IFA-Preview 2010 Report

VON Dr. Wolf SiegertZUM Mittwoch Letzte Bearbeitung: 16. Januar 2015 um 11 Uhr 56 Minuten

 

Dieses ist ein ganz und gar unrepräsentativer Bericht von der IFA Preview 2010, genauer gesagt, aus Anlass der Preview 2010, der in diesem ersten Teil direkt auf dem Heimweg von Hamburg nach Berlin entsteht und eher von subjektiven Eindrücken leiten lässt als von einer fachlich wirklich qualifzierten Bewertung dessen, was an diesem Tag alles an Verlautbarungen vorgetragen wurde.

Zunächst das Lobenswerte:

Der Veranstaltungsort liegt so zentral in Hamburg und in so kurzer Gehweite vom Bahnhof Dammtor, dass es möglich ist, am gleichen Tag sowohl am frühen Morgen rechtzeitig anzureisen, als auch am Abend noch wieder in die Hauptstadt zurückzukommen.

Es wird von jedem der Aussteller auf seiner Pressekonferenz das Beste gegeben, um den Beteiligten einen guten und qualifizierten Einblick in ihre Produkt-Welt, ihre Neuheiten und Highlights zu vermitteln, die Infos sind zumeist gut dokumentiert und werden auch in einem elektronischen Format vorgehalten, so dass sie schnell und umkompliziert weiterverarbeitet werden können.

Die Veranstaltung ist ein guter Ort, sich sowohl mit den VertreterInnen aus den einzelnen Häusern, aber ebenso mit jenen aus der eigenen Branche auszutauschen, zu fachsimpeln und zu tuscheln. Die hohe Beteiligung und die Fixierung auf den deutschsprachigen Markt machen darüber hinaus klar, dass man hier sozusagen „unter sich“ ist und für diesen Bereich durchaus eine gewisse repräsentative Grösse vertritt.

Wenngleich auch auf die morgendliche Begrüssung mit Croissants in diesem Jahr verzichtet worden war, es gab zur mittäglichen Runde auch Speisen ohne Schweinfleisch, es gab sogar Shrimps und es gab schliesslich sogar eine Torte, die aus Anlass des 50. IFA Jubiläums von einer Vertreterin der Messe Berlin und des veranstaltenden Verbandes angeschnitten wurde.

Am Abend wurde dann den Anwesenden sogar das „Oval Office“ zur Verfügung gestellt, eine Art Lounge mit Dachterrasse, auf der ein Buffet aufgestellt und die Bar mit qualifiziertem Personal für den Dienst an den Gästen geöffnet worden war.

Und nicht zu vergessen, das gute Wetter, das auch diesen Abend zu einem wahrlich guten Abend hätte werden lassen können.

Damit sind wir aber auch schon bei der Kehrseite der Medaille,

denn dieser Text entsteht im Rück-Zug von Hamburg-Dammtor nach Berlin, ohne dass das folgende selbstgesteckte Ziel hätte erreicht werden können: ein Foto zu machen von all den an diesem Abend in der Lounge Versammelten, während sie mit ihren 3-D-Brillen dabei, sind das Weltmeisterschaftsviertelfinalspiel Spanien gegen Deutschland im Fernsehen zu verfolgen.

Zumindest war die Agenda dieses Tages mit der folgenden Ankündigung abgeschlossen worden: „3D live / gfu / WM Halbfinale“ – und diese Stichworte hatten offensichtlich irrtümlicher Weise die Vermutung nahegelegt, dass es nach dem Kneipenbesuch des Autors in England anlässlich der ersten BSkyB-Übertragung nun auch hier ein vergleichbares Ereignis in Hamburg geben würde.

Sowohl die Spannung auf diesen Moment – als auch die Enttäuschung darüber, dass es dazu nicht kam – waren umso grösser, nachdem dieses Thema ja auch in der abschliessenden Expertenrunde den Verlauf der Diskussion bestimmt hatte – und nachdem im Verlauf dieses Tages sowohl ein Vertreter von SKY als auch von der Deutschen Telekom von ihren jeweils ersten erfolgreichen Versuchen der Sportübertragung berichtet hatten. [1]. Aber in dem Programm stehen ja wohlweislich auch in Klammern die beiden Worte „Änderungen vorbehalten“. Quod erat demonstrandum.

Dass an diesem Abend neben der Currywurst und den Buletten nichts an Warmen angeboten wurde, das auch für Menschen ohne Neigungen auf Schweinefleisch – oder Fleisch überhaupt – geeignet gewesen wäre, mag in diesem Zusammenhang noch im Kommentar unterschlagen werden [2] dass aber all die an der Frontseite aufgestellten Fernseher unterschiedlicher Provenienz in keinster Weise aufeinander abgestimmt worden waren, so dass ein echter Qualitätsvergleich schlicht und einfach nicht möglich war. Dabei hatte man offensichtlich genug Zeit gehabt, den Raum und den Eingang zu demselben soweit zu dekorieren, wie weit das im Rahmen eines Hotels eben für einen solchen Anlass vertretbar und möglich gewesen war. Dafür hat es offensichtlich zumindest ein Mindestmass an Zeit und Mitteln gegeben. Die TV-Geräte stand den dagegen jeder für sich herum. Und selbst zwei Geräte aus dem gleichen Hause und der gleichen Produktserie gaben ein durchaus unterschiedliches Bild (von sich) wieder.

Offensichtlich ist als auch in dieser Branche so, dass es durchaus sein kann, dass zwar Wein gepredigt aber dann Wasser ausgeschenkt wird. Und – machen wir uns doch nichts vor – entscheidend hätte an diesem Abend sein sollen, dass die Mannschaft aus Deutschland gewinnt, egal wie gut das Bild ist, dass sie von sich in diesem Moment von sich abgibt [3]. Das ist ja auch eigentlich mehr als nur nachvollziehbar – und doch gibt es bei allem Verständnis für eine solche Beobachtung Grund, noch mal über das an diesem Abend Gehörte und Gesehene nachzudenken.

Wenn man nämlich die heute im Verlauf dieses Tages gezeigten Bewegtbilder Revue passieren lässt, dann lassen sich – immer noch – durchaus die einen oder anderen Unterschiede feststellen. Aber es bleibt auch festzuhalten, dass es kein einziges Gerät zu sehen gegeben hätte, dass sich wirklich noch als „um Klassen besser“ aus dem Markt der übrigen Angebote hätte herausheben können. Alle haben inzwischen wesentliche Sprungmarken erreicht: Die Röhre ist raus, der Formatwechsel auf 16 zu 9 ist durch und über 80% der heute verkauften Geräte bieten „Full HD“-Qualität“. [4]. Derzeit scheint es „nur“ noch darum zu gehen, wer sich wann und mit welcher Technologie der Herausforderung einer stereoskopischen Darstellung widmen wird.


Top Up TV to add Sky Sports
By Julian Clover
Published: July 21, 2010 10.16 Europe/London

Top Up TV has joined the battle for the premium sports viewer with the announcement that it will add Sky Sports 1 and 2 to its terrestrial platform from August 2.

The statement follows similar announcements from BT, whose terrestrial capacity will be used by the premium service. At £22.99 (€27) per month for one channel and £31.99 for both, the pricepoint is considerably higher than BT’s loss-leading £11.99 and £16.99. Top Up TV already carries ESPN and viewers will be able to purchase a bundle of the two Sky Sports channels and ESPN for a monthly £39.99. The DTT platform says its minimum contract period of one-month is considerably shorter than that of its rivals.

Yesterday, Virgin Media confirmed it would offer the Sky Sports HD channels for an additional £7 per month to viewers already subscribing to the premium channels in any package. Previously Virgin has promoted the fact that unlike Sky it does not levy an additional fee for HD channels, though it has placed a charge on its PVR product in some packages.

Top Up TV will be the only direct route for DTT viewers to upgrade from Freeview. Many IDTVs sold feature a conditional access slot that means viewers would only need to purchase a conditional access module (CAM) and Top Up TV smart card in order to view the channels. This however is dependent on negotiations between Top Up TV and Sky on the minimum security requirements.

The interest will be in whether there are any sports fans left to subscribe to the Sky Sports package, particularly when both Virgin Media and Sky itself offer the full pack of Sky Sports channels. Given the wider array of channels available to cable and satellite viewers it seems unlikely in the extreme that any viewers would switch. This puts those viewers living in rented accommodation, unable to install a dish, and outside of Virgin Media’s coverage as the prime candidates for a DTT subscription to Sky Sports.

The availability of Sky Sports to BT and Top Up TV has come about as a result of Ofcom’s Wholesale Must Offer proposals that are currently the subject of a closed hearing of the Competition Appeal Tribunal.

Anmerkungen

[1Wobei es ganz erstaunlich war, anhören zu können, wie stark sich die DTAG im Rahmen ihres „Entertain“-Konzeptes auch in Richtung „Paid Content“ entwickelt und damit bislang mehr als nur einen Achtungserfolg vorgelegt hat – offensichtlich auch zur eigenen Überraschung und im Gegensatz zu vielerorts auch innerhalb des Konzerns zur Sprache gebrachten Bedenken. Dazu am Ende dieses Textes noch ein Extra-Beitrag. WS.

[2Dafür wurde an der Bar auch Alster und eine alkoholfreies Holsten-Bier angeboten. Danke!

[3Auch hier ist zu sagen, dass beim Schreiben dieser Zeilen noch nicht fest steht, wie das Spiel ausgehen wird, dass aber der Servicemann von der Bahn – mit offensichtlich spanischem Hintergrund – und der Autor am mit Strom und Klimaanlage versorgten aufklappbaren Arbeitstisch gemeinsam feststellen, dass es das beste wäre, wenn beide Mannschaften nach den ersten 90 Minuten in die Verlängerung gehen müssten.

[4Und der GF des Traditionshauses Metz macht deutlich, dass sie mit ihren Geräten, die nur als Holz, Stahl und Glas gebaut wurden und die nur mit Fachhandel und nicht über die Grossmärkte vertrieben werden, immer noch am Markt im eher hochpreisigen Sektor eine echte Chance haben.


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