CeBIT & IFA @HU-Berlin (IV)

VON Dr. Wolf SiegertZUM Montag Letzte Bearbeitung: 16. Januar 2015 um 12 Uhr 40 Minuten

 

I.

Zur Vorbereitung dieser vierten Begegnung war die am 21. Oktober 2010 entstandene Themen-Sammlung weiter entwickelt und mit den konkreten Interessen der Anwesenden in Übereinstimmung gebracht worden.

Die Themen und ihre Interessenten - die hier wie vereinbart nur mit ihren Initialen dargestellt werden - sind die folgenden:

• FL: "Ubiquitous Computing - Die allgegenwärtige Computerisierung der modernen Gesellschaft"
(Vortrag / PowerPoint) (Januar 2011)
Was ist ein „Computer“? | Wie werden sich die „Computer“ verändern? Wir wird sich die Bedienung der Computer verändern? | Kann Künstliche Intelligenz helfen, mit Computern besser zu arbeiten und zu leben? | Beispiele für solche neuen Entwicklungen und Geräte: Kleidung, Automobile, u.v.a.m

Industrie – Nutzer
LW: Die Einbeziehung der Nutzer in die Entwicklung von Produkten (user-centered design, Nutzerforschung und Nutzerfeedback)
(Vortrag mit PowerPoint) (Januar 2011)
Einbeziehung der Nutzer in das Design und/oder die Produktentwicklung | (Wie) Geben die Nutzer die Ideen für ein neues Produkt?

On – Off
JM: "Internet versus Real Life"
(Vortrag, avisiert für den 11. Dezember 2010)
Das Thema Nutzerverhalten am Beispiel von „Second Life“ u.a. mit den folgenden Fragestellungen: Bedeutet die Bildung einer neuen Identität im virtuellen Raum einen Verlust an „realer Identiät“? | Wie werden virtuelle Güter beworben, gekauft und verkauft? | Wie kann man in Second Life werben – für sich und / oder als Company?

Bild Sprachen Icons*
SL: "Zukünftige Entwicklungen in der Fotografie"
(Vortag mit PowerPoint / Hausarbeit) (Voraussichtlich zum 11. Dezember)
Die leitenden Fragestellung lautet: "Brauchen wir in Zukunft noch professionelle Fotografen?" | Zum Hintergrund: Die Kameras können immer mehr „von alleine“, sind aber dennoch nicht mehr so teuer wie früher. Und es gibt heute schon für kleines Geld durchaus gute Software für die Nachbearbeitung. | Verändert das in Zukunft das Gewerbe des Berufsfotografen noch weiter, und das einer ganzen Industrie? | Fotos und Videokameras „verschmelzen“ immer mehr, wird irgendwann das „Photo“ im „Video“ aufgehen. | Werden dann irgendwann auch Flickr und YouTube verschmelzen? | Wird es in Zukunft noch besondere Werte für statische Werte geben? | Lassen sich für diese Frage schon exemplarische Beispiele von der Photokina und/oder von der IFA ableiten, was lässt sich dazu aus den Foren ableiten? | Welches Verhältnis wird der Fotograf in Zukunft zu seiner Kamera haben? Wann ver-führt ihn die Kamera?

• TH, JK: "Soziale Netzwerke und wie damit Geld verdient weden kann" (Arbeitstitel)
(Video mit Interviews und dokumentarischen Charakter / Hausarbeit TH und Jk ) (erst in 2011)
Wie hat sich das Kommunikationsverhalten in den letzten 7 Jahren verändert? | Welche neue Formen der Kommunikation haben sich in diesen Netzen entwickelt? | Welchen Einfluss hat das in der Identitätsfindung uns –bildung der Nutzer? | Wie kann man damit Geld verdienen?

3D*
MB, AN : "3DTV – Das Fernsehen der Zukunft?"
(Vortrag voraussichtlich am 11. Dezember 2010)
Folgende Schwerpunkte sind bereits fixiert worden:
Geschichtlicher Überblick | Was muss beim Einsatz filmischer Mittel beachtet werden? | Welche Filme sollten laut Expertenmeinungen weiterhin im 2D-Format gesendet werden? | Was davon wird auch im Fernsehen angeboten werden und von wem? | Welche neuen Herausforderungen stellen sich an die Technologie – von der Produktion bis zur Rezeption | Wie wird sich der 3D-Markt in den verschiedenen Sektoren wirtschaftlich entwickeln? | Ist mit 3D das Piraterie-Problem erledigt? | Besondere gesundheitliche Aspkete der Rezeption | Zukunftsaussichten: Entwicklungen von 3DTV bis zum Hologramm

EDV & Musikproduktion
LL: "Die Verbindung zweier Welten: Musik- und IT-Branche im Dialog "
(Vortrag mit PowerPoint / ggf. Hausarbeit.) (Januar 2011)
Geklärt werden soll, welche Beziehungen zwischen den (eigentlich konträren) Bereichen Musik und elektronischer Technik bestehen, wie es zu diesen gekommen ist und wie sich diese für alle Beteiligten gewinnbringend weiterentwickeln könnten.

Verschiedene Aspekte könnten in diesem Rahmen thematisiert werden: 1) Musik wird mithilfe von Technik hergestellt und aufgeführt (Computergestützte Musikproduktion/ DJing) 2) Musik wird mithilfe von Technik beworben & vertrieben, aber auch illegal angeeignet (über das Internet) 3) Musik wird mithilfe von Technik rezipiert, vielseitig erlebbar gemacht. Die CeBIT Sounds dient als Beispiel für die längst überfällige Zusammenkunft von IT-Industrie und z.B. Musikern, die in konstruktiven Dialog treten.

II.

Es wurde vereinbart, dass bis zum Ende der KW 43, also bis Ende des aktuellen Monats für das ausgesuchte Thema jeweils eine genau Überschrift ausgewählt und kurz dargestellt wird wie das Thema angegangen werden soll. Die hier zuvor erstellen Überblicksinformationen greifen diese Aussagen bereits auf.

Weiters sind von Interesse das Format der Arbeit, die dabei eingesetzten Mittel, der erwartete Zeitaufwand, gestaffelt für den Vortrag (4SP) und die Hausarbeit (4SP).

Dabei ist es nicht gefordert, das Thema in aller Breite zu entfalten, sondern vielmehr mit dem Interesse, das das selbst gestellte Thema aufwirft, in die Tiefe zu gehen.

Die Empfehlung lautet allerdings, das eigene Thema – und auch das daran durchaus legitime persönliche Interesse – in den Zusammenhang des Gesamtthemas, seine aktuelle, historische und zukünftige Bedeutung zu stellen.

Weiterhin ist das Thema jeweils im Zusammenhang mit den beiden Messe-Events und -Schwerpunkten bei der IFA und/oder CeBIT zu gewichten.

Die Vortragenden sind bei der Wahl ihrer Mittel frei.

III.

In diesem WS 2010-2011 ist kein Besuch dieser Veranstaltungen möglich - was bei einer Fortsetzung der Veranstaltung im Verlauf des Jahres 2011 möglich wäre - aber es liessen sich für beide Messen jeweils Gespräche mit den Verantwortlichen in Berlin (IFA) und in Hannover (CeBIT) einrichten.

Dabei ist darauf zu achten, dass es für jede dieser Veranstaltungen jeweils einen Messeplatz gibt und einen für die Ausgestaltung verantwortlichen und meinungsprägenden Partner.

- in Berlin sind das die Messe Berlin mit der IFA samt ihrem Parnter von der GFU.

- in Hannover sind das die Deutsche Messe in Hannover mit der CeBIT samt ihrem Partner von der Bitkom

IV.

Wie bereits für den 21. Oktober geschehen, hier noch einmal eine erweiterter Katalog an Hinweisen auf Möglichkeiten, sich diesen Themen zu nähener:

- „Zukunft“: in 5 – 25 Jahren*

Hier wurde im Vorgespräch das Thema vom "Verschwinden des Computers" angetriggert, obgleich dieser ja nun überall vertreten sei.

Die im November 2009 erstmals vorgestellte und im Herbst diesen Jahres erweiterte Internationale Delphi-Studie 2030 zum Thema "Zukunft und Zukunftsfähigkeit der Informations- und Kommunikationstechnologien und Medien" steht als Download zur Verfügung.

Sie ist - samt einer Reihe von zusammenfassenden Erklärungen und Kommentaren am 5. November 2009 in dieser Publikation unter dem Artikel: Lotse fürs Zukunftsradar gesucht zur Verfügung gestellt worden. [1]

In diesem Zusammenhang hier der Hinweis auf die Tagung vom 5. November 2010 in Berlin, in der über den Inhalt der 2009 und 2010 publizierten Zukunftsstudien diskutiert werden wird.

Einen Vor-Bericht findet sich dazu im Beitrag von diesem Tage unter dem Titel: Info: Die Zukunft der IKT.

Eine Anmeldung zur Teilnahme ist für Studenten zu einem deutlich ermässigten Gebührensatz möglich unter:
www.muenchner-kreis.de/zukunftsstudie/anmeldung-fachtagungconference-registration

Ausserdem stehen eine Reihe von Interviews zur Verfügung, die auf der CeBIT 2010 gemacht wurden. In diesen wurde jeweils auf die 25 Jahre und den Beginn der EDV-Welt zurückgeblickt und anschliessend auf die nächsten 25 Jahre vorausgeblickt.

Diese Interviews - HIER in alphabetischer Reihenfolge liegen vor: in deutscher Sprache und in englischer Sprache und dürfen für die eigenen Erkundungen und Darstellungen Verwendung finden.

- Industrie – Nutzer

Hier wurde im Vorgespräch gefragt, ob und wie es möglich ist, dass die Interesse der Nuter immer mehr Eingang in die Entwicklung und Ausstattung von neuen Geräten im IKT- und Medien-Sektor Eingang finden würde.

Als Hinweise dazu die Empfehlung des Besuch des Fünften Nationalen IT Gipfels am 7.12.2010 im ICD in Dresden.

Mehr dazu unter:

www.bmwi.de/BMWi/Navigation/technologie-und-innovation,did=347534.html

Weiters wird an dieser Stelle der immer wieder auftauchende Hinweis zu bearbeiten sein, dass heute nicht mehr länger die Vorgaben aus der Industrie das Nuterverhalten prägen, sondern dass immer mehr deren Verhalten - auch im Privatbereich - Rückwirkungen hat auf die Gestaltung und Ausgestaltung der Produkte bei der industriellen Entwicklung und Fertigung.

Aus der aktuellen Diskussion dieses Zusammenhangs zwei Links auf die Anstrengungen im IKT-Bereich:

— bei der Deutschen Telekom
Innovationstag bei der Deutschen Telekom
— bei der Alcatel Lucent
Lab @ Work

- private – ident – public | "Marktpenetration"

Im Vorgespräch wurde deutlich, dass gleich mehrmals zwischen diesen Bereichen und Themen ein Zusammenhang gesehen wird.

Angeboten wird in diesem Zusammenhang

— ein Besuch von und ein Gespräch mit den Machern von Twinitiy bei der Mulitversum GmbH in Berlin.

— ein Skype-Interview mit zwei ehemaligen Mitarbeitern von Second Life

Voraussetzung wäre in beiden Fällen ein eigene Beschäftigung mit diese Angeboten - und das nicht nur theoretisch oder hypothetisch...

- 3D

Im Vorgespräch wurde deutlich, dass es sowohl von Seiten der Technik als auch von Seiten der Inhalte und ihrer Gestaltung Interesse an diesem Thema besteht.

Hier gibt es aktuelle eine Vielzahl von Veranstaltungen zu diesem Thema, die einen guten Überblick geben.

Die nächsten findet zum Thema Film am 4. November in München statt:

NoShow: 3D chez ARRI & Co.

und zuvor am 3. November zum Thema Fernsehen in Berlin:

Preview: Fernsehen in drei Dimensionen?!

Eine nachfolgende Veranstaltung wird für den 2. Dezember vom PRIME-Konsortium in Berlin vorbereitet werden.

- EDV & Musikproduktion

Im Vorgespräch wurde Interesse daran geäussert, neben den Elementen der Bild- und Schrift-Sprachen auch das Thema Akustik und Musik mit einzubringen.

Seitdem die Popkomm in diesem Jahr 2010 in Berlin wieder angelaufen ist, natürlich eine gute Möglichkeit, an dieses Event und seine Ergebnisse anzuknüpfen.

Aber auch hier ist ein Blick nach Hannover von Interesse, seitem in diesem Jahr 2010 erstmals das Konzept der CeBIT-Sounds auf die Bretter gebracht worden ist.

V.

Damit haben wir sieben Themen und neun Interesierte, die sich jetzt an die Arbeit machen werden.

Dabei wird es am Ende des Semesters die ebenso spannende wie zunächst etwas hintergründige Frage geben, wie sich die Idee zur Auswahl des Themas und seiner Eingrenzung auf einen ganz spezifischen zu untersuchenden und darzustellenden Aspekt entwickelt und im Verlauf der Arbeit verändert hat.

Es ist möglich, diese Arbeit im Form eines "Referats und Essays" vorzulegen, wobei es für die Art der Darstellung gilt, dass diese sowohl mit den "klassischen Medien" als auch unter Nutzung der "modernen Medien" hergestellt und vorgestellt werden kann.

Das gilt insbesondere dann, wenn die "Referat oder Essay" weiter in Richtung einer Hausarbeit ausgebaut und sodann als solche eingereicht werden.

In diesem Fall werden 2 x 4 = 8 Studienpunkte von insgesamt 12 vergeben werden können.

Als nächste mögliche Termine sind fixiert:

— Montag, der 15. November 2010 ab 14 Uhr
— Montag, der 29. November 2010 ab 14 Uhr (entfällt)
— Samstag, der 11. Dezember 2010, ab 10 Uhr (ganztägig)

Frohes Forschen!

WS.

Anmerkungen

[1Es ist möglich, sich zu Studienzwecken eine Kopie auf den eigenen Rechner zu ziehen. Achtung: bei einigen Acrobat-PDF-Clones kann der Versuch eines direkten Online-Zugriffs misslingen. WS.


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