Digital-Cinema_Summit: Day One & Two

VON Dr. Wolf SiegertZUM Sonnabend Letzte Bearbeitung: 16. Januar 2015 um 00 Uhr 50 Minuten

 

Unglaublich, aber wahr: das Frühstück zur Eröffnung des Digital Cinema Summit ist bereits für 7:30 angesetzt. Und die Eröffnungs-Session für 8:30 Uhr.

Die eigene Teilnahme ist dennoch erst ab 10 Uhr möglich, da – unglaublich aber wahr – am Morgen dieses Tages endlich das Gepäck aus dem Flieger KL 601 eingetroffen ist: 2 ½ Tage nach der eignen Ankunft am Flughafen in LAX.

Das Programm bis dahin lautete:

Opening and Session Introductions

Speakers & Co-hosts:

Barbara Lange, Executive Director, SMPTE

Ken Fuller, Director of Engineering, AZCAR

Paul Hearty, Director, Rogers Comm Centre, Ryerson University

8:45am - 9:45am

Understanding Stereopsis and 3D Image Capture

Understanding Stereopsis and 3D Image Capture
This session will provide a review of how the human visual system perceives depth, and the fundamentals of stereoscopic imaging. In addition, common techniques for live 3D image capture using stereoscopic camera rigs will be explained, including benefits and pitfalls, and a variety of 3D capture tools will be demonstrated. Other topics will include imaging parameters such as the setting of interaxial distance (baseline) and convergence, plus causes of eyestrain in improperly crafted 3D images. Finally, factors such as hyperstereo, divergence and accommodation will be explained and demonstrated.

Speakers:

Peter Lude, Senior Technology Executive, Sony Electronics

Steve Schklair, CEO, 3ality Digital Systems LLC

Aber bereits der erste Eindruck von der sich hier entfaltenden Veranstaltung macht klar, dass es nicht möglich sein wird, mehr als ihren Verlauf mit einigen wenigen Kommentaren zu versehen. Denn schon der erste Eindruck macht klar: hier tritt eine neue „Gemeinde“ von Professionals an, die ihr neues technisches Thema und die zur Durchführung geeigneten Werkzeuge viele Jahre gesucht, entwickelt – und nun endlich gefunden haben.

Trotz des grossen Zulaufs zu dieser Veranstaltung, die offensichtlich im Vergleich zu den letzten Jahren mehr als doppelt so viele Teilnehmer auf den Plan gerufen hat, ist der Charakter dieser Vorträge mehr denn je derjenige eines Workshops – und wird deshalb hier in „DaybyDay“ mit der Zeile „The to do’s and don’t do’s of 3D“ überschrieben.

10:00am - 11:00am

3D Programming: Lessons Learned

Stereoscopic motion imaging is fundamentally different than 2D. To be most effective, the 3D production crew will take a different approach to depth of field, camera positions, zoom moves, intercutting and graphic compositing. In this session, we’ll hear from pioneering 3D content producers to learn what factors must be considered in planning high-quality 3D coverage of different program genres.

Moderator:

Al Barton, Consultant, Freelance Digital

Al – persönlich seit vielen Jahren bekannt, auch als er noch bei einem der grossen Medienkonzerne unter Vertrag war - macht am Ende seiner Einführungen darauf aufmerksam, wie schnell und wie nachhaltig sich die die Situation in nur wenigen Jahren geändert habe. Zur Vorbereitung dieses Panels seien Produktionen fertiggestellt und eingereicht worden, die es noch vor wenigen Tagen erst im Rohzustand gegeben habe. Und auch das Bespielen des Servers und das Einrichten der 3D-Projektion hätte für dieses Jahr nunmehr über Nacht erfolgen können… all das sei vor wenigen Jahren noch so gut wie undenkbar gewesen.

Und er schliesst sein Panel mit der Frage ab, wie man wohl in Zukunft über das Thema „3D“ sprechen wird. Je mehr Produktionen jetzt auf den Markt kommen und je grösser der Zuspruch des Publikums auf diese neuen Angebote sei, desto nachhaltiger werde eine Diskussion um die Frage einsetzten, was denn eigentlich alles mit dem Begriff „3D“ gemeint sei. Die Veränderungen, so Al, werden nicht nur nicht einfach sein, sondern sie werden dramatische Folgen haben.

Panelists:

Pierre de Lespinois, Co-Founder, Evergreen Films

Nach seiner Auskunft liegt die Preisdifferenz zwischen einer traditionellen 2-D- und einer 3-D-Produktion in einem Rahmen von nicht mehr als 15%. Was bei dieser Auskunft allerdings dazu gesagt werden muss, dass es sich hier um einen auf diesem Sektor bereits erfahrenen Produzenten handelt, der in den Jahren zuvor bereits sein Lehrgeld bezahlt hat.

Thomas Edwards, VP, Digital Television Testing & Evaluation, FOX

Sein Schwerpunkt ist das 3D-Thema im Sportbereich. Und aus der Sicht seines Hauses gehe es nicht nur darum, gute 3-D-Bilder zu machen, sondern damit gute Geschichten zu erzählen. Nur dann könne es gelingen, damit auch Geld machen zu können.

Jason Goodman, CEO, 21st Century 3D [1]

Jason hat seinen ersten 3D-Film schon vor vielen vielen Jahren mit einem Schwarz-Weiss-Umkehr-Film gemacht – und kommt in seinem Vortrag gleich zum Thema: es geht um die unabwendbare und unabweisbare Notwendigkeit, durch eigene Praxis Erfahrungen zu sammeln, sich auszutauschen und immer wieder neues Material auszuprobieren, ja, selber eigene Verfahren und Techniken zu entwickeln, bereitzustellen und auf dem Markt anzubieten, da es dafür einen hohen aktuellen Bedarf gäbe.

11:00am - 12:00pm

3D Conversion

With the recent announcements of multiple 3DTV channels in U.S., Asia and Europe, will there be enough natively-captured 3D content? Many content producers are investigating if it is feasible to convert existing 2D material to stereoscopic 3D. Others are considering shooting new programs in 2D and then converting to 3D, versus natively-capturing in 3D. Is real-time 3D conversion a viable option or are humans needed to make the creative adjustments to create acceptable 3D images? This panel will discuss various issues related to 3D conversion from the point of view of content producers, distributors and 3D conversion experts.

Moderator:

Brad Collar, Vice President, Technology, Warner Bros.

Heute gehe es nicht mehr um die Frage, ob 3D kommen wird oder nicht, heute würde sich die Frage ganz anders stellen, nämlich so: „What is the best way to do it?“

Panelists:

Warren Littlefield, President, The Littlefield Company

Er hat seine Präsentation „Home 3D: The Next Breakthrough“ überschrieben. Und sein Bericht geht zurück bis auf das Jahr 1997, als er damals – noch im Dienste von NBC - eine hohe Investition in der Grösse eines siebenstelligen Betrages für eine einstündige 3D-Produktion zu verantworten gehabt habe. Und dennoch habe man damals das Ergebnis in zwei Worten zusammenzufassen können: „not great“.

Dennoch gelte, damals wie heute, dass die Zuschauer dieses neue Feature wollen: und heute sei aus dieser Wunschvorstellung Wirklichkeit geworden.

Für ihn gibt es keinen Zweifel, dass es in Zukunft eine grosse „Content Library“ geben. Mit alten und neuen Produktionen, die mit dem „Wow“-Faktor Erfolg haben werden, das sei seit „Avatar“ und „Final Four“ sicher.

Und mit vielen neuen Produktionen, die nicht von der Film-, sondern von der Spiele-Industrie kommen werden.

Und mit neuen überzeugenden Blue-Ray-Angeboten für ausgesuchte Zielgruppen. So werde derzeit an einer 3D-Version für die über 600 Episodes von Star-Track gearbeitet…

Und es werde noch in diesem Jahr 2010 mehr und mehr „3D-Networks“ geben.

Und selbst im mobilen Bereich werde es solche neuen Gruppen geben, die sich für dieses Thema engagieren und nach eigenen ihnen eigenen Anwendungen suchen werden.

Wichtig sei dabei – anders als vor 10 Jahren als es die Wandelung von dem Röhrenfernseher zum Flachbildschirm gegeben habe – das dieses Mal kein Streit um die Formate diese Entwicklung behindere. Damals, mit der Einführung von HD habe es immer nur die gleichen schönen Bilder gegeben – er spricht von „Unicorns, Sunsets and Rainbows“ und auch daraus solle man hoffentlich gelernt haben. Der Erfolg dieser neuen Technologie können nur und vor allem durch die neuen Inhalten garantiert werden, die sich auf diesem Wege vermitteln liessen.

Chris Yewdall, Executive Director and Chief Executive Officer, DDD USA, Inc.

Aus seiner Sicht ist der 3D-Markt ist nicht wesentlich anders als der von vergleichbaren Märkten. Derzeit habe vor allem die Produktionen von hoher Qualität Erfolg. Aber es werde vor allem in Zukunft darum gehen, diesen Produktionsprozess weiter zu optimieren.

Die Frage die sich dabei stelle, werde aus seiner Sicht immer und immer wieder an der Frage des „so what“ gemessen. Will sagen. Selbst wenn man etwas technisch realisieren könne, sei es wichtig zu wissen, zu welchem Nutzen diese Möglichkeiten führen könn(t)en.
Diese Frage habe sich schon nach den ersten Erfahrungen in der zweiten Hälfte der 90er Jahre gestellt, als es darum ging herauszufinden, wo wirklich die Zukunft dieses Marktes liegen würde. Im Februar 2004 konnte dann erstmals die Möglichkeit einer automatischen Konversion von analog nach digital auf der 3D-Konferenz in Japan vorgeführt werden.

Doch bei allen aktuellen Erfolgen – allein 10.000 3D-TVs wurden bereits von Samsung in Korea verkauft – sei klar, dass es Grenzen gäbe für die automatische Konversion von Filmen, die zur Zeit ihrer Entstehung noch nicht für eine 3D-Rezeption konzipiert worden seinen.

Barry Sandrew, Ph.D, Founder and President/COO, Legend3-D, A Legend Films Company

Er belegt mit vielen Filmbeispielen, dass auch Filme wie „Clash“ oder auch „Alice“ in einem solchen neuen Forma viel Sinn machen würden. Und zwar sowohl künstlerisch als auch ökonomisch – und das, obgleich bislang nur eine geringe Anzahl von Kinos diese hätten ausspielen können.

Chris Bond, President - View D, Prime Focus

Er spricht in seiner Darstellung über die Produktion von “Clash of the Titans 3D”. Seine Aufgabe sei es gewesen, in nur wenigen Monaten die gesamte Produktionslinie der Filmproduktion neu zu entwickeln, ausgehend von den vorliegenden Raw-Scans. Die Herausforderung sei es gewesen, selbst während des Produktionsprozesses noch nach Lösungen für die gestellten Aufgaben zu entwickeln.

1:30pm - 2:30pm

Keynote Speaker: Mark Schubin, Technology Consultant

Mark – im Gegensatz zu allen anderen in kurzen Hosen und in Sadalen auf der Bühne – macht in bewährter Weise (s)einen Rundumschlag zu diesem Thema, das er wie aus dem „ff“ zu beherrschen scheint.
Einen Vortrag wie seinen muss man Nachhören – und Sehen. Und es ist hier ein Ding der Unmöglichkeit, darauf im Detail an dieser Stelle eingehen zu können. Hier nur einige Stichworte:

—  Er macht darauf aufmerksam, dass es – einmal mehr – grosse Unterschiede gibt zwischen der 3D-Präsentation im Kino einerseits und in den eigenen 4 Wänden gäbe
—  Er verweist nochmals zur Recht auf den Umstand und die Herausforderung die da lautet: „3D has the capability to cause users discomfort“
—  Er macht klar, dass viel der angeblich so neuen Erfindungen sich auf Entwicklungen stützen – oder diese wieder neu erfinden – die schon bis in die zwanziger Jahre zurückreichen: die Idee einer aktiven Shutter-Brille sei bereits von einem gewissen Herrn Hammond in die Welt gesetzt worden, noch bevor er die nach ihm benannte Orgel erstmals zum klingen gebracht habe
—  Er ist sich sicher, dass in Zukunft auch 2D-Filme als potenzielle 3D-Filme konzipiert und dann als solche nur noch „einmal“ gedreht werden werden.

3D, so Schubin, bringe uns der Realität nicht näher, sondern schaffe mehr Empfindungen („Sensations“). Die Frage, die sich ihm stelle sei die folgende: wie viel von diesem „wow“-effekt sei eigentlich in Zukunft noch nötig, wenn sich 3D als Darstellungsform etablieren sollte. Auch Stereo habe mal als “Ping-Pong-Stereo” angefangen und heute in ein “natural stereo” verwandelt.

Weitere Tipps und Kommentare:
—  die Microstereopsis – Patente seinen ausgelaufen
—  mehr sei auf seiner Website: SchootingCafe zu finden
—  vor allem im TV-Sektor werden vor allem jene Produktionen schnell angenommen werden, die nur eine geringe Tiefenschärfe zu verarbeiten haben: All die „News-Shows“ und „Talking Heads Programms“
—  im Gegensatz zu den 50er und den 80er Jahren gäbe es jetzt bessere Voraussetzungen, dass 3D auch auf Dauer ein Erfolg bleibe
—  Avatar? Mark: „I restrict my comments to the 3D. The best 3D I have ever seen.“

2:30pm - 3:15pm

A Case for Quality in Production and Post-Production
This panel focuses on the creation of high-quality 3D in broadcast, feature film and other production types. Discussion will cover all aspects of production and post-production that relate to the creation of a comfortable stereoscopic viewing experience. It will also include specific areas of the creative side that contribute to the highest quality 3D possible, while minimizing discomfort and eye strain. Demonstrations provided.

Speaker:

Buzz Hays, Executive Stereoscopic 3D Producer, 3D Technology Center, Sony Corporation of America

Auch in seiner Präsentation spricht Buzz von den Fehlern, die man gemacht habe und den Herausforderungen, die man habe bestehen müssen. Und dieser Prozess ginge weiter und weiter, auch jetzt noch, nachdem ImageWorks nunmehr auf die Erfahrung von mehr als 8 Produktionen zurückblicken könne.

Eine besonderen Herausforderung sei dabei die Stoffentwicklung und Gestaltung des Films Beowulf gewesen: denn dieses sei der erste Film, der über die volle Länge von 110 Minuten funktionieren müsse und der sich ganz spezifisch an die Welt der Erwachsenen gewandt habe.
In vielen Punkten bestätigt er die schon vor ihm gemachten Aussagen: dass man vorher wissen müsse, ob man seinen Film auch in 3D realisiert haben möchte, selbst wenn die aktuelle Produktion auf 2D basiert. Seine Empfehlung an die Kameraleute sie die folgende: „Every shot you make is a point of view!”
Die aus diesen Erfahrungen abgeleiteten Schwerpunkte seien die folgenden:
— „Education is the key thing.“ Inzwischen seien die ersten Programme erfolgreich angelaufen und würden sicherlich fortgesetzt werden [2]
Die weitern von ihm angesprochenen Schwerpunkte lauten:
—  Live-Events:
—  Game Developers
—  Film- und TV-Editors .

In einem nachfolgenden Gespräch mit Buzz Hays – auf das auch in den Anmerkungen verwiesen wird – sind wir uns schnell darüber einig, dass nach den letzten Jahren des Suchens und Entwickeln endlich die Zeit gekommen ist, dass man die neuen Werkzeuge endlich einsetzen und in einem aufeinander abgestimmten Workflow zur Geltung bringen könne.

Jetzt sei der Augenblick gekommen, an dem man nicht mehr nur über die Planungen für die Zukunft reden müsse, sondern über das Handwerk, das der Umgang mit diesen neuen Tools erfordere. Darauf habe man in der Gemeinschaft der Professionals lange gewartet und jetzt würde vielen das Herz aufgehen, endlich wieder konkret Hand anlegen zu können um die Sprache des Filmemachens weiter entwickeln zu können.

Und dass dem so ist, darüber legten die beiden noch nachfolgenden Sessions dieses Tages einen beredten Beweis ab – aber auch hier wird nicht mehr als über das Thema und deren Protagonisten berichtet werden. Und das nicht, weil es nichts zu berichten gäbe, sondern weil das davon zu viel gegeben hätte, was den Rahmen eines solchen Tagesberichtes einfach gesprengt hätte.

3:30pm - 4:30pm

After the Capture: What Other Tools Exist?

The post-production workflow has to be modified to handle 3-D. What tools exist for editorial, color correction, adjusting depth, placement of overlays/captions/menus? What quality assurance guidelines methods exist for assessing consumer comfort (including children)?

Moderator:

Jim Whittlesey, Sr. Vice President, Technology, Deluxe Digital Media

Speakers:

Steve Owen, Director of Worldwide Marketing, Quantel

… macht einen Sales Pitch vom feinsten: will sagen, am Ende seiner Präsentation nimmt man es ihm nicht übel, auch pro domo gesprochen zu haben, da er all diese Hinweis in inhaltlich relevanten Aussagen zumindest gut verpackt hatte.

Howard Postley, COO/CTO, 3ality Digital Systems LLC

“Depth-balancing is an Art-Form in order to develop meaningfull relationships”

Matthew DeJohn, VP/VFX Producer, In-Three Inc.

„Dimensionalisation“ das sei ein patentierter Begriff, auch wenn er jetzt von jedem verwendet wird.

Und nach seinem Arbeitsbericht werden auch von seiner Seite eine Reihe von Filmausschnitten gezeigt, inklusive aus dem Film „Alice in Wonderland“. Aber das Ganze ist unterfüttert mit einem Schlager in englischer Sprache, in dem auch das Wort „Muzzletoph“ vorkommt und das Ganze, während auf der Leinwand die Filmhelden miteinander reden, ohne dass man ihnen zuhören könnte. [3]

Peter Postma, FilmLight

4:30pm - 5:30pm

Stereography and Storytelling

For many producers, 3D imaging has become an exciting tool to enhance the creative process of story-telling. Given the projects that have been done to date in movies, TV, and games, what can we learn from cinematographers and directors on what really enhances the story-telling and what detracts from the story-telling?

Moderator:

Rob Engle, 3-D Visual Effects Supervisor, Sony Pictures Imageworks
Rob macht aus seiner Überzeugung keinen Hehl: 3D sei inzwischen populär. 3D sei ein neues Medium. Und dieses sei weit mehr als nur die Erweitung des Films um eine dritte Dimension.
Aber dann kommen auch seine Frage auf der auch auf dem Podium gemeinsam vereinbarten Arbeitsebene:
—  Wie „tief“ sollen Szene in 3D denn sein: „deep“ wie beim Sport oder „shallow“ wie beim Alice?
—  Wo eigentlich sei denn die Leinwand-Ebene in einem 3 D Film?
—  Wie „round“ sind die Leute und ihre Darstellung?
—  Wo sind die „screen-edges“?
—  Was unterscheidet die 2D- von der 3D-composition?
—  Wie funktioniert eigentlich das editorial spacing?

Panelists:

Bernard Mendiburu, Analyst, Author of "3D Movie Making"

Wir wissen eigentlich noch gar nichts über die 3D-Filme, so seine These. Alle darstellende Kunst habe bisher immer auf zwei Ebenen stattgefunden „Painting is flat and Skulputure is monochrome“. Und das sei die Basis unserer bisherigen Arbeit gewesen.

Aber das würde bedeuten, dass der Besucher des Kinos auch zu neuen Erfahrungen aufgeschlossen sei – auch wenn wir uns nach wie vor nur in einer „trail and search phase“ befinden würden.

Aber schon heute zeigt sich, wie gross die Herausforderungen und Veränderungen sein werden: den es gäbe keine Leinwand im eigentliche Sinne mehr. Und es sei klar, dass der Film alles sein könne, ausser realistisch. Mit den Mitteln der Digitalisierung und der Er-Findung von 3D könne nunmehr alles neu erfunden werden. Und das können eine Reihe von heute noch unbekannten Konsequenzen haben, wie es sich ja gerade erst andeutet, wenn wieder von der Welt als einer Scheibe gesprochen wird.

Chuck Comisky

Je nach Genre oder Stil müsse man entscheiden, wie man mit 3D umzugehen habe. Der Film Avatar sei für eine Spielzeit von 3 ½ Stunden geplant gewesen. Und in den 2 ½ Stunden war es das Ziel, den Zuschauer zumindest für 15 Minuten Dauer vergessen zu lassen, dass er sich in einem 3D-Film befände.

Nachdem das Skript für Avatar bereits im Jahr 1995 entworfen worden sei, habe es allein 5 Jahre Vorarbeit gebraucht, damit diese auch von Fox akzeptiert wurde. Und dann weitere 5 Jahre um diesen Film so zu realisieren, wie er jetzt zu sehen war.

Die wichtigsten Erfahrungen im Umgang mit diesem Thema habe man auf der 3D-Home-Consortium-Webpage in den „10 rules to to 3D“ zusammengefasst und öffentlich gemacht.

Phil Streather, Stereo 3D Producer and Consultant, Principal Large Format

Er fasst seine auch schon in Babelsberg auf der insight-out-Tagung erläuterten Erfahrungen letztendlich in der folgenden These zusammen: Das In-Depht-Budget zwischen 1 bis 2 Prozent wirke überall in den Medien, auch bei 3D.

Auch er bedient sich des Zusammenschnitts von vielen Eye-Catchern zu einem gut inszenierten Musikteppich. Höhepunkt diese Films bleibt nach wie vor die Einstellung von einer fliegenden Möve, die sich scheinbar freischwebend im Zuscherraum zu bewegen scheint, bis sie dann zurückfliegt und abtaucht über dem Luftraum von London, mit einem Blick bis hinab auf die Themse.

Eric Kurland, Independent 3-DIY filmmaker, 3-DIY.com

Kommt aus der Welt des „Micro-Budget Film–Making“ – und hat auch nach 6 Jahren eingener Praxis keinerlei Ambitionen, sich mit den „Grossen“ auch nur im Ansatz vergleichen zu wollen. Und doch haben sie alle ein gemeinsames Credo. Erstens. Man könne nur durch Fehler lernen. Und zweitens: das Wichtigste sei die Story und nochmals: die Story.


Im Nachgang zu diesem Eintrag hier noch ein Ausblick auf die Veranstaltungen, die am Sonntag stattfinden, samt einigen Fotos, die an diesem Tag aufgenommen wurden.

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Nach den einleitenden Bemerkungen des Organisators, Paul Hearty, Director, Rogers Comm Centre, Ryerson University wird Michael Karagosian, Founder, MKPE Consulting LLC, eine Art state-of-the-art Bestandsaufnahme zum Thema Digitales Kino versuchen, in dem es auch, aber nicht nur, um das Thema „3D“ gehen wird.

Session # Sunday, 04/11/2010 8:45am - 9:45am Room S222

Digital Cinema (including 3D) Roll-out: A Status Report

The number of digital screens worldwide grew by over 100% in 2009, largely due to 3D. Surprisingly, the majority of these new systems were not financed by deployment entities, leading to a large number of single screen installations. This session will explore the dynamics of digital screen growth worldwide, including the impact that 3-D growth has had on distribution and technology adoption.
Speaker(s):

Oleg Berezin, Managing Director, Nevafilm JSC

Peter Wilson, Technology Chairman, EDCF, European Digital Cinema Forum

Im Programm steht weiterhin geschrieben: “This session recorded for inclusion in the Online Learning Center”

Und, wenn möglich, soll versucht werden, ein Link zu dieser Aufzeichnung zur Verfügung zu stellen.

Session # Sunday, 04/11/2010 10:00am - 10:30am Room S222

Technical Issues for 3D Digital Cinema

While the distribution of the 3-D feature images are standardized, research and experiments continue in the realms of subtitling, windowing, depth ratios, etc. This session will identify what items are suitable for standardized metadata and what their time frames may be for documented standards versus practical field implementations.
Speaker:

Richard Welsh, Director, Digital Cinema Services, Dolby Laboratories, Inc.

Session # Sunday, 04/11/2010 10:30am - 11:00am Room S222

Production and Projection Techniques for Immersive Media

This talk focuses on new technologies in the areas of multi-view displays and 3-D panorama and explores the possibilities of gaming and cinema growing together in the future. This presentation will provide an overview of research in mini-HD cameras that provide for more complex panoramic 3-D rigs, field recorders able to store more 3-D images, and on-set calibration tools for stereoscopic camera rigs.

Speaker:

Siegfried Foessel, Dr. Ing, Frauhofer IIS

Session # Sunday, 04/11/2010 11:00am - 11:45am Room S222

Keynote Speaker: John Honeycutt, Chief Media Technology Officer, Discovery Communications, LLC

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And, the hidden champion of this show: the new Sony Concept Camera:


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Session # Sunday, 04/11/2010 1:15pm - 2:25pm Room S222


3D TV Distribution: Which Platform(s) Will Succeed?

This first panel will address the options, plans, and strengths for delivery of 3D to the home by terrestrial broadcast, cable, satellite, broadband, and optical media.

Moderator:

Patrick Griffis, Senior Director, Technology Strategy, Office of the CTO, Dolby Laboratories, Inc.

Speaker(s):

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Chris Johns, Chief Engineer, B Sky B

David Broberg, Vice President, Consumer Video Technology, Cable Television Laboratories, Inc.

Jim Taylor, Senior VP and Chief Technologist, Sonic Solutions

Mark Richer, President, ATSC, Winner: NAB Engineering Achievement Award - TV

Tony Jasionowski, Senior Group Manager Accessibility, Panasonic Corporation of North America

Session # Sunday, 04/11/2010 2:25pm - 3:05pm Room S222

Can There (Ever) be a Common Worldwide 3D TV Broadcast Standard?

While cinema delivery is closing in on one standard delivery package this year, challenges abound for other methods of delivery. There are many more challenges in the world of television, where distribution methods and device types are numerous and widely varied.

Moderator:

David Wood, Deputy Director, EBU Technical, European Broadcasting Union

Speakers:

Ajay Luthra, Vice Chair JVT, Motorola, Inc.

Rick Dean, President, 3-D@Home Consortium

Ted Szypulski, Chair - SMPTE Working Group on 3D Home Master, ESPN, Inc.

Session # Sunday, 04/11/2010 3:15pm - 3:45pm Room S222

Consumer 3D TV Displays: What are the Technical Differences?

This session will describe the technologies of displays in the market (including legacy CRT), their ability to handle 3D, the various encoding technologies and their applicability to each of the display technologies. This will cover large displays to hand-held.

Speaker:


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Peter Putman, Contributing Editor, Pro AV

Session # Sunday, 04/11/2010 3:45pm - 4:45pm Room S222

3D Consumer Experience in the Home: The Interoperability Challenges

Many "3D-ready" displays were on the floor at CES, and are on their way to stores. What does "3D-ready" mean for the consumer? What efforts are occurring in the Consumer Electronics industry to assure 3D content will play in some 3D form on all 3D-ready displays? What technical or standards barriers need to be overcome to ensure consumer acceptance and the start of significant sales? How will consumers match content, video sources, displays and glasses to get a compelling 3D experience?

Moderator:

Brian Markwalter, VP, Technology and Standards, Consumer Electronics Association

Speakers:


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Ami Dror, Chief Strategy Officer, XpanD Cinema

Brad Hunt, President, Digital Media Directions, LLC.

Mark Stockfisch, Vice President and CTO, Quantum Data

Steve Venuti, President, HDMI Licensing, LLC.

Session # Sunday, 04/11/2010 4:45pm - 5:30pm Room S222

3D 10 Years Hence: 20/20 in 2020?

What does the time-line look like for the migraion from special purpose glasses to inexpensive (almost disposable) glasses to glassless technologies? What technical or standards barriers need to be overcome to ensure consumer acceptance and the start of significant sales?

Moderator:

Hans Hoffmann, Programme Manager EBU Technical, EBU

Speakers:

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3D-2020-500

Aljoscha Smolic, Disney Research, Zurich

Dr. Takayuki Ito, Deputy Director-General, NHK Science and Tech
Research Lab

Tibor Balogh, CEO/Founder, Holografika Kft


Nachtrag vom Montag, den 12. April 2010

Am Ende des ersten Tages sitzen der "Haustechniker" des Press-Centrums, sein Chef und der Autor an einem Tisch. Er berichtet von einem Gespräch, das er mit einem anderen Journalisten gehabt habe, als er dessen Druckertreiber installierte.

In seiner Zusammenfassung lautet das Thema wie folgt:

"3D: braucht das Jemand wirklich?
Nein"
"Und werden die Leute es kaufen?
Ja!"

Anmerkungen

[1Was für ein Namen für eine Company: Vor vielen Jahren gab es in „DaybyDay“ schon eine Reflektion zu der Frage, was den die Company mit dem Namen “20th Century” tue, um sich nicht nur von der Technik, sondern auch von ihrem Namen her diesem neuen Jahrhundert und dessen Herausforderungen zu stellen. Mit diesem neuen Brand liegt uns eine überzeugende Antwort auf diese Herausforderung vor. WS.

[2Und wie in einem späteren Gespräch erläutert, wird im Sommer dieses
Jahres erstmals auch ein „train-the-trainer“-Programm eingerichtet werden. Und an diesem Könn(t)en sich selbstredend auch Gäste aus Europa beteiligen, ohne dafür mehr zahlen zu müssen, als ihre Reise nach und ihren Aufenthalt in Los Angeles.

[3Es bleibt nur zu hoffen, dass solche Formen des multimedialen Unsinns in wenigen Jahren auch überwunden sein werden.


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