Börsen-gang oder Bahn-fahrt?

VON Dr. Wolf SiegertZUM Montag Letzte Bearbeitung: 15. Januar 2015 um 23 Uhr 16 Minuten

 

ÖPNV steht für Öffentlicher PersonenNahVerkehr. Ein Teil davon, die sogenannte "S-Bahn", wird in Berliner von einer Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn betrieben.

Was sich da in den letzten Wochen abgespielt halt schilderte heute Philip Banse im Deutschlandfunk: Zunächst in den "Informationen am Morgen" [1] (13.07.2009 ab 08:24 Uhr) und dann nochmals in der Sendung: "Das war der Tag" [2] (13.07.2009 23:49 Uhr), aus der hier nochmals zitiert werden soll.

Während dieser Beitrag lief, war der Berichterstatter samt Begleitung selber unterwegs:

- auf dem Bahnhof Friedrichstrasse zeigte in Pfeil in Richtung Postdam, doch der dann eingefahrene Zug fuhr Richtung Schönefeld.

- auf dem nächstgelegenen Bahnhof Hackescher Markt führ der nächste Zug nur bis zum Bahnhof Friedrichstrasse zurück

- auf dem Bahnhof Friedrichstrasse fuhr ein Pendelzug bis Hauptbahnhof

- auf dem Bahnhof Haupbahnhof galt es erneut umzusteigen in einen Zug - der aber nur bis Berlin Zoo fuhr

- auf dem Bahnof Berlin Zoo galt es erneut umzusteigen, um von dort aus bis Charlottenburg zu kommen.

Diesen Weg zurückzulegen dauerte etwa fünfmal so lange wie sonst.

Die Beamten in den Führungshäuschen waren auch nicht in der Lage, auf Anfrage weitere Auskünfte zu geben - geschweige denn, sich zu entschuldigen.

Wenn der Fahrgast seine Pflichten nicht erfüllt, wird er zu einer saftigen Strafe verdonnert - in diesem Jahr estmals erlebt, da der Fahrschein vor mehr als zwei Stunden abgestempelt und die Fahrt immer noch nicht beendet worden war - was aber ist, wenn das Transportunternehmen seinen Verpflichtungen nicht nachkommt?

Nachtrag vom 20. Juli 2009.

All das hier bislang zitierte Material war erst nur das "Vorspiel" zur Situation, wie sie eine Woche danach beispielsweise in der Süddeutschen oder selbst in den 19 Uhr Nachrichten des ZDF

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und den 20-Uhr-Nachrichten der "tagesschau" zur Sprache gebracht wird.
Dabei zeigt sich - einmal mehr - dass die Berliner sich in diesen Ferientagen nicht aus der Ruhe bringen lassen: Was in diesem Fall einmal zu ihrem Vorteil gereicht.