Fernsehen: seit 75 Jahren

VON Dr. Wolf SiegertZUM Montag Letzte Bearbeitung: 16. Januar 2015 um 00 Uhr 43 Minuten

 

Heute vor 75 Jahren, am 22. März 1935 wurde von Berlin aus das erste "regelmäßige Fernsehprogramm der Welt" mit einer Ansprache des Reichssendeleiters Eugen Hadamowsky gestartet. Manfred von Ardenne war am Ziel seiner Forschungen angelangt - nachdem in Paris schon im Jahre 1931 - am 14. April - der französische Physiker Ren’e Barthelemy in Paris zu einer öffentlich Fernsehvorführung mit Ton eingeladen hatte und die Japaner bereits am 17. Februar 1931 mit der Übertragung einer Sportsendung sich in die frühe Geschichte des Fernsehens eingetragen hatten.

Am 26. April des gleichen Jahres eröffnet die Ansagerin Béatrice Bretty um 20.15 Uhr das erste französische Programm aus dem Studio an der Rue de Grenelle.

Der 500-Watt-Sender auf der Wellenlänge 175 m wird schon bald durch den 10-kW-Eiffelturmsender ersetzt, die 60-Zeilen-Norm im Dezember auf 180 Zeilen umgerüstet.

Am 21. Juli 1931 nimmt das "Colubia Broadcasting System" (CBS) mit seiner neuen Station "W2XAB" in New York City seinen Betrieb auf. Ab Ende des Jahres wird sieben Stunden pro Tag gesendet - bis am 25. Februar 1933 der ganze Betrieb wieder eingestellt wird, "bis zur Verfügbarkeit besserer technischer Einrichtungen".

Im Herbst des gleichen Jahres folgte dann die BBC, die bereits im Jahr 1929 mit den ersten Testübertragungen begonnen hatte, dann aber alsbald danach schon mit einer sehr viel höheren Zeilenzahl - der Regeldienst wurde dann im Herbst 1935 eingeführt.

Aus diesem Anlass hat die Redaktion von "Markt und Medien" schon am Sonnabend letzter Woche ein Feature von Jürgen Bischoff unter dem Titel: "Flimmerkiste feiert Geburtstag" ausgestrahlt.

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Wer’s noch genauer wissen will, der schlage im Internet die "Internationale Rundfunk- und Fernseh-Chronik von Gijsbert Hinnen auf, der dafür mehr als zweieinhalb tausend Daten zusammengetragen hat - und das, ohne dass ihn dabei die Radiostationen eine grössere Unterstützung angeboten hätten - bis auf einige Ausnahmen, die die Regel im Wesentlichen bestätigen... [sic!]. [2].
Oder bei der ebenfalls im Internet zusammengetragenen Datensammlung des Deutschen Fernsehmuseums Wiesbaden.