Trains & Boats & Plains

VON Dr. Wolf SiegertZUM Sonnabend Letzte Bearbeitung: 16. Januar 2015 um 00 Uhr 10 Minuten

 

Nach langer Zeit wieder einmal einen ganzen Tag im Auto gesessen. Und an diesem Tag erstmals – und erfolgreich [1] – den „Mobile Navigator 7“ eingesetzt. Wie bereits an anderer Stelle berichtet, war die Software – schlussendlich – mit Erfolg auf einem iPAQ-Data-Manager installiert worden [2]. Hernach wurde das Mobilteil nun in einer entsprechenden Auto-Vorrichtung installiert und die als Zubehör zusammen mit dem „Cradle“ mitgelieferte Antenne auf der Innenseite der Windschutzscheibe angebracht.

Eine echt lohnenswerte Investition, wie sich erweisen sollte, denn die Angaben sind von einer nochmals erhöhten Präzision, die erfolgen so rechtzeitig, dass man sich auf die bevorstehende Änderung noch vorbereiten kann, aber nicht so früh, dass man die vorausgesagten Veränderungen des Strassenverlaufs schon wieder hätte vergessen können.

Störend bei dieser Installation ist allein die Tatsache, dass mit dem Einbringen des Gerätes in die dafür vorgesehene Halterung der Zugang für den Anschluss eines externen Sprech- und Hörwerkzeugs versperrt wird.

Die einzige in diesem Zustand verbleibende Möglichkeit eines gleichzeitigen Betriebs von Navigation und Telefonie ist das Aktivieren eines Bluetooth-Anschlusses. Diese theoretische Möglichkeit wurde im Vorfeld auch praktisch erprobt, stiess aber aus anderen Gründen auf eine solche Anzahl von Unwägbarkeiten und Schwierigkeiten, dass am Schluss für diese Fahrt eine andere Alternative bevorzugt wurde: Der Einsatz einer weiteren Multi-Sim-Card in einem zweiten von dem iPAQ getrennt betriebenen mobilen Telefon, das dann wahlweise über ein kabelgebundenes Sprech- und Hör-System genutzt oder auch – als Beifahrer – direkt an das Ohr genommen werden konnte.

Der Einsatz dieses System erwies sich rundum als eine feine Sache: selbst wenn man sich – absichtlich oder auch unfreiwillig – „verfahren“ hatte, führt es einen zielgerichtet wieder auf den „rechten Weg“ zurück. Und das, ohne dabei der Gefahr zu unterlaufen, die Person am Steuer zum Beispiel auf die falsche, also entgegengesetzte Richtung auf die Autobahn zu schicken. Auch die Sprachverständlichkeit und Lautstärke der Ansage waren gut. Nur die automatische Umschaltung des Displays von „Tageslicht“ auf „Nacht“ blieb aus und musst per Hand nachjustiert werden. Und der Versuch, das System eine zeitlang ohne externe Stromversorgung laufen zu lassen, musste ebenfalls schon nach weniger als einer knappen Stunde Mangels ausreichender Akkuleistung eingestellt werden.

Hilfreich erwiesen solche „Gimicks“ wie die Anzeige der zur Verfügung stehenden Fahrspuren oder die Anzeige der jeweils vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeiten samt einem akustischen Warnsignal, das mit dem Wort „Achtung“ diskret auf eine Überschreitung der angezeigten Begrenzung aufmerksam macht. [3]

Gescheitert allerdings ist der Versuch, diesen Bericht schon im Wagen zu schreiben. Im Gegensatz zu den positiven Erfahrungen auf langen Zugfahrten ist der Einsatz des Laptops im fahrenden PKW, selbst in einer bequemen Beifahrerposition und auf langer Autobahnfahrt, weit weniger bequem und – zumindest bei diesem ersten Versuch – effektiv [4]. Bewährt dagegen hat sich ein Umspannsystem mit Namen VOLTCRAFT, das bei laufender Fahrt in der Lage war, aus dem Zigarettenanzünder mit seiner Wechselrichter-Wirkung den Laptop in ausreichender Güte über seinen 220 Volt-Ausgang zu versorgen und am Leben zu halten.

Schliesslich lässt sich noch positiv festhalten, dass es am Ende der Strecke ein leichtes war, all die Extra-Gadgets wie Telefon, Navi und Laptop wieder aus dem Wagen zu entfernen um so vor Ort weiter zum Einsatz bringen zu können und sogleich den noch recht neuen Wagen selbst für mögliche Einbrecher in seiner potentiellen Attraktivität noch weiter herunterzusetzen.

Anmerkungen

[1Siehe dazu im Vergleich: Dingolfinger Str. 7.

[3Erstaunlich übrigens, dass diese automatische Ansage bei der Fahrerin ganz offensichtlich mehr Respekt und Adaptionsbereitschaft auszulösen vermochte als die vielen zuvor immer wieder vergebens vorgebrachten mündlichen Hinweise des Beifahrers ;-)

[4Am ehesten konnten auf solchen Strecken noch Bilder betrachtet, sortiert und bearbeitet werden.


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