text:

Das Adressbuch ist derzeit nicht das Standardprogramm zum Anzeigen von Visitenkarten (vCards).
Möchten Sie es als Standard einrichten?

Die Frage wird mit "Ja" beantwortet aber die Option offen gelassen, dass diese Prüfung beim Start erneut durchgeführt wird.

Es erscheint ein "Adressbuch" 6.00.2900.5512 (xpxp.080413-2105).

Darin wird der eigene Name mit der Büronummer ausgesucht und eingespielt.

Bei der Funktion "Wählen" wird das über die V24-aktivierte Modem Schnittstelle des SITECOM-Modems angesprochen, aber nicht das Telefon.

Beim Wählen über die Gigaset QuickSync-Schnittstelle kommt die Meldung: "Wählen nicht möglich - zuerste den Telefonie-Modus aktivieren."